Kalterherberg - SV Kalterherberg: „Jugend forscht” beim Herbstmeister

SV Kalterherberg: „Jugend forscht” beim Herbstmeister

Von: Alfred Mertens
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Mit dem Minimalziel, den 8. Tabellenplatz zu erreichen, würde der SV Kalterherberg (Bild) auch in der Spielzeit 2013/2014 den Verbleib in der Kreisliga B, Gruppe 4 sichern. Foto: Alfred Mertens

Kalterherberg. Mit 36 Punkten führte der SV Kalterherberg die Tabelle der Kreisliga B, Gruppe 4 nach der Hinserie der Spielzeit 2011/12 an und konnte mit einem Punkt Vorsprung vor Hertha Walheim III die Herbstmeisterschaft feiern.

Auf Tuchfühlung zu den beiden erstplatzierten Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt noch Borussia Brand II, der spätere Meister TuS Mützenich und die DJK Rasensport Brand.

Warum es nach der Winterpause mit dem sportlichen Höhenflug des SVK nicht so weiterging, erklärt Coach Reimund Scheffen (54): „Wir sind nach der Pause leider nicht so aus den Startlöchern gekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten und mussten das Handicap in Kauf nehmen, dass die Trainingsbedingungen auf unserem Gelände stark eingeschränkt waren und zum anderen einige Stammkräfte aus unserem Kader verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen.”

Auch Scheffens Gesamtbilanz fällt zweigeteilt aus: „Betrachtet man die Heim- und die Auswärtstabellen der zurückliegenden Spielzeit, sieht man, dass wir zu Hause eine Macht darstellten und hier den vorderen Platz belegen konnten. Auswärts blieben wir doch einiges schuldig, wie der 10. Platz belegt. Mit den Aschen- und Kunstrasenplätzen in der Ferne sind wir einfach nicht zurechtgekommen”, hofft Scheffens, dass seine Mannschaft in der neuen Saison diese Auswärtsschwäche ablegt. Mit dem fünften Tabellenplatz im Endklassement einer in der oberen Hälfte sehr ausgeglichenen B-Liga war man beim SVK letztlich dennoch zufrieden. „Im Grunde konnte jeder den anderen an einem guten Tag schlagen”, betonte der Trainer des SVK, der sich auch in der neuen Saison der Unterstützung von Fußball-Obmann Jürgen Peters und Betreuer Hubert Lennartz sicher sein kann.

In der Rubrik „Neuzugänge” verstärkte sich der SV Kalterherberg ausschließlich mit Akteuren aus der eigenen A-Junioren-Spielgemeinschaft Kalterherberg/Höfen/Rohren. Andreas Frantzen, Peter Hermanns, Max Köstner, Jan Ungermann und Sascha Zernikow sollen langsam an den Kader der ersten Mannschaft herangeführt werden. „Unser Team, in dessen Reihen fast ausschließlich Akteure im Alter zwischen 18 und 22 Jahren stehen, wurde durch die neuen Spieler nochmals verjüngt. Keeper René Lambertz ist mit seinen 30 Jahren schon fast ein Oldie in der Mannschaft”, so der Trainer, der auch weiterhin die reizvolle Aufgabe hat, die Jugendlichen in den Kader zu integrieren.

Nicolas Lunz verlässt den Verein in Richtung Spielgemeinschaft Monschau/Imgenbroich und ist somit der einzige Abgang.

Seit 16. Juli bittet der Coach zu drei wöchentlichen Übungseinheiten plus Testspiel, wobei ihm urlaubsbedingt in der gesamten Vorbereitungsphase nicht der komplette zur Verfügung steht. Zu Beginn der Vorbereitung wurde ausschließlich im Ausdauerbereich gearbeitet. Auf die Festigung der Viererkette, das Spiel ohne Ball, das gepflegte Passspiel und das Einstudieren von Standardsituationen werden die weiteren Trainingseinheiten bis zum Saisonstart am 26. August aufgebaut sein.

