Konzen - Tapfere Sternsinger auf glatten Wegen und in nassen Kostümen

Tapfere Sternsinger auf glatten Wegen und in nassen Kostümen

Letzte Aktualisierung:
dreikönige_bu
Nicht drei König, sondern 48 Könige machten sich in Konzen als Sternsinger auf den Weg, um gläubigen Menschen den Segen zu bringen und für notleidende Kinder zu sammeln.

Konzen. In der Konzener Pfarrkirche St. Peter und Pankratius sind in der Vennkrippe die heiligen drei Könige angekommen, kostbar gekleidet und mit Geschenken für das Jesuskind in Händen, begleitet von Kameltreiber und Lasttier. Doch am Donnerstagmorgen um 10 Uhr haben sich noch andere Könige eingefunden: 48 Jungen und Mädchen.

Auch sie tragen Kronen oder Turbane und königliche Gewänder - mehr oder weniger kostbar. Sie warten auf die Aussendung, um als Sternsinger den Menschen der Gemeinde den Segen des Christkinds zu bringen und Gaben zu sammeln für Kinder in Not. Das heißt, die Konzener Kinder sammeln für Kinder in Tansania, wo Bruder Theo Call arbeitet, und auch für 200 Kinder im Waisenhaus des Bistums Irinjalakuda in Indien.

An diesem Morgen ist es regnerisch und die Straßen sind glatt. Aber trotzdem sind alle gekommen, die dreijährigen ebenso wie die 13-jährigen Sternsinger, von ihren Eltern begleitet. 14 Gruppen sind eingeteilt, um durch die Straßen des Dorfes zu ziehen, an allen Häusern ihr Lied zu singen und um eine Gabe für Kinder in Not zu bitten.

Natürlich nehmen sie auch die geschenkten Süßigkeiten gerne an, obwohl ihre Tüten allmählich zu schwer werden. Gott sei Dank kommt dann ein Auto und bringt die große Last zum „Pankratiusraum”, wo alles gesammelt und gerecht verteilt wird. Nach der Dankmesse darf die „leckere Tüte” mit nach Hause genommen werden.

Doch zuvor heißt es durch den immer stärker werdenden Regen weiterzugehen, an allen Häusern zu singen und an jede Tür den Segen zu schreiben, obwohl die Hände kälter und die Beine müder werden.

Gewänder teilweise klatschnass

Die königlichen Gewänder sind teilweise klatschnass, und öfter als einmal ist jedes Kind schon gerutscht und im Schnee gelandet. Doch Sternsinger sind tapfer und die „Kakaostation” ist nicht mehr weit, wo die kleinen und großen Könige sich aufwärmen und ausruhen können.

Jede Gruppe kehrt auf ihrer Straße bei einer Familie ein, die heißen Kakao und oft auch einen kleinen Imbiss vorbereitet hat. Gerne und kostenlos geben sie ihren Anteil und so mancher freut sich auf den königlichen Besuch in jedem Jahr. Das ist in Konzen Tradition.

Nach einigen Stunden kehren die Könige zurück, müde und nass. Dennoch sind einige Kinder bereit, noch einmal aufzubrechen. Allerdings stehen nun ein paar Autos bereit, um auch die „Außenbezirke” des Dorfes zu besuchen wie die Bauernhöfe in Hatzevenn, Hoscheit und Stillbusch und einige weit entfernte Häuser. Als alle ausgesandten Sternsinger heil angekommen sind und voller Stolz ihre Dosen mit dem gesammelten Geld abgeben haben, möchten sie nur noch in ihr warmes Zuhause.

Doch um 18 Uhr sind sie wieder zur Stelle - um in ihrem wieder getrockneten Königsornat, obwohl so manche Krone aufgeweicht und unbrauchbar geworden ist, in der feierlichen Dankmesse dabeizusein.

Viele Kinder gestalten die Messe unter dem Thema der Dreikönigsaktion „Kinder zeigen Stärke” mit. Die Eltern und die versammelte Gemeinde werden über den Sinn und das Ziel ihrer großen Hilfs-Aktion informiert, der Pastor lobt ihr Engagement und alle Mühe des Tages ist vergessen. Denn durch ihren Einsatz und das Ergebnis von mehr als 3100 Euro kann vielen notleidenden Kindern geholfen werden. Die Mühe hat sich gelohnt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert