Street-Food-Festival in Roetgen: Schnelle Nahrung auf hohem Niveau

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Matteo lässt sich einen Gemüseburger und Süßkartoffelpommes schmecken. Foto: K. I. Franke

Roetgen. Fast Food muss nicht immer einen faden Beigeschmack haben. Die „Schnelle Nahrung“ kann durchaus auf hohem kulinarischen Niveau stehen, wie am Wochenende beim ersten dreitätigen Roetgener Street-Food-Festival am Rathaus bewiesen wurde.

Das Angebot war verlockend. Knapp 100 Neugierige strömten bereits vor der offiziellen Eröffnung am Freitag um 18 Uhr zu den 25 Food-Trucks und Garküchen, die Essen aus der ganzen Welt anboten. Neben asiatischen Nudeln, Pulled-Pork-Menüs, Burgern, Frozen Joghurts, Churros, Corn Dogs und Flammkuchen konnten die Gäste auch neuartige Gerichte wie Lachsdöner und Veggieburger für sich entdecken.

Schlange beim Insektenkoch

Besonders lang war die Schlange vor dem Stand des „Insektenkochs“ Frank Ochmann aus Berlin. Seine Spezialität sind Heuschrecken, Mehlwürmer, Schwarzkäferlarven und Mittelmeergrillen verfeinert mit Chili, Knoblauch, Meersalz, Limettensaft, Ingwer und Kräuterölen.

„Man muss einfach nur mal mutig sein. Ich biete hier etwas sehr Gesundes an. Kein Fett, keine Kohlenhydrate, faire Zuchtbedingungen und sehr viel Eiweiß. Gesünder und nachhaltiger geht es nicht“, so Ochmann. Auch Patrick und Sandra aus Lammersdorf wollten mutig sein und bestellen einen gemischten Teller Insekten. Beide waren sich schnell einig, dass es „sehr gut schmeckt, eigentlich wie Fleisch“.

Auch an den weiteren Ständen mundete es den Besuchern. Ralf aus Roetgen hatte sogar einen Essensplan für den Abend entwickelt: „Ich hatte Süßkartoffelpommes, die waren lecker. Jetzt probiere ich noch einen Burger und dann natürlich auch die Käfer.“ Sein Freund Hubert aus Mützenich zeigte sich begeistert über das Festival: „Endlich mal was Neues und Vernünftiges. Willkommen im 21. Jahrhundert!“

Der zehnjährige Matteo, der mit seinen Eltern und seinem Bruder zur Futtermeile gekommen war, freute sich über den veganen Food-Truck: „Ich vertrage leider viele Inhaltsstoffe nicht. Hier konnte ich einen Gemüseburger und Süßkartoffelpommes mit Erdnusssoße ohne Probleme essen.“ Bürgermeister Jorma Klauss erfreuten die zahlreichen Besucher: „Auf dem Plakat steht bewusst: das erste Street Food-Festival. Gerne machen wir daraus ein zweites, drittes und zehntes.“

Klauss wollte den Bürgern einmal etwas Neues anbieten: „In anderen Städten gibt es sowas schon lange. Durch einen Kontakt zum Organisator konnten wir das schnell ermöglichen.“ Bereits seit zwei Jahren organisiert der ehemalige Aachener Gastronom Manfred Beaumart die Festivals. Nachdem er immer wieder Berichte im Fernsehen sah, bekam er Lust, selbst einmal ein solches Spektakel zu organisieren.

Seine Idee begeisterte die Menschen in der Region: „Ich habe in Aachen auf dem Bendplatz angefangen. Jetzt mache ich allein dieses Jahr 14 Städte und fahre bis nach Remagen. Eintritt nehme ich nicht mehr – da bin ich der erste in Deutschland.“ Für die Musik sorgten übrigens die Country-Europamister „Poppyfield“ und die Rockband „lostinmusicx“.

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