Tafel-Weihnacht: Am Donnerstag ist „Bescherung”

Von: P. St.
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Wie ein riesiger Gabentisch präsentierte sich am Mittwoch wieder das Bürgercasino Imgenbroich. Das Helferteam der Monschauer Tafel hatte alle Hände voll zu tun bei diesjährigen Weihnachtspaket-Aktion. Am Donnerstag ab 10 Uhr können die Pakete abgeholt werden. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. In einen riesigen Gabentisch verwandelte sich am Mittwoch wieder das Bürgercasino Imgenbroich. Zum dritten Mal hatte die im Februar 2007 gegründete Monschauer Tafel zur Weihnachtspaket-Aktion aufgerufen.

Wie im vergangenen Jahr waren es mehr als 500 zum Teil liebevoll gestaltete Pakete, die von den Bürgern aus der Nordeifel abgegeben worden waren.

Am Donnerstag gibt es dann für die Kunden der Monschauer Tafel bereits ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, wenn die Pakete ab 10 Uhr abgeholt werden können.

Die Monschauer Tafel, die sich inzwischen von der Stolberger Tafel gelöst hat, und seit der vorigen Woche ganz offiziell als selbstständiger eintragener Verein geführt wird, zählt 226 „Bedarfsgemeinschaften” in ihrer Statistik. Dahinter stehen nicht weniger als 515 Personen, darunter 162 Kinder unter 14 Jahren, deren Einkommen für die Bedürfnisse des Alltags nicht ausreicht.

Die Liste der Bedürftigen wird jedes Jahr länger, weiß Erika Frank, die von Beginn an bei der Monschauer Tafel engagiert ist. Neben Hartz IV-Empfängern und Rentnern mit geringem Einkommen finden sich auch immer häufiger Berufstätige ein, deren monatliches Einkommen nicht ausreicht, um die Familie zu ernähren.

„Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, Menschen in wirtschaftlicher Not zu helfen”, betont Erika Frank, die sich auf die regelmäßige Mitarbeit von rund 30 ehrenamtlichen Helfern bei der Monschauer Tafel verlassen kann. „Inzwischen sind wir ganz gut aufgestellt”, sagt sie.

Größere Familien werden mehrere Pakete enthalten, und für alle Kinder wird es ein individuelles Weihnachtsgeschenk geben, auch dank der tatkräftigen Unterstützung des Real-Marktes in Imgenbroich und dessen Wunschbaum-Aktion.

„In der Eifel wird eine enorme Hilfe geleistet”, freut sich Erika Frank; dieses Engagement sei im Vergleich der insgesamt 850 Tafeln in Deutschland sicherlich einzigartig, ist sie überzeugt. „Es ist schon toll, was hier geleistet wird.”

Die Arbeit für die Monschauer Tafel wird immer umfangreicher. Deshalb hat man sich inzwischen mit anderen Organisationen, wie dem Café International, dem Sozialwerk Eifeler Christen, der Arbeiterwohlfahrt und dem Alternativladen in Roetgen vernetzt, um möglichst konkrete Hilfe leisten zu können.
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