Tagespflege „St. Hubertus“: Ein Ort zum Wohlfühlen für elf Senioren

Von: Helga Giesen
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Mit der Eröffnung der Tagespflege „St. Hubertus“ konnte der Caritasverband Region Eifel jetzt eine Versorgungslücke im Raum Roetgen schließen. Die Einrichtung wird geleitet von Andrea Karbig (2. v. re.). Foto: H. Giesen

Roetgen. Unter dem Motto „Tagsüber versorgt – abends daheim“ finden in Roetgen schon seit einigen Wochen pflegebedürftige Menschen stundenweise ein Zuhause in der Tagespflege „St. Hubertus“. Jetzt wurde die Einrichtung in der Hauptstraße 71 auch offiziell eingeweiht.

Träger ist der Caritasverband für die Region Eifel, der hier nach Simmerath und Blankenheim die dritte Tagespflege in der Region eröffnete.

Damit habe der Caritasverband auf den wachsenden Bedarf im Raum Roetgen reagiert, den die Simmerather Einrichtung nicht mehr decken konnte, stellte der Vorsitzende Hans Josef Schmitt bei der Begrüßung heraus. Zu den Gästen, die der kleinen Feierstunde beiwohnten, gehörten neben einigen Tagesgästen der Einrichtung, Vorstands- und Ratsmitgliedern des Caritasverbandes sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort auch Vertreter der Kirchen- und der Zivilgemeinde und der Städteregion. Dem Hausherrn Karl Arnolds galt ein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit, durch die ein Umbau der ehemals zwei Ladenlokale zu einer ebenso funktionellen wie ansprechenden Einrichtung möglich wurde.

Der größte „Pflegedienst“ der Nation, so Schmitt, sei die Familie, deren Mitglieder Tag und Nacht für ihre pflegebedürftigen Angehörigen da seien. Dabei blieben allzu oft die eigenen Bedürfnisse der Pflegenden auf der Strecke. Tagespflegeeinrichtungen wie diese seien daher ein Segen in einer älter werdenden Gesellschaft, betonte Hans Josef Schmitt.

Die Fachbereichsleiterin Gesundheit und Pflege, Elisabeth Nosbers, dankte besonders der Leiterin der Tagespflege, Andrea Karbig, sowie ihrem Team für ihren Einsatz schon im Vorfeld bei der Gestaltung der Räumlichkeiten und jetzt bei der Betreuung und Pflege der Tagesgäste.

Unter den Segen Gottes gestellt

In einer ökumenischen Einweihungsfeier stellten Philipp Cuck, Pfarrer der GdG Schleiden und Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Eifel, sowie sein evangelischer Amtskollege Pfarrer Wolfgang Köhne aus Roetgen die Einrichtung unter den Segen Gottes. Mit einem Augenzwinkern in Richtung Limburg betonte Pfarrer Cuck, dass Caritas und Diakonie in den Kirchen nach wie vor einen guten Ruf genießen. Pfarrer Köhne hob als wesentlichen Aspekt in der Pflege besonders die Begegnung von Mensch zu Mensch hervor.

Die behaglich eingerichteten Räumlichkeiten in zentraler Lage von Roetgen bieten auf ca. 200 Quadratmetern einen Ort zum Wohlfühlen für elf Gäste.

Die Tagespflege ist zurzeit zu 60 Prozent ausgelastet, die Simmerather Einrichtung voll belegt. Sechs Mitarbeiterinnen in Roetgen und elf in Simmerath betreuen die häufig dementen Senioren. Die Nachfrage werde sich erhöhen, wenn im Januar das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft tritt, das ausdrücklich auf eine ambulante Versorgung setzt, sind die Caritas-Verantwortlichen überzeugt.

Schon eine Betreuung an ein oder zwei Tagen in der Woche entlastet die pflegenden Angehörigen, die Pflegebedürftigen selbst erfahren in der Tagespflege eine Aktivierung und sinnvolle Freizeitgestaltung, die ihre Lebensqualität verbessert.

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