„Streetfood-Festival“: Frische Heuschrecken oder scharfer Burger?

Von: P. St.
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Das Duo Silke und Alex Mohnfeld ist beim 1. Eifeler Street Food-Festival in Roetgen für die musikalischen Zutaten zuständig. Sie bieten Country- und Schlagermusik.
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Mehlwürmer, Heuschrecken oder Grillen gefällig? Insektenkoch Frank Ochmann bedient den besonderen Geschmack.
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Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss (li.) und Veranstalter Manfred Beaumart sehen mit Spannung und Vorfreude dem Street Food-Festival in Roetgen vom 5. bis 7. Mai entgegen. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Während im thailändischen Bangkok gerade eine heiße Diskussion darüber geführt wird, ob die traditionellen Garküchen aus dem Straßenbild entfernt werden sollen, ist das Thema „Street Food“ in Deutschland fett im Trend. Seit zwei Jahren sind sogenannte „Street Food- Festivals“ mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Europa, Afrika, Südostasien, Südamerika und dem Orient angesagt.

Die kulinarische Welt an einem Ort wird auch bald in Roetgen aufschlagen. Vom 5. bis 7. Mai wird der Bereich zwischen Grundschule und Wervicq-Platz zu einer Meile der Köstlichkeiten.

Ob scharfe Burger aus Mexiko, Lachsdöner, Spare-Ribs, Churros, Kartoffel-Twister oder Weißwurst: Der Besucher hat unter knapp 30 Angeboten die Qual der Wahl. Und auch kulinarische Exoten kommen auf Ihre Kosten: Der Insektenkoch bietet frische Heuschrecken oder knackige Mehlwürmer an, und auch der Veganer muss nicht darben, ebenso wenig die Anhänger des süßen Geschmacks: Brownies und Ein-Meter-Crepes machen das Angebot der Foodtrucks rund.

Aachener Bier („Lennet“) fehlt auch nicht, und wer sich beim Essen gerne unterhalten lässt, der ist auch in Roetgen richtig, denn beim Street Food-Festival wird an drei Tagen Live-Musik geboten.

Erstmalig versucht die neue Geschäftsidee in der Eifel auf fruchtbaren Boden zu fallen. Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss und Veranstalter Manfred Beaumart aus Aachen gaben bei der Vorstellung des dreitägigen Events bereits einen Vorgeschmack auf den kulinarischen Markt.

„Was in anderen Metropolen längst zum Stadtbild zählt, entwickelt sich in Deutschland gerade erst“, sagt Beaumart. Seit zwei Jahren aber hat sich auch in Deutschland der aus den USA kommende Trend verfestigt, kleine und stets frisch zubereitete Portionen anzubieten. Dabei stehe nicht die Masse sondern Qualität und Frische im Vordergrund. Mit Veranstaltungen in Aachen, Herzogenrath, Eschweiler und Jülich hat der 60-Jährige bereits gute Erfahrungen gesammelt.

Bereits zum 17. Mal fährt Beaumart, der als selbstständiger Geschäftsmann in vielen Branchen Erfahrung sammelte, seinen Markt auf, und zwei Drittel der Betreiber gehören inzwischen zur Stammbelegschaft. Er schwört auf die besondere Atmosphäre des Marktes, die durch die internationale Küche vorgegeben ist. Auch der Roetgener Bürgermeister sieht dem Festival interessiert entgegen: „Es kann schon spannend sein, einmal zum Insektenkoch zu gehen.“

Buntes Musikprogramm

Vielfältig wie das kulinarische Angebot ist auch das Musik-Programm an den drei Tagen, denn für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Es gibt satte Rockmusik, ewig jungen Schlager und vollmundigen Country. Für die Abteilung Country ist am Freitag 5. Mai, von 18 bis 21 Uhr (zu Beginn des Konzertes gibt es auch eine kleine offizielle Eröffnung) das Duo „Poppyfield“ zuständig. Das Duo Silke und Alex Mohnfeld, das sämtliche Erwartungen an Country-Musik bedient, bezeichnet sich als Country-Europameister 2013 und verspricht ein Repertoire mit großer Bandbreite.

Etwas lauter dürfte es beim Street Food-Festival am Samstag, 6. Mai, werden, wenn die Coverband „Lostinmusicx-Live“ von 18 bis 21 Uhr loslegt. Die dreiköpfige Besetzung rockt durch 30 Jahre Musikgeschichte von den Stones bis zu Metallica.

Sanftere Töne dürften zum Ausklang erneut Silke und Alex Mohnfeld bieten. Diesmal werden aus den Country-Darstellern Schlagersänger, die von 16 bis 19 Uhr Schlager, Oldies und aktuelle Top-Songs zum Besten geben. Der Eintritt zum Street Food-Festival ist an allen Tagen frei.

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