SV Rott möchte wieder in die Landesliga

Von: Kurt Kaiser
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Trainer Mirko Braun und Physiotherapeutin Katrin Heid (v. l.) vor dem „m3connect“-Cup-Endspiel mit dem Kader des SV Rott. Foto: Kurt Kaiser

Rott. „Ich bin davon überzeugt, dass wir einen sehr guten Trainer verpflichtet haben“, ist der sportliche Leiter des SV Rott, Andreas Schindler, schon nach den ersten Eindrücken vom neuen Trainer Mirko Braun begeistert.

„Ich hoffe, dass er uns sofort wieder in die Landesliga zurückbringt“, definierte Schindler auch schon das Saisonziel. Damit trifft er auch die Zielsetzung des neuen Coachs: „Es wird zwar ein hartes Jahr, aber ich hoffe, dass wir den Betriebsunfall sofort reparieren können“.

Allerdings war Mirko Braun mit der Vorbereitungszeit überhaupt nicht zufrieden. „Sie war ein Desaster, zeitweise waren siebzig Prozent der Mannschaft in Urlaub“, mosert er und blickt verärgert auf die Begegnung gegen Grün-Weiß Lichtenbusch im eigenen Turnier zurück. „Das hat mich schon deprimiert, da hat unser Co-Trainer Sven Vorburg im Sturm spielen müssen.“

Aus beruflichen Gründen wird Vorburg sich zu Beginn der Saison Richtung Bremen verabschieden. Stefan Straub, der frühere Torwart von Alemannia Aachen, der seit der Winterpause sporadisch beim SV Rott als Torwarttrainer beschäftigt ist, soll mehr in die Trainingsarbeit einbezogen werden und zukünftig als Co-Trainer fungieren.

Braun: „Bin Fußball-Verrückter“

Auch wenn Mirko Braun von den ersten Wochen nicht gerade begeistert ist, weiß er, dass er bei einem guten Verein angeheuert hat. „In Rott stimmt die Infrastruktur und auch alles andere ist hier okay.“ Von sich selbst sagt der Trainer, der unter anderem mit Hertha Walheim zweimal in die Mittelrheinliga aufstieg: „Ich bin ein Fußball-Verrückter.“ In der vorletzten Spielzeit übernahm er in der Winterpause den RFC Raeren und führte ihn von einem Abstiegsplatz auf Rang acht. Nach einem Jahr Pause hat er festgestellt: „Ich spüre, dass das Feuer bei mir wieder brennt.“ Braun muss es nun schnell gelingen, seine Motivation auf die Mannschaft zu übertragen.

Aus personeller Sicht gibt es einige Veränderungen im Kader der Rot-Weißen. Klaas Kurzke, der als Sechser, Achter oder Zehner eingesetzt werden kann, spielte in der Saison 2012/13 für die A-Junioren der Rotter. Vom Sportverein wechselte er in die Mittelrheinliga und spielte für die U23 von Alemannia Aachen und Viktoria Arnoldsweiler. Die beiden letzten Spielzeiten verbrachte er beim Oberligisten VfR Krefeld-Fischeln. „Das ist unser Königstransfer“, ist Mirko Braun von den Fähigkeiten des Mittelfeldspielers überzeugt.

Aus dem eigenen A-Juniorenkader wagen drei Spieler den Schritt in die Erste. Tanner Wilden kann im Defensivbereich eingesetzt werden. Das Betätigungsfeld von Yassine Ali Gnondi liegt im Mittelfeld. Julius Lammenett kann auch als A-Juniorenspieler eine Alternative für den Offensivbereich werden.

Ganz oben auf der Liste der Neuzugänge stand Exprofi Emil Miljkovic, der in der Landesligasaison 2012/13 dreißig Tore für die Rot-Weißen erzielte. Beim Turnier in Eicherscheid trug er schon das Trikot des Sportvereins, leistete sich aber einige Undiszipliniertheiten, die dem Trainer nicht passten. Unter der Woche trennte der SV Rott sich von Miljkovic. Da Oliver Klär verletzungsbedingt in den letzten beiden Spielzeiten kaum eingesetzt werden konnte, setzt Mirko Braun ihn inoffiziell auf die Liste der Neuzugänge. Mit Patrik Diehl, der zuletzt für den FC Roetgen spielte, und Philipp Ferebauer (eigene A-Junioren) verpflichteten die Rotter zwei neue Torhüter, denn Christian Schnorrenberg und Tobias Kuca verließen den Sportverein.

Planen kann der Rotter Coach auch nicht mehr mit Taofeek Idowu und Jonas Treu, die sich zum Landesligisten Hertha Walheim verabschiedeten. Hakan Arslan wechselte zum zukünftigen Ligakonkurrenten Arminia Eilendorf. Timo Lantin steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Da der Trainer in den meisten Testspielen personell improvisieren musste, sind diese kaum aussagekräftig. Beim Turnier in Eicherscheid landeten die Rot-Weißen gegen den TuS Lammersdorf den erwarteten Sieg, mussten sich gegen die SG Vossenack-Hürtgen mit einem Remis begnügen und kassierten im Endspiel gegen die gastgebende Germania eine 0:3-Niederlage.

Gegen Landesligist Alemannia Mariadorf gab es einen 5:2-Erfolg. Gegen die beiden A-Ligisten Burtscheider TV (2:1) und Grün Weiß Lichtenbusch (2:0) landete man auf der eigenen Sportwoche erwartete Siege. Im Endspiel um den „m3connect“-Cup gelang den Rot-Weißen ein 4:2-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten FC Roetgen. Im letzten Test landete der SV den standesgemäßen 6:1-Erfolg in der Kreispokalrunde bei Komet Steckenborn.

Saisonauftakt in Oidtweiler

Zum Saisonstart hat der SV Rott am Sonntag Termin bei Concordia Oidtweiler, einer Mannschaft, die die vergangene Saison auf dem fünften Tabellenplatz beendete. Mirko Braun hat sich bei seinem Co-Trainer Stefan Straub der den Gegner schon trainierte und mit ihm nach der Saison 2011/12 in die Bezirksliga aufstieg, über die Stärken und Schwächen informiert. „Das ist der Betzenberg der Bezirksliga“, schätzt der Rotter Coach die Heimstärke des Gegners.

„Wir wollen gewinnen, aber um die Punkte mitzubringen müssen wir schon Männerfußball spielen“, fordert der Coach Leidenschaft und Kampfbereitschaft ein.

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