Im Rahmen der Sportwoche des SV Schöneseiffen erlitt der SV Kalterherberg Niederlagen gegen den SV Nierfeld II (1:5) und die SG Oleftal (0:2). Ein Testspiel gegen die vom ehemaligen Kalterherberger Trainer Klaus Rader betreute Mannschaft des FC Rocherath endete 2:6. In weiteren Vorbereitungsspielen gegen die DJK Dreiborn (10. August, 19.30 Uhr) und bei Bergwacht Rohren (19. August, 15.00 Uhr) hofft Trainer Reimund Scheffen weitere wichtige Erkenntnisse bezüglich der Stammformation für den Meisterschaftsauftakt sammeln zu können.

Der SV Kalterherberg möchte das Minimalziel des 8. Tabellenplatzes, der zum weiteren Verbleib in der Kreisliga B berechtigt, erreichen. „Mir steht ein sehr großer Kader zur Verfügung, zumal eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb nicht gemeldet wurde. Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben und die beruflichen und schulischen Pflichten der Spieler in Einklang mit den Pflichtspielen zu bringen sind, ist sicherlich auch noch eine bessere Platzierung möglich”, glaubt Reimund Scheffen.

Die Spielklasse mit den Aachener und Eifeler Teams hat sich für den SVK nicht wesentlich verändert. Skeptisch ist der Trainer, ob die Rückrunde wie geplant bereits am 17. Februar 2013 wird beginnen können: „Die Bedingungen in der Eifel dürften dann noch nicht sonderlich gut sein”, fürchtet Scheffen hier möglicherweise einen Wettbewerbsnachteil für die Eifeler Vereine mit Rasenplatz.

Entzerren soll diese prekäre Situation der im Oktober beabsichtigte Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem derzeit vorhandenen Kleinspielfeld neben dem neuen Sportplatz des SVK. „Vornehmlich sollen zwar die Junioren-Teams den Kunstrasen für den Trainings- und Spielbetrieb nutzen, dieser soll aber auch für die erste Mannschaft zur Verfügung stehen. Allen, die durch eine finanzielle Spritze das Projekt unterstützt haben, kann ich nur danken”, hofft Scheffen, dass auch noch „die letzten fehlenden 10.000 Euro aufgebracht werden können”.

Als „recht anspruchsvoll” bezeichnet Scheffen das Auftaktprogramm des SVK gegen den Burtscheider TV (H), Borussia Brand II (H), Rasensport Brand (A), Hertha Walheim III (H) und Inde Hahn II (A). „Gegen diese starken Teams ist meine Mannschaft sofort gefordert, und wir wissen bereits frühzeitig, wo unsere Reise in der neuen Spielzeit hingehen wird".

Bei der Vergabe der Meisterschaft schätzt der Coach den TSV Hertha Walheim III („Die muss man immer auf der Rechnung haben”), Borussia Brand II („Der Kader konnte gehalten werden”), den Burtscheider TV („eine dynamische, systemstarke Truppe”), Hertha Strauch („in der letzten Saison bereits enorm stark”) und Blau-Weiß Aachen-Burtscheid („haben sich in der letzten Spielzeit unter Wert verkauft”) hoch ein.

Das Aufgebot des SV Kalterherberg für die Spielzeit 2012/2013:

Tor: Peter Hermanns, René Lambertz, Torben Wilden.

Abwehr: Sebastian Bodden, Henning Claßen, Alexander Kaulartz, Max Köstner, Andreas und Bastian Lambertz, Alexander Mertens, Alexander und Jan Ungermann,

Mittelfeld und Angriff: Philipp Breuer, Andreas Frantzen, Lutz Goffart, Martin Imhoff, Axel Kreutz, Christoph und Michael Lambertz, Marcel Lennartz, Julian Mathar, Stefan Paulus, Eike Prümmer, Christian Ruge, Patrick und Philipp Scheffen, Johannes Schmidt, Michael Theißen, Christoph Wollgarten und Sascha Zernikow.

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