Konzen - Streuobstwiese statt Friedhofserweiterung

Streuobstwiese statt Friedhofserweiterung

Von: rpa
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Stefan Pauls (links) wurde bei
Stefan Pauls (links) wurde bei der Arbeit eifrig von den Kindern unterstützt. Rechts Silke Bongard, Leiterin des Familienzentrums, daneben Ortsvorsteher Matthias Steffens.

Konzen. In drei bis vier Jahren können die Kinder die ersten Äpfel ernten. Auf den Wiesen neben dem Friedhof in Konzen (ursprünglich als Erweiterungsfläche für den Friedhof angelegt) wird nach und nach eine Streuobstwiese angelegt. Das ist auch ein Projekt im Rahmen von „Unser Dorf hat Zukunft”.

In diesen Tagen hat Gartenbauer Stefan Pauls die beiden ersten Apfelbäume gepflanzt. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von den größeren Kindern aus dem Familienzentrum Konzen. Dabei wurde die Pflanzaktion zum Naturkunde-Unterricht, draußen auf der Wiese. Die Jungen und Mädchen konnten dabei sehen und lernen, wie ein Baum richtig gepflanzt wird, wie er gegen Fraß von Wühlmäusen und Kaninchen geschützt wird, wie die Wurzeln für ein besseres Wachstum zurecht geschnitten werden.

Im Pflanzloch entdeckten die Kinder Regenwürmer, das seien die „Baumeister”, die das Erdreich auflockerten, erzählte Stefan Pauls den Kindern, die noch viele Fragen hatten. Um auch bei Sturm fest zu stehen, wurden die Bäume an starke Pfähle angebunden, denn es braucht doch einige Jahre, bis die Bäume starke und tiefe Wurzeln getrieben haben.

Die Kinder des Familienzentrum haben die Patenschaft über die beiden Apfelbäume übernommen, demnächst soll auch ein Schild angebracht werden, auf dem dann die Patenschaft öffentlich wird. Spontan waren die Kinder bereit, die frisch gepflanzten Bäume immer wieder mal zu wässern.

Am Tag nach Christi Himmelfahrt wurde ein weiterer Apfelbaum gepflanzt, die Grundschule wird für ihn die Patenschaft übernehmen. Insgesamt sollen etwa acht Obstbäume angepflanzt werden, die auf der neuen Obstwiese reichlich Platz haben, um groß und stark zu werden.

Angepflanzt wurden Bäume, die später eine alte Apfelsorte tragen: „Schöner von Miltenberg”. Das ist ein Tafelapfel mit weißem Fruchtfleisch, das leicht gewürzt schmeckt. Die mittelgroßen bis großen Äpfel sind gelb bis rot. Der „Schöner von Miltenberg” ist noch für mittlere Höhenlagen geeignet. Der Baum bildet eine hochrunde Krone, er ist gegen Krankheiten und Schädlinge besonders widerstandsfähig. Eine weitere Streuobstwiesen soll im Laufe der Zeit oben auf der Hohe unterhalb des neuen Eifelblicks angelegt werden.

Die Bewertungskommission für „Unser Dorf hat Zukunft” im Landeswettbewerb kommt am Dienstag, 24. Juni, nach Konzen. Sie wird von 15 bis 17 Uhr den Ort an ausgewählten Stationen besichtigen.

Eine Arbeitsgruppe ist derzeit dabei, den Besuch eingehend vorzubereiten.
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