Straucher feiern Kirmes und Pfarrfest: Der Hahn fällt mit dem 104. Schlag

Von: Max Stollenwerk
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Er hält nun das Zepter in der Hand: Der neue Straucher Hahnenkönig Dominik Puhl. Zuvor war Marschieren im Rhythmus angesagt (kleines Bild): Beim Kirmesumzug formierten sich die Musikvereine und Dorfbewohner, um den letztjährigen Hahnenkönig abzuholen. Foto: M. Stollenwerk

Strauch. Es war exakt 21.09 Uhr am Montagabend. Gute eineinhalb Stunden waren vorbei. Dann waren plötzlich laute Jubelschreie auf dem Straucher Dorfplatz neben der Kirche zu hören. Diese galten einzig und allein Dominik Puhl. Denn er hat sich mit dem 104. Hieb zum neuen Hahnenkönig beim Hahnenköppen in Strauch gekrönt.

„Auch wenn in den letzten Jahren Lose für mich gekauft worden sind, bin ich immer angetreten. Doch in diesem Jahr war ich auf jeden Fall bereit dazu, Hahnenkönig zu werden“, waren die ersten Worte der neuen Majestät, die von den Kirmesgästen und seinem Gefolge ausgiebig gefeiert wurde.

In dem Wettbewerb, der in Strauch regelmäßig und ununterbrochen seit dem Jahr 1996 ausgetragen wird, starteten anfangs insgesamt 14 Anwärter, die sich zum Hahnenkönig krönen wollten. Kommentiert wurde das Geschehen von Raimund Löhrer, der zudem gewissenhaft jeden einzelnen Hieb notierte. Nachdem der amtierende Hahnenkönig, Frank Scheen, den Eröffnungsschlag gesetzt hatte, zeichneten sich im weiteren Verlauf rasch drei ernsthafte Kandidaten im Kampf um die Königswürden ab.

Christof Breuer, Andreas Breuer und Dominik Puhl lieferten sich einen Dreikampf und versuchten, die Attrappe eines Hahnes vom Galgen zu schlagen. Erschwert wurden die Bedingungen dabei durch ein Tuch, das die Wettstreiter über den Kopf ziehen und ihre Hiebe somit blindlings abgeben mussten. Durchsetzen konnte sich nach einem zähen Kampf letztendlich dann Dominik Puhl, der so die Hahnenkappe, das Zepter und den Wanderpokal überreicht bekam.

Triumph beim Ball gefeiert

„Ich bin gerne Hahnenkönig geworden, weil diese Tradition eine wichtige Sache für den Ort ist und das Gemeinschaftsgefühl stärkt“, erklärte der neue Würdenträger. Scherzhaft ergänzte er: „Jetzt hat die Clique auch eine schöne Aufgabe und kann einen Wagen für den Erntedankzug planen.“ Seinen Triumph feierte der neue Würdenträger beim anschließenden Hahnenball bei Musik und dem einen oder anderen Kaltgetränk gebührend.

Gut gefeiert haben die Straucher aber auch schon am Samstag und Sonntag. Denn am frühen Samstagabend stand zur Eröffnung der Kirmes der Kirmesumzug ab dem Dorfplatz auf dem Programm. Dabei wurde zunächst der amtierende Hahnenkönig Frank Scheen mit Unterstützung der BMV Strauch und des Trommler- und Pfeiferkorps Strauch abgeholt, bevor das traditionelle Ausgraben des Kirmesknochens anstand.

Beim anschließenden Kirmesball konnte dann noch kräftig bis spät in die Nacht gefeiert werden. „Auf der diesjährigen Kirmes war sehr gute Stimmung und sie war auch gut besucht, so dass es von Anfang an Spaß gemacht hat“, zeigte sich Raimund Löhrer, Mitorganisator der Kirmes, zufrieden. Und auch der letztjährige Hahnenkönig, Frank Scheen, war beeindruckt von seinem Jahr als „Regent“. „Es waren viele Leute da im letzten Jahr und es war ein toller Abend“, sagte der nun ehemalige Hahnenkönig, der zu Beginn des Wettbewerbs im letzten Jahr „überhaupt keine Ambitionen hatte zu gewinnen“.

Den „alten“ König abgeholt

Ein besonderes Highlight sei dabei der Erntedankzug im letzten Jahr gewesen, bei dem der Hahnenkönig und sein Gefolge traditionell mit einem Wagen vertreten sind. Am Samstagabend wurde Frank Scheen dann von einem stattlichen Zug zu Hause abgeholt, um beim anschließenden Kirmesball das Ende seiner Regentschaft einzuläuten.

Am Sonntag waren die Straucher dann zum Pfarrfest auf dem Dorfplatz eingeladen. Dies wurde am Sonntagmorgen mit einem Familiengottesdienst unter dem Motto „Jesus – Quelle des Lebens“ eingeläutet. Im Anschluss an die Messe verweilten viele Dorfbewohner bei Mittagstisch, frischen Sachen vom Grill sowie Kaffee und Kuchen noch einige Stunde auf dem Straucher Dorfplatz. Die musikalische Untermalung übernahmen erneut die BMV sowie das Trommler- und Pfeiferkorps Strauch. Und auch für die kleinen Gäste war bestens gesorgt, denn bei angenehmem Sonnenschein wurden der Spielplatz, die Kettcars und das Bastelangebot gerne angenommen.

Ein weiteres Highlight auf dem Pfarrfest war die Verlosung am Samstagabend mit einigen attraktiven Preisen. Zu gewinnen gab es bei dieser unter anderem ein Pittermännchen Kölsch, eine Handykarte, Blumen sowie viele weitere Preise, bevor die Kirmes nach dem Hahnenköppen am Montagabend langsam ausklang.

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