Vogelsang - Suche nach dem persönlichen Eifelschatz

Suche nach dem persönlichen Eifelschatz

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Jeder hat seinen persönlichen Eifelschatz. Das wurde bereits deutlich, als Politiker aus der Region ihr „Best of” präsentierten. Foto: vogelsang ip

Vogelsang. Alle Eifelfreunde haben am 21. Juni im Forum Vogelsang die Chance, bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Eifelschätze” des Eifelmuseen e.V. ihren persönlichen Eifelschatz auszustellen. Zuvor bereiteten die Gesellschafter der vogelsang ip der Ausstellung einen großen Bahnhof.

Den Auftakt machte Landrat Günter Rosenke mit seinem Eifelschatz, einem hundert Jahre alten Hufeisen: „Mit dem Pferd auf ausgewiesenen Wegen durch den Nationalpark reiten, das ist Glück, Erholung und eröffnet völlig neue Blickwinkel.”

Von der Ausstellung erhofft sich Rosenke einen Gewinn für Vogelsang und die Eifelmuseen: „Beides sind grenzüberschreitende Projekte, die noch bekannter werden sollen.”

Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, brachte seinen 80 Kilo schweren Eifelschatz als historisches Foto mit: „Unser Eupener Nagelwappen, mit dessen Hilfe im ersten Weltkrieg Spenden für Eupener Familien in Not gesammelt wurden, ist ein Stück gemeinsame Grenzgeschichte. Diese kann ich in Vogelsang besonders gut zeigen.”

Demokratie und Toleranz

Der Aufsichtsratsvorsitzende der vogelsang ip, Manfred Poth, zeigte den gelben Miniatur-Fokus Vogelsangs: „Ich bin zu meinem Eifelschatz Vogelsang gekommen, zum neuen Leuchtturm über die Region hinaus, dem Zentrum für die Eifel und den Nationalpark.” Dieser Schatz habe 60 Jahre lang im Verborgenen gelegen, und es gelte nun, ihn langsam als Ort der Weltoffenheit, der Demokratie, der Toleranz und der Jugend zu heben.

Einen ganz „unprosaischen” Eifelschatz brachte der stellvertretende Vorsitzende der Eifelmuseen e.V., Ralph Mennicken, mit: „Auf meinem Memorystick befinden sich alle 55 Ausstellungstafeln mit 55 herausragenden Objekten aus 55 Museen und musealen Einrichtungen der Eifel sowie den dazugehörigen prominenten Paten wie Heino oder Wolfgang Niedecken.”

Die Ausstellung in Gerolstein im Mai habe über 5000 Gäste angelockt. „Dass die Fotoausstellung mit Aufnahmen des Ostbelgischen Fotografen Christian Charlier als erstes in Vogelsang Station macht, war eine bewusste Entscheidung für einen auch unserer Meinung nach großen Eifelschatz.”

Große Dimensionen eröffnete die LVR-Dezernentin für Kultur und Umwelt, Milena Karabaic. Sie bezog sich auf eines ihrer privaten Hobbys: „Mein Eifelschatz ist rund 350 Millionen Jahre alt. Die von mir in der Eifel gefundenen Fossilien zeigen, dass hier alle Elemente zusammenkommen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - wie in Vogelsang.”

Historische Grubenlampe

Auch der stellvertretende Landrat des Kreises Aachen, Hans Körfer, fühlte sich dem Erdreich besonders verbunden: „Mir liegt als gebürtiger Alsdorfer unsere Bergbauvergangenheit besonders am Herzen. Da in der Eifel im Belgenbachtal mit einem Gedenkkreuz des Eifelvereins an das Alsdorfer Grubenunglück im Jahre 1930 erinnert wird, ist dies mein Eifelschatz.” Viele Eifeler hätten in der Grube gearbeitet.

Die Eifeler „Grube Wohlfahrt” bei Rescheid war für den stellvertretenden Schleidener Bürgermeister Hubert Linscheid Anlass, daran zu erinnern, dass ohne persönliches und ehrenamtliches Engagement vieles nicht zustande käme: „Auch viele Angebote in Vogelsang, beispielsweise die Wiederinbetriebnahme des Schwimmbades, wären ohne dieses nicht denkbar. Aus Respekt davor habe ich als Symbol eine historische Grubenlampe mitgebracht.”

Anschließend ließen sich alle mit ihrem Eifelschatz ablichten - als Einladung für die Aktion „Mein Eifelschatz” am Sonntag, 21. Juni, wenn die Bürgerinnen und Bürger der Region von 11 bis 15 Uhr eingeladen sind, ihren Eifelschatz mitzubringen und sich mit diesem ablichten zu lassen. Die Fotos inklusive einer kurzen Erklärung werden als Teil der Ausstellung präsentiert.

Albert Moritz, Geschäftsführer der vogelsang ip will mit der Fotoaktion die Besucherinnen und Besucher aktiv in die Ausstellung „Eifelschätze” einbinden: Ist die Aktion erfolgreich, soll sie wiederholt werden. Moritz ließ sich mit einer Flasche klaren Wassers ablichten: „Ich bin zur Rurtalsperre hinab gestiegen und habe eine Flasche meines Eifelschatzes abgefüllt. Wasser bedeutet Leben und verbindet die Eifel-Ardennen Region.”

Die Fotoausstellung im Forum Vogelsang ist bis 31. Dezember täglich zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen. An dem Gewinnspiel „Ein Stück Eifel bewahren !” kann noch bis zum 22. Juni teilgenommen werden - ein Grund mehr, am 21. Juni mit dem persönlichen Eifelschatz nach Vogelsang zu kommen. Die Ausstellung wird von der Staatskanzlei NRW, dem LVR und der Deutschen Gemeinschaft Belgiens gefördert.
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