Tanzclub Dash bei der Deutschen Meisterschaft

Von: Carmen Krämer
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Ihr Auftritt war aus Eifeler Sicht der Höhepunkt: Die Formation „The Scope“ erreichte bei der Deutschen Meisterschaft in der Kategorie Adults den dritten Platz. Foto: Til Call

Imgenbroich. 94 Tänzerinnen und Tänzer aus der Eifel haben am Wochenende mehrere Pokale mit nach Hause gebracht: Tanzclub Dash war bei der Deutschen Meisterschaft im Videoclipdancing in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen erfolgreich.

Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, auf die sie sich begeben hatten – dabei waren sie zunächst nur in zwei herkömmliche Doppeldeckerbusse eingestiegen. Voller Freude auf das, was vor ihnen lag, die Koffer und Kulissen im unteren Teil, die Süßigkeiten und Kuscheltiere im oberen Teil der Busse verstaut, machten sich am Freitag die sechs Formationen des Tanzclubs Dash aus Imgenbroich auf den Weg nach Ludwigshafen.

Dort fand in der Friedrich-Ebert-Halle die Deutsche Meisterschaft im Videoclipdancing statt. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder alle Formationen des Vereins – 94 Tänzerinnen und Tänzer aus der Eifel – für diesen Wettbewerb qualifiziert.

Was vielleicht schon nach Routine klingt, ist allerdings ein hartes Stück Arbeit für den Verein und die Hauptorganisatorin der Fahrt, Doris Thomas. Wer an dieser Meisterschaft teilnehmen darf, hat sich bereits vorher auf den Regionalmeisterschaften oder beim Bundesligapokal dafür qualifiziert und gehört allein dadurch bereits zu den besten Tänzerinnen und Tänzern Deutschlands.

„Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir als kleiner Verein aus der Eifel immer wieder dabei sein können“, erklärt Jens Wunderlich, Vorsitzender des Tanzclubs Dash. Das erfordert allerdings eine große Portion Disziplin, Durchhaltevermögen, Teamgeist und vor allem hartes Training von jedem einzelnen Tänzer und zwar über das gesamte Jahr verteilt.

Auch die Fahrt selbst ist längst zu einer organisatorischen Meisterleistung geworden: Nicht nur die Kinder und Jugendlichen wollen nach ihren Vorlieben auf drei Hotels in der Nähe der Halle aufgeteilt werden, auch die Eltern und Fans, in diesem Jahr 143, brauchen ihre Schlafplätze. „Das habe ich schon alles geklärt“, hört man Doris Thomas kurz vorher nur noch sagen. Um die Organisation der riesigen Gruppe, die vom Kleinkind bis zum Senior jede Generation abdeckt, brauchten sich die Eifeler also auch in diesem Jahr keine Sorgen zu machen und konnten sich ganz auf die bevorstehenden Auftritte konzentrieren. Und das war richtig nervenaufreibend.

Unter großem Geschrei und lauten Anfeuerungsrufen traten die Eifeler nach und nach auf die große Bühne. In der Altersklasse Minikids startete dieses Jahr zum ersten Mal die neue Formation von Kim Wilden „Funtastic“, und holte sich nach dem Titel Westdeutscher Meister im Frühjahr einen unglaublich guten vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft. Die quirlige Formation von Lisa Thomas „Made to Move“, ebenfalls amtierender Westdeutscher Meister, wurde in der Kategorie Kids Vizemeister. Die Freude über den Erfolg der beiden jüngsten Formationen fand zunächst kein Ende.

Ein wenig getrübt wurde die Stimmung kurzzeitig, als „Unlimited“, trainiert von Maike Hennicken, auf dem 17. Platz in der höheren Kategorie Juniors 1 landete. Die Enttäuschung war zwar groß, die Leistung der Jugendlichen aber nicht zu verachten, denn auch sie haben die Halle zum Kreischen gebracht und sind gerade erst seit zwei Jahren auf der Bühne unterwegs.

Wie stark die Konkurrenz in dieser Kategorie war, zeigt auch der siebte Platz der schon erfahreneren Formation „Spectacular“, die von Jennifer Hardt trainiert wird. Die „Mädchen mit den fliegenden Haaren“ traten in der gleichen Altersklasse wie „Unlimited“ an, sind aber schon einige Jahre länger mit dabei.

In der Kategorie Juniors 2 war der Tanzclub Dash mit „The Charge“, ehemals „City Jumper“, vertreten. Unter neuem Namen und mit viel Energie landeten die selbstbewussten Tänzerinnen ebenfalls auf dem siebten Platz.

Der absolute Höhepunkt des Tages war wohl der Auftritt der Formation „The Scope“. Zusammengewürfelt aus verschiedenen Formationen, trat in der Alterskategorie Adults eine starke Mannschaft junger Erwachsener auf die Bühne und brachte die Halle zum kochen. „Ich habe das Publikum noch nie so laut für uns jubeln hören. Wir waren alle total geflasht“, erinnert sich die Tänzerin Kim Wilden.

„Für mich stand nach diesem Auftritt fest, dass es total egal ist, welchen Platz wir machen. Ich hatte noch nie so viel Spaß auf der Bühne wie in diesen drei Minuten.“ Und das hat auch die Jury erkannt. Als erste Formation des Tanzclubs Dash haben sie mit dem dritten Platz in der Altersklasse Adults das Treppchen erklommen und dem Verein seinen Erfolg auf diese Weise noch einmal besonders bestätigt, denn hier tanzen wirklich die Besten der Besten gegeneinander.

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