SV Rott will den nächsten Schritt nach vorne machen

Von: Kurt Kaiser
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Nach der Regeneinheit am Dienstag präsentierte Trainer Jürgen Lipka (hinten rechts) und Co-Trainer Michael Kreitz (hinten links) am Donnerstagabend einen Großteil des neuen Kaders. Foto: Kurt Kaiser

Rott. Nach nur 37 Tagen Sommerpause startete das ranghöchste Nordeifelteam, Landesligist SV Rott, diese Woche in die Vorbereitungszeit auf die Saison 2014/15. Begeistert war Trainer Jürgen Lipka, der mit den Rot-Weißen in die zwölfte Saison geht, gerade nicht, denn beim ersten Treffen zur neuen Spielzeit regnete es in Strömen, so dass der Trainer seine Begrüßungsansprache im Sportheim machen musste und nicht wie eigentlich geplant bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sportplatz.

„So ein Wetter ist meistens, wenn wir im Winter mit der Vorbereitung auf die Rückrunde beginnen“, moserte der Coach und konnte sich mit den herbstlichen Witterungsverhältnissen mitten im Sommer nicht anfreunden.

Nach einer kurzen Auftakteinheit stand dann zum Abschluss unter der Leitung von Physiotherapeut Johannes Mangartz noch ein Yo-Yo IR-Test auf dem Programm. „Ich denke, dass viel Arbeit auf den Jürgen wartet“, war der Physio mit den Ergebnissen des ersten Belastungstests nicht zufrieden. Etliche Trainingseinheiten und Testspiele in den nächsten sechs Wochen sollen aber dafür sorgen, dass die Mannschaft sich zum Saisonauftakt in einem hervorragenden konditionellen Zustand befinden wird.

Nach drei Trainingseinheiten steht am Sonntag das erste Testspiel gegen den neuen Mittelrheinligisten SV Eilendorf auf dem Plan. Am nächsten Mittwoch steigt der Landesligist beim Turnier in Eicherscheid wahrscheinlich mit der Begegnung gegen den Gastgeber ein. Wie es in Eicherscheid weiter geht, hängt vom Abschneiden gegen den Turnierveranstalter ab. Am Freitag, den 25. Juli haben die Rot Weißen bei der Sportwoche des FV Haaren Termin. Sonntags (27. Juli) geht es dann in der eigenen Sportwoche gegen Landesligaabsteiger Rhenania Richterich. Zwei Tage später steht beim eigenen Turnier die Aufgabe gegen den A-Ligisten SC Lichtenbusch auf dem Programm. Nach den zu erwartenden Erfolgen gegen die klassentieferen Gegner warten freitags (1. August) die Halbfinalspiele und sonntags die Endspiele.

Nach vier weiteren intensiven Trainingseinheiten steht am 10. August der erste Pflichtspieltermin an. In der ersten Kreispokalrunde reisen die Rot-Weißen als haushoher Favorit zum C-Ligisten SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich. Auch wenn die Sommerpause nur kurz war, hat der sportlich Verantwortliche des Sportvereins sich Gedanken über einige taktische Veränderungen gemacht. In der vergangenen Spielzeit stellten die Rot Weißen mit 73 Toren zwar die zweitbeste Offensivreihe der Landesliga, sie mussten aber auch 63 Gegentreffer hinnehmen und das war der fünftschlechteste Ligawert. Die zahlreichen Gegentore führt der Coach nicht nur auf ein unzureichendes Defensivverhalten zurück. „ Wir müssen zukünftig früher mit der Abwehrarbeit beginnen und es muss uns gelingen, den Gegner weiter von unserem Tor weg zu halten. Unsere Spielidee für die neue Saison wird eine andere werden“, plant er einige taktische Veränderungen.

Nachwuchs rückt auf

Aufgrund der Abgänge und Neuzugänge muss der Trainer auch im personellen Bereich einige Korrekturen vornehmen. Auf der Liste der Neuzugänge tauchen vier Spieler auf, die in der vergangenen Spielzeit noch für die eigene A-Juniorenmannschaft kickten. Idowu Taofeek ist für den Defensivbereich vorgesehen. Ganz weit vorne soll Kazeem Babatunde eingesetzt werden. Im Mittelfeld plant der Coach mit Stefan Savic und dem „Rotter Jung“ Nico Winkhold. Oliver Klär spielte in der vergangenen Saison noch für Landesligaaufsteiger Hertha Walheim. Außer Torwart kann der Allrounder alle Positionen besetzen, leider steht er aufgrund einer schweren Bänderverletzung aber erst in der Rückrunde zur Verfügung. Sein Bruder Alex spielte in der vergangenen Saison für den FC Roetgen. Er ist für einen defensiven Part vorgesehen.

Timo Lantin, der bisher für Klassenkonkurrent SV Breinig spielte, und Ersan Kocyigit, er spielte zuletzt für den Landesligisten Germania Lich-Steinstraß, sollen im vorderen Bereich eingesetzt werden.

„Das wird eine spannende Aufgabe, auf die ich mich aber freue“, blickt der Trainer der Integration der Neuzugänge recht optimistisch entgegen. Torwart Daniel Schell erscheint zwar nicht unter der Rubrik Neuzugänge, weil es ihn schon vor der vergangenen Saison vom Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven in die Nordeifel zog. Da er sich aber schon am vierten Spieltag eine schwere Kreuzbandverletzung zuzog, steht er nach seiner Genesung in der aktuellen Spielzeit zur Verfügung.

Fünf Abgänge

Fehlen werden zukünftig im Kader des Landesligisten Onur Alagöz, Sulayman Dawodu, Tobias Birk, Timo Wermeester und Mohamed Said. Onur Alagöz zog es zur U23 von Alemannia Aachen, Sulayman Dawodu wechselte zu Hertha Walheim. Tobias Birk trägt zukünftig das Trikot der Ortsnachbarn FC Roetgen, Timo Wermeester das von Arminia Eilendorf. Noch mit unbekanntem Ziel verließ Mohamed Said den SV.

In der Hinrunde steht Kilian Schlenter aufgrund seines Studiums nicht zur Verfügung, er ist im zweiten Saisonabschnitt aber wieder dabei.

Jürgen Lipka hält die Landesliga in dieser Saison noch für stärker besetzt als in der vergangenen. Absteiger Schwarz-Weiß Nierfeld und die Spielvereinigung Wesseling Urfeld, die in der vergangenen Spielzeit in der Landesliga, Staffel 1, spielte, sind seine Topfavoriten. Ganz oben sieht er auch den VfL Vichttal und den SV Breinig.

Da auch in dieser Saison vier Mannschaften absteigen, ist das primäre Ziel für den Rotter Trainer der Klassenerhalt. „Es wird so ähnlich sein wie in der vergangenen Saison. Die Mannschaften ab dem achten Tabellenplatz spielen lange Zeit gegen den Abstieg. Ich hoffe, dass wir uns frühzeitig den Klassenerhalt sichern und die Mannschaft in ihrer Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne macht“.

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