Konzen - „Stress im Champus-Express“: Räuberduo strapaziert die Lachmuskeln

„Stress im Champus-Express“: Räuberduo strapaziert die Lachmuskeln

Von: Alfred Mertens
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Schauplatz der Komödie „Stress im Champus-Express“ war bei zwei Aufführungen des Theatervereins am vergangenen Wochenende das Konzener Musik- und Kulturzentrum; die 13 Akteure (Bild) auf der Bühne meisterten ihre Rollen mit Bravour. Foto: Alfred Mertens

Konzen. Arg strapaziert wurden die Lachmuskeln der Besucher, die im Musik- und Kulturzentrum in Konzen die erste von vier Aufführungen des Theatervereins Concordia verfolgten. Die 100-minütige Komödie „Stress im Champus-Express“ von Bernd Spehling entwickelte sich zu einem Spießrutenlauf für ein Räuberduo, das bei ihrem spektakulären Überfall auf das Bordbistro des Champus-Expresses auf dem Weg nach Wien mit allerlei Tücken zu kämpfen hatte.

Spielleiter Marco Völl hatte schon kurz nach den Sommerferien alle Akteure des anstehenden Herbststückes auf den Plan gerufen, um sich in intensiven Proben auf die Komödie in drei Akten vorzubereiten.

„Trotz der Anstrengungen waren wir immer noch zu Späßen aufgelegt. Gut drei Wochen vor der ersten Aufführung übten wir jeden Akt einzeln, um dann im weiteren Verlauf alle drei Akte durchgehend einzustudieren. Durch Beruf, Studium und Krankheit verschiedener Akteure war es leider nicht immer möglich, dass wir vollzählig proben konnten“, zeigte sich Marco Völl mit dem Ablauf vor der Premiere am vergangenen Freitag (eine weitere Aufführung folgte am Samstag) dennoch sehr zufrieden.

Drei neue Gesichter

An drei neue Gesichter mussten sich die Besucher des schon zur Tradition gewordenen Herbststückes des Konzener Theatervereins gewöhnen. Mit einigem Lampenfieber kämpften zu Beginn des Stückes Christian Huppertz, Stephan Barth und Randi Ewert. Diese bestanden aber letztlich ihre Feuertaufe mit Bravour. „Ich bin immer froh, wenn sich zu den bekannten Akteuren weitere Mitglieder unseres Vereins gesellen, um eine Rolle auf der Bühne zu übernehmen“, betonte Völl, der beim Herbststück auf insgesamt 13 Darsteller im Alter zwischen 22 und 80 Jahren zurückgreifen konnte.

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Wo sonst bei Theaterstücken feste Elemente das Bühnenbild im Musik- und Kulturzentrum prägen, standen diesmal die Bühnenbauer Rudolf Huppertz, Manfred Jansen, Sabine Skoupy, Tom Karst, Werner Läufer und Dieter Völl vor der anspruchsvollen Aufgabe, eine spezielle Konstruktion zu fertigen. „Ohne die Unterstützung der vielen Helfer vor und hinter der Bühne wäre eine Aufführung überhaupt nicht möglich gewesen. Deshalb gilt mein ausdrücklicher Dank denjenigen, die wirklich tolle Arbeit geleistet haben“, sagte Völl. Durch die Geräuschkulisse im Musik- und Kulturzentrum konnte sich jeder Besucher gut vorstellen, sich auf einem Bahnhofsgelände zu befinden. Nur einige wenige Plätze waren nicht besetzt, als die erste Aufführung am Freitag die Besucher schnell in ihren Bann zog.

Das Publikum begleitet das Räuberduo Rudolf (Markus Offele) und Kati (Christina Völl) bei ihrem spektakulären Überfall auf das Bordbistro im Champus-Express, einer privatisierten Zuglinie mit gut situierten Fahrgästen, die auf der Fahrt nach Wien mit exklusivem Champus-Angebot verwöhnt werden. Die Umsetzung des Überfalls wirkt dabei für das Räuberduo ebenso genial wie einfach: Das Bordbistro wird überfallen, die prall gefüllte Kasse an sich genommen und der einzige Zwischenhalt vor Wien zum Verschwinden genutzt.

Allerdings machen die Tücken einer Bahn-Privatisierung und auch die Polizei (Randi Ewert und Stephan Barth) vor den beiden Räubern nicht Halt. Wegen einer Störung im Betriebsablauf fällt der Zwischenhalt zum Verschwinden jedoch aus. Für das Publikum stellt sich immer wieder die Frage, welche Begebenheiten sich als lustiger erweisen – das immer wieder neue Improvisationstheater des Räuberpärchens, das ständige Versteckspiel mit der Beute oder das zur Privatisierung verdammte Bahnpersonal (Ramona und Marlies Huppertz, Gertrud Werker-Nießen und Stefan Herbst)?

In weiteren Rollen standen Renate Preiss (Prof. Dr. Petra Piepenbrink), Marco Völl (Radsportler), Marliese Pass (Lieselotte), Christian Huppertz (Der kleine Harvey) und Markus Förster (Steffen Fettenläufer) auf der Bühne. Außerdem trugen Marianne Huppertz (Souffleuse), Andrea Werker (Requisite/Kostüme), Eva Damoiseaux (Maske), Stephanie Krings (Frisuren), Patrick und Phillip Werker, Nikolai Huppertz, Tim Gillessen, Markus Förster und Stefan Herbst (Technik) sowie Sandra Förster (Werbegestaltung) zum Gelingen des Herbststückes bei.

Der Konzener Theaterverein präsentiert das Herbststück „Stress im Champus-Express“ erneut am 8. und 9. November, jeweils um 19.30 Uhr im Musik- und Kulturzentrum an der Konrad-Adenauer-Straße.

Tickets sind zu den Ladenöffnungszeiten im Keiler-Store (Fachmarkt für Arbeitsschutz und Berufskleidung), Am Handwerkerzentrum 10a in Imgenbroich, im Internet unter www.theaterverein-konzen.de oder – soweit noch verfügbar – an der Abendkasse ab 18.30 Uhr erhältlich.

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