SV Rott hat das Glück verlassen

Von: Kurt Kaiser
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Rott. Gerannt, gekämpft, gerackert, aber am Ende doch nicht für das riesige kämpferische Investment belohnt worden. Denn der SV Breinig drückte in allerletzter Sekunde eine Standardsituation über die Linie und entführte durch den 2:1-Erfolg am Mittwochabend recht glücklich die Punkte beim SV Rott.

Die Gäste waren schon frühzeitig, nach einem unkontrollierten Abwehrversuch der Rotter durch einen haltbaren Distanzschuss, in Führung gegangen. Kurz vor dem Seitenwechsel zog sich der Rotter Torwart, Fatih Berberoglu, eine schlimme Bänderverletzung zu. Für ihn musste Jan Winkhold zwischen die Pfosten, der auch im Hinspiel für den damals schwer verletzten Daniel Schell ran musste.

Viel Arbeit wartet in der Folgezeit auf den Rotter Keeper aber nicht mehr, denn die Rotter bestimmten in der zweiten Halbzeit ganz klar das Geschehen, gingen aber mit ihren Torgelegenheiten zu schlampig um. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, haben nur noch auf ein Tor gespielt, aber das leider nicht getroffen“, konnte Jürgen Lipka sich nur über einen von Avdo Iljazovic verwandelten Strafstoß freuen.

Zehn Minuten vor Spielschluss verletzte sich Mittelfeldspieler Kadir Dogan, der am Mittwochabend zu den Besten der Rotter zählte, noch so schwer, dass er nicht mehr weiter spielen konnte. Da die Rot-Weißen ihr Auswechselkontingent schon ausgeschöpft hatten, mussten sie in Unterzahl weiterspielen, präsentierten sich aber auch da als die bessere Mannschaft. Leider konnten sie sich aber nach der erneuten Führung der Breiniger nicht mehr wehren, denn ehe Jan Winkhold den Ball aus dem Tor geholt hatte, wurde das Spiel abgepfiffen.

„Das ist ganz bitter für die Mannschaft, die alles gegeben hat aber dafür nicht belohnt worden ist“, stellte auch ein total enttäuschter Jürgen Lipka fest, dass die Glücksgöttin am Mittwochabend Schwarz-Weiß und nicht Rot-Weiß trug.

Anstoß am Sonntag um 18 Uhr

Zur ungewohnten Anstoßzeit (am Sonntag um 18 Uhr) wartet auf den Sportverein eine ganz schwierige Aufgabe beim Tabellendritten SV Eilendorf. Der konnte am Mittwochabend seine Kräfte schonen, da die Begegnung bei Sportfreunde Düren nach einem Wasserrohrbruch am Dürener Sportgelände abgesagt wurde. „Da müssen wir uns noch mehr einbringen als gegen Breinig“, fordert Jürgen Lipka, der die Stärken des Gegners kennt, aber auch weiß, dass der Tabellendritte an heimischer Halfenstraße anfälliger ist als auswärts.

Die drei Niederlagen, die man bisher verkraften musste, kassierte man vor heimischer Kulisse. Im letzten Heimspiel musste man sich gegen Germania Burgwart mit einem für Eilendorfer Verhältnisse unpassenden Remis begnügen. „Vielleicht kommt das Glück auch noch mal zu uns zurück und wir können da auch etwas holen“, will der Rotter Trainer, um größere Abstiegssorgen zu vermeiden, nicht mit leeren Händen heimkehren.

Vor dem Spiel darf er dann wieder improvisieren, denn durch den wahrscheinlichen Ausfall von Kadir Dogan muss er die Defensive erneut umbauen.

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