SV Nordeifel: Halbes Dutzend für die Zukunft des Jugendfußballs

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Der Vorstand des neu gegründeten Jugendvereins „SV Nordeifel e.V.“ mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (links) als Gratulant und sechs von 161 Jungkickern, die schon einmal stolz die neuen Trikots und Trainingsjacken präsentieren. Foto: Hoffmann

Nordeifel/Rurberg. Unter dem Motto „Gemeinsamkeit macht stark“ wird zu Beginn der Saison 2013/14 der neue Jugendfußballverein „SV Nordeifel e.V.“ mit derzeit 161 Jungkickern den Spielbetrieb aufnehmen. Stand heute wird der jüngste Sportverein der Region mit mindestens elf Jugendmannschaften von den Bambini bis zur B- oder A-Jugend starten.

Alle Beteiligten, die am Sonntagnachmittag den Weg in den Antoniushof in Rurberg gefunden hatten, waren sich einig, dass man mit dem Zusammenschluss aller Jugendmannschaften aus sechs Clubs und der Bildung eines neuen Vereins den richtigen Schritt in Richtung Zukunft getan habe.

Den Aachenern Paroli bieten

Mit der Vereinsgründung und der damit verbundenen Bündelung der Spieler will man auch, so der Vorsitzende Achim Wagemann (Kesternich), unter besten Trainingsbedingungen und mit den besten Trainern wettbewerbsfähige Mannschaften bilden, die den Aachener Teams Paroli bieten können. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der aus seiner aktiven Zeit beim SV Roland Rollesbroich noch über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, merkte in seinen Grußworten an: „Sie haben mit der Gründung die richtige Entscheidung getroffen. Zudem war es an der Zeit, die Kräfte zu bündeln, und mit aller Vorsicht darf man in dem Zusammenhang vielleicht auch von einer historischen Entscheidung sprechen.“ Hermanns mahnte aber auch an, den fußballschwächeren Kindern eine Chance zu geben.

Im gut gefüllten Antoniushof, wo sich zur Vereinspräsentation gut 150 Eltern und Kinder eingefunden hatten, führte Bernd Gülpen durch die Veranstaltung und stellte zunächst den Verein vor. Dieser besteht aus den Jugendmannschaften der Vereine Roland Rollesbroich, Hertha Strauch, SC Komet Steckenborn, SV Rurberg, SV Einruhr/Erkensruhr und dem TSV Kesternich.

Danach stellten sich die einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Achim Wagemann aus Kesternich fungiert als 1. Vorsitzender und wird von Horst Voßen als sportlicher Leiter sowie Sascha Stiel aus Steckenborn als Geschäftsführer unterstützt. Als 2. Geschäftsführer stellte sich Josef Dolfen aus Einruhr vor, dem sich Helga Rönning aus Rollesbroich (Kassiererin) anschloss. Die Kesternicher Lars Jacobs und Sascha Kau komplettieren mit Edgar Nießen aus Strauch als Beisitzer das Vorstandsgremium.

Vorsitzender Achim Wagemann nannte noch einmal die Gründe, die zur Vereinsgründung geführt hätten. Da Spielgemeinschaften maximal aus drei Vereinen bestehen dürfen, aber aufgrund des demografischen Wandels die Bildung von Jugendteams nur aus vier bis fünf Dörfern (Vereinen) möglich gewesen wäre, habe man sich entschlossen, aus den Jugendabteilungen von derzeit sechs Vereinen einen neuen Jugendverein ins Leben zu rufen.

Von weiteren Vereinen sei momentan kein Interesse bekundet worden, dem neuen Verein beizutreten. Hansa Simmerath und der TuS Lammersdorf wollen vorerst ihre eigenen Mannschaften ins Rennen schicken bzw. kooperieren teilweise bereits als Spielgemeinschaft, Germania Eicherscheid pflegt seit Jahren und mittlerweile im kompletten Jugendbereich eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem TV Konzen.

Die Mitgliedschaft der zukünftigen SVN-Kinder in ihrem „Ur-Verein“ bleibe zudem erhalten, erläuterte Wagemann; allerdings würden sie dort von der Zahlung der Beiträge freigestellt. Diese sind dann an den SV Nordeifel zu entrichten und betragen für aktive Mitglieder unter elf Jahren im Jahr 60 Euro (inaktive Mitglieder 40 Euro). Der Beitrag für aktive Mitglieder ab 11 Jahren wurde mit 96 Euro beziffert, wobei ab dem dritten aktiven Familienmitglied Beitragsfreiheit eingeräumt wird.

Die individuelle Förderung, Kooperationen mit Schulen, Aus- und Weiterbildung der Trainer und auch die Schiedsrichterausbildung hat sich der neue Verein zum Ziel gesetzt. Zum Sommer steht beispielsweise die Förderung der Trainer in Strauch mit der Ausbildung zur C-Lizenz an.

Zwei Turniere im Jahr

Achim Wagemann führte zum Spiel- und Trainingsbetrieb weiter aus: „Wir werden mit hochwertigen Trainingsmaterialien auf den uns zur Verfügung stehenden gepflegten Sportanlagen trainieren.“ Im Winter geht es dann natürlich zum Training in die Halle, wo auch jährlich mindestens zwei Turniere stattfinden. Für den Sommer ist dann gleichfalls ein Turnier auf dem Rasen geplant. „Wobei wir auch hier“, so Achim Wagemann, „über die bestens ausgestatteten Vereinsheime nach Bedarf verfügen können.“

Am Ende der Veranstaltung rotierte dann zur Freude der Jungkicker die Lostrommel, aus der zahlreiche Gewinne gezogen wurden.

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