Strammes Restprogramm für A-Liga-Trio

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
ali1bild
Zwei Eifeler A-Ligisten mit sehr unterschiedlichen Vorzeichen für die Rückrunde: Germania Eicherscheid (dunkle Stutzen) und der TV Konzen (helle Stutzen). Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Durch den frühen Wintereinbruch haben die meisten Amateurvereine wahrscheinlich die längste Winterpause erlebt, die es je gab. Das trifft auch für die drei Eifelteams in der Aachener A-Liga zu. Der TV Konzen bestritt seine letzte Meisterschaftspartie am 7. November. Eine Woche später endete der erste Saisonabschnitt auch für den FC Roetgen und Germania Eicherscheid.

Der ursprüngliche Spielplan sah aber vor, dass die Winterpause erst am 19. Dezember beginnen sollte. Durch die vielen Spielausfälle wartet auf die Vereine im kommenden Frühjahr nun ein dicht gedrängter Spielplan. Vom 20. Februar bis zum Saisonende am 13. Juni (Pfingstmontag), müssen die Konzener noch 20 Spiele bestreiten, die Roetgener und Eicherscheider derer noch 19.

Eicherscheid zittert

Dabei schauen die Blau-Weißen aus Eicherscheid mit den größten Sorgen in die zweite Saisonhälfte, denn mit bisher nur 15 Zählern benötigen sie - bei sechs möglichen Absteigern - eine fast schon optimal verlaufende zweite Saisonhälfte. „Um auf der sicheren Seite zu sein und nicht abzusteigen, müssen wir schon Zwölfter werden, dazu benötigen wir bestimmt 44 bis 45 Punkte”, rechnet Germania-Coach Frank Küchen seinem Team vor und fordert: „Ich erwarte von jedem Spieler, dass er den Willen und die Leistungsbereitschaft mitbringt, die erforderlich ist, um im Kampf um den Klassenerhalt zu bestehen”.

Seit der vergangenen Woche befinden die Blau-Weißen sich wieder im Training. Um genügend Spielpraxis zu sammeln, schloss der Trainer gleich sieben Testspiele ab. Am kommenden Sonntag um 11 Uhr ist man beim Bezirksligisten FV Haaren zu Gast. Vier Tage später stellt sich Bezirksligist Inde Hahn an der Bachstraße vor. Am Sonntag, 30. Januar (Anstoß 11 Uhr) erwartet man Rhenania Würselen. Am Sonntag, 6. Februar, ist die SG Schöneseiffen zu Gast. Zwei Tage später spielen die Eicherscheider bei Raspo Brand, dann geht es zu Germania Freund (11. Februar, 19.30 Uhr). Den letzten Test absolvieren die Blau-Weißen am Sonntag, 13. Februar, gegen den TuS Mützenich.

In all diesen Spielen sollen auch die beiden Neuzugänge Edy Herbrand (vorher Bütgenbach und Kalterherberg) und Daniel Winkhold (Borussia Brand) integriert werden. Verzichten muss Frank Küchen auf Dominik Neumann, der zum Triathlon wechselte, und auf den Langzeitverletzten Andr Schönewald. Um im Abstiegskampf zu überleben, holt die Mannschaft sich neben den üblichen Trainingseinheiten die physische Stärke in einigen zusätzlichen Laufeinheiten und beim Spinning.

Roetgen geschwächt

Beim FC Roetgen nutzte man die lange Winterpause, um aus der Interimslösung mit Trainer Michael Bongard eine vorläufige Dauerlösung zu konstruieren. Zumindest bis zum Saisonende wird „Mika” Bongard die Schwarz-Roten coachen.

Allerdings überraschten den neuen Trainer nach der Winterpause zuerst einmal ein paar Hiobsbotschaften. Offensivkraft Marvin Lamm wird aufgrund seiner Knieverletzung und auch aus beruflichen Gründen in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen. Stefan Nießen, der in der Hinrunde mit zu den Leistungsträgern zählte, kann die ersten beiden Meisterschaftsspiele nach der Winterpause noch mitspielen, dann verabschiedet er sich aber aus beruflichen Gründen nach Amerika.

Da bei den Schwarz-Roten unter der Rubrik Neuzugänge bisher keine Einträge zu verzeichnen sind, lässt Mika Bongard sich nicht von dem relativ beruhigendem achten Tabellenplatz blenden. „Nach den neuesten Meldungen sieht unsere personelle Situation nicht gerade gut aus. Da wir damit rechnen können, dass sechs Mannschaften aus der Liga absteigen müssen, werden wir zuerst einmal nach unten gucken und versuchen, so schnell wie möglich die Punkte zum Klassenerhalt einzusammeln”. Wobei er hofft, dass man bis zum Ende der zweiten Transferperiode noch ein oder zwei Neuzugänge an Land ziehen kann.

Seit der vergangenen Woche befinden die Roetgener sich wieder im Training. Am Dienstagabend absolvierten sie ihr erstes Testspiel gegen den Dürener A-Ligisten TuS Schmidt. Am kommenden Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) sind sie beim Bezirksligisten Inde Hahn zu Gast. Danach testen die Roetgener noch die beiden Aufstiegsaspiranten der Kreisliga B4: Am 6. Februar (Anstoß 12 Uhr) stellt sich der SC Münsterbusch an der Hauptstraße vor, am Mittwoch, 16. Februar (Anstoß 19.30 Uhr), erwartet man die SG Strauch/Steckenborn zum letzten Test.

Konzen zufrieden

Auf eine sehr gute erste Saisonhälfte kann man beim TV Konzen zurück blicken. Primäres Saisonziel war der Klassenerhalt, jedoch überraschte die Mannschaft bisher mit Platz neun und 24 Zählern. Die gute Position hatte vorher keiner im schwarz-gelben Lager auf dem Zettel.

„Bisher können wir mehr als zufrieden sein”, ist auch Co-Trainer Georg Bauer mit dem Erreichten zufrieden. Auch in Konzen hat man in der vergangenen Woche den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Direkte Neuzugänge gab es zwar keine, jedoch stehen mit Michael Brammertz und Stefan Scheuer zwei alte Bekannte wieder zur Verfügung. Des weiteren plant das Trainergespann, Wolfgang Zimmer und Georg Bauer, dass in der zweiten Saisonhälfte noch zwei bis drei A-Jugendspieler die rauere A-Ligaluft schnuppern sollen.

Am Dienstagabend stand für die Konzener der erste Test gegen den Ortsnachbarn aus Mützenich auf dem Programm. Genauso wie die Roetgener und Eicherscheider spielen auch die Konzener gegen den Bezirksligisten Inde Hahn (Dienstag, 25. Januar). Am Sonntag, 13 Februar, gastieren die Schwarz-Gelben beim Dürener A-Ligisten SG Voreifel. Geplant, aber noch ohne Termin, sind zwei weitere Testspiele gegen FC Roetgen II und Alemannia Lendersdorf.

Höhepunkt der Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt ist ein heimisches, dreitägiges Trainingslager vom 4. bis 6. Februar, das abgeschlossen wird mit einem Testspiel gegen den B-Ligisten Haaren II.

Nach der bisher so glänzend verlaufenden Saison, hat Georg Bauer das Saisonziel höher angesiedelt und neu definiert. „Wir wollen noch 30 Punkte holen und dann in der Endabrechnung irgendwo zwischen Platz fünf und acht landen”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert