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Tante Emma heißt in Monschau Hans-Peter

Von: hes
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Hans-Peter Bringmann vor seine
Hans-Peter Bringmann vor seinem Laden, der ab kommenden Mittwoch wieder eine Grundversorgung mit Food- und Nonfood-Artikeln für die Bewohner und Besucher der Altstadt bietet. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Vor gut sechs Wochen endete in der Monschauer Altstadt das - am Ende traurige - Kapitel Schlecker, begleitet von Bürgerprotesten und der Sorge um die Grundversorgung in der Altstadt.

Der „Versorgungsnotstand”, vor allem für ältere und nicht mobile Altstadtbewohner und -besucher, aber war nur von kurzer Dauer: Bereits am kommenden Mittwoch eröffnet an gleicher Stelle in der Laufenstraße „Bringmanns Altstadt-Markt” und möchte mit einem gegenüber Schlecker sogar noch erweiterten Warenangebot aufwarten.

„Früher hätte man wohl von einem Kolonialwarenladen gesprochen, der Begriff beschreibt es eigentlich ganz gut”, sagt Ladenpächter und Namensgeber Hans-Peter Bringmann, der zwar eine kaufmännische Ausbildung hat, bislang jedoch als Vertreter eines namhaften Staubsaugerherstellers seine Ware beim Kunden angeboten und verkauft hat.

„Vom Fach”, sagt Bringmann, sind dagegen seine beiden Angestellten, die man ab Mittwoch zu den Öffnungszeiten im Laden antreffen wird, denn die kennen jeden der 200 Quadratmeter des Ladens. Mehr wollte der neue Pächter aus arbeitsrechtlichen Gründen am Dienstag noch nicht verraten.

Öffnen wird der Laden vis-a-vis vom Haus Troistorff in Sommer und Winter zu unterschiedlichen Zeiten. „Während der Saison werden wir sieben Tage die Woche, also auch sonn- und feiertags von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet haben”, so der Pächter mit Blick auf die kauffreudige Kundschaft aus aller Herren Länder, die dann durch das Städtchen bummeln.

Neben den Touristen setzt Hans-Peter Bringmann natürlich besonders auf die Einheimischen, die vor wenigen Wochen den Schlecker-Abgang bedauert und kritisiert haben und nun beweisen können, was ihnen der Markt vor der Haustür wert ist.

Immerhin 2500 Artikel wird der Markt, der von einer Edeka-Tochter beliefert wird, führen, „alles für den täglichen Grundbedarf”, umschreibt der Ladenpächter das Angebot. Vom vielzitierten Klopapier bis zur Tiefkühlpizza wird hier auf kurzem Weg ein breiter Food- wie Nonfood-Bereich abgedeckt, ob Wasch- oder Spülmittel, Tierfutter oder Getränke, Brotaufstrich, Fertignahrung sowie Käse und Aufschnitt als SB-Ware. „Fleisch gibt es nebenan”, verweist Bringmann auf die benachbarte Metzgerei, und auch die morgendlichen Brötchen sollte sich die Kundschaft wie bisher beim Bäcker um die Ecke holen. „Da möchte ich mit den vorhandenen Anbietern in der Altstadt nicht konkurrieren”, sagt der Kaufmann.

Dafür bietet er vor allem den älteren Altstädtern einen ganz besonderen Service an, der auch schon den Vorgängerladen ausgezeichnet hatte: „Mein Name ist Programm”, wird Bringmann auf Wunsch die Waren auch nach Hause bringen.

Bis es so weit ist, wartet aber noch viel Arbeit auf Hans-Peter Bringmann und sein Team. Noch stehen jede Menge Ständer und Schilder mit dem Aufdruck der insolventen Drogeriemarktkette in der Garage vor der Tür und auch in der 200 Quadratmeter großen Baustelle selbst, die bis Samstag geräumt sein muss. „Dann kommen die Theken und Kühltruhen”, freut sich der Marktleiter, „und Montag und Dienstag wird dann hier fleißig eingeräumt”.

Nur ein Problem „erbt” Hans-Peter Bringmann von seinen Vorgängern und von fast allen Altstadt-Geschäftsleuten: die Parkplatznot. Wer im neuen Monschauer Lädchen einkauft, kann nur kurz vor der Tür halten oder muss ein paar Meter Fußweg in Kauf nehmen.
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