Nordeifel - Talsperren in der Nordeifel füllen sich rapide

Talsperren in der Nordeifel füllen sich rapide

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Der Überlauf in Rurberg ist ein Wasserfall: Wo vor einigen Wochen noch die Trockenheit dominierte und wüstenähnliche Zustände herrschten, gewinnt jetzt das Wasser langsam wieder die Oberhand. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Das Trockenjahr 2011 erlebt nun doch noch einen nassen Ausklang: Seit einigen Tagen steigt der Rursee täglich wieder um 25 bis 30 Zentimeter an.

Das Überlaufbauwerk am Paulushofdamm in Rurberg zeigt sich in diesen Tagen als tosender Wasserfall, und weitere Niederschläge in Verbindung mit Tauwetter sind angesagt.

Nach einem zuflussarmen Jahr 2011 zeigten sich die Talsperren des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) in der Nordeifel im Herbst mit Füllständen deutlich unterhalb der langjährigen Mittelwerte. Die Regenfälle seit Anfang Dezember brachten nun eine Trendwende und sorgten für wieder kräftig steigende Pegelstände.

Die Oleftalsperre legte in den letzen Tagen 2,5 Millionen Kubikmeter gestauten Wassers zu und stieg um rund 4,50 Meter. Die Stauwerte an der Rurtalsperre, dem Hauptspeicher des Stausystems, kletterten um 11,5 Millionen Kubikmeter bzw. 3,50 Meter. Die deutlichste sichtbare Veränderung verzeichnete die Urfttalsperre. Ihre Füllmenge stieg um 11,5 Millionen Kubikmeter, wodurch der Wasserstand sogar um neun Meter angestiegen ist.

Die in den vergangenen Tagen angeschwollenen Zuflüsse sind der Tatsache geschuldet, dass im bisherigen Verlauf des Dezembers in der Nordeifel bereits ca. 135 mm Niederschlag abregneten, was einer Menge von 135 Litern auf den Quadratmeter entspricht. Dies ist bereits doppelt so viel, wie statistisch im gesamten Monat zu erwarten ist.

Da die Vegetation ihr Wachstum inzwischen eingestellt hat, kam der Niederschlag, wie vom WVER erwartet, verstärkt den Stauseen zugute. Der gemessene Spitzenwert des Gesamtzuflusses im bisherigen Verlauf des Monats in die Talsperren lag deshalb kurzzeitig bei immerhin 100 Kubikmetern pro Sekunde.

Dass der Wasserstand der Urfttalsperre so kräftig an Höhe gewinnen konnte, liegt darin begründet, dass dieser Stausee - bezogen auf sein verfügbares Vollstauvolumen - von einem verhältnismäßig großen Einzugsgebiet profitiert. Bei winterlichen Regenfällen füllt sich der Stausee dadurch besonders schnell wieder.

Da der Wasserstand sich hier bereits den in dieser Jahreszeit freizuhaltenden, großen Hochwasserschutzräumen annähert, wurde die Abgabe aus dem Urftsee vorsorglich bereits auf 7,5 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Die Rur wird so zunächst ab Heimbach nur noch mit Wasser aus der Urfttalsperre gespeist, die Rurtalsperre Schwammenauel bleibt dagegen verschlossen.

Hohe „Wasserernte”

Die „Wasserernte” der letzten Tage von insgesamt 26 Millionen Kubikmeter bringt laut den Wasserwirtschaftlern des Verbandes eine positive Auswirkung mit sich: Schon jetzt steht für den WVER fest, dass die wasserwirtschaftliche Vorsorge (Trinkwasserbereitstellung sowie Nutzwasser für die Industrie und die Landwirtschaft) selbst dann, wenn sich das Jahr 2012 ähnlich abflussarm wie das abgelaufene Jahr entwickeln sollte, „bis in das Jahr 2013 hinein sichergestellt ist”, so Pressesprecher Marcus Seiler.
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