Stolz darauf sein, aus der Eifel zu kommen

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Sie wollen die Eifel nach Berl
Sie wollen die Eifel nach Berlin bringen ( v.l.): Hubert vom Venn, Renate Scheidt, Axel Buch, Günter Flamm, Alexander Sobotta, Wolfgang Spelthahn, Karl-Heinz Hermanns, Peter Boje, Margit Göckemeyer, Wilfried Pracht. Foto: LAG Eifel

Nordeifel/Heimbach. Die Internationale Grüne Woche (IGW) ist die weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Jedes Jahr im Januar zieht sie 400.000 Besucher, 1500 Journalisten und ein breit interessiertes internationales Fachpublikum nach Berlin.

Auch die Einrichtungen der Europäischen Union, des Bundes und der Bundesländer aus der ländlichen Entwicklung stellen bei der IGW in Berlin ihre jeweils neuen Aktivitäten vor.

Zur Präsentation des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Grünen Woche lädt der NRW-Landwirtschaftsminister jedes Jahr eine besonders vorbildliche Region des Landes ein. Diese Ehre wird im Jahr 2012 der LEADER-Region Eifel zuteil. Der zu Nordrhein-Westfalen gehörende nördliche Eifelteil wird vom 20. bis 29. Januar das Land NRW offiziell mit einem Messestand und weiteren Aktionsbausteinen auf der Internationalen Grünen Woche vor großem und prominentem Publikum präsentieren.

Lebenswerte Dörfer

Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch, Vorsitzender der LEADER-Region Eifel, fasste die Schwerpunkte des Messeauftrittes in einer Pressekonferenz im Wasser-Info-Zentrum Heimbach zusammen: „Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement machen unsere Dörfer erst lebenswert und werden auch durch den demographischen Wandel in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Wir wollen in Berlin zeigen, dass die Eifel in dieser Hinsicht viel zu bieten hat und hervorragend für die Zukunft aufgestellt ist.”

Für Axel Buch sind die gemeinsamen Vorbereitungsaktivitäten der 15 LEADER-Kommunen, der Kreise und des Ehrenamtes sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit aber noch wichtiger als die eigentliche Messezeit in Berlin: „Damit wollen wir das Bewusstsein für die eigene Region stärken und weitere Aktivitäten der ländlichen Entwicklung über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg anregen.”

Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, der auch für seinen terminlich verhinderten Amtskollegen Günter Rosenke (Kreis Euskirchen) und Helmut Etschenberg (Städteregion Aachen) sprach, gab sich fest davon überzeugt, in Berlin auf die erhoffte Aufmerksamkeit zu stoßen.

„Man ist in Berlin neugierig auf diesen westlichsten Landstrich der Republik”, sagte er. Die Zahl der Übernachtungen in der Eifel seien rapide angestiegen, so Spelthahn. Längst sei es gelungen, den Abstand zu anderen touristischen Regionen Deutschlands zu verkürzen. „In Berlin wollen wir nicht nur den Charme der Eifel, sondern auch den seiner Bewohner rüberbringen.”

Mit nach Berlin reisen

Das soll vor allem dadurch gelingen, dass möglichst viele Menschen aus den 15 beteiligten Kommunen mit in die Bundeshauptstadt reisen. „Wir hoffen, dass 1000 Personen die Eifel vertreten. Es ist eine einmalige Chance für Ehrenamtler aus Vereinen und allen kulturellen Bereichen, die ganze Vielfalt der Eifel zu präsentieren”, sagte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns vor den Medienvertretern.

„Die vor einem Jahr gestarteten Vorbereitungen dazu laufen optimal”, berichtete Alexander Sobotta, der Manager der Lokalen Arbeitsgruppen der LEADER-Region Eifel. Das bestätigte auch Renate Scheidt als Sprecherin der Ehrenamtler: „Die Menschen in den Dörfern sind hochmotiviert und bereit, nicht nur ihre Freizeit zu investieren, sondern auch Kosten zu übernehmen, um ein lebendiges Zeugnis für die Region und das Ehrenamt zu geben.”

Neben einem Messestand wird die Eifel das Bühnenprogramm des NRW-Ländertages am 20. Januar unter der Schirmherrschaft von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel mit rund 250 ehrenamtlichen Akteuren gestalten. Ein kreatives Team aus Mitarbeitern der LEADER-Kommunen, der Kreise Euskirchen und Düren, der StädteRegion Aachen und Vertretern des Ehrenamtes bereitet die Bühnenpräsentation vor.

Als Regisseur wurde der Kabarettist, Journalist und Autor Hubert vom Venn gewonnen. Er will ein buntes Programm mit Chören, Musikern, Sportlern, Künstlern und Themenexperten aus der Region auf die Beine stellen, das die „Neue Eifeler Kultur” ebenso repräsentiert wie uralte Traditionen wie den Blankenheimer Geisterzug.

„Wir haben, wenn auch spät, zu uns gefunden”, freute sich Hubert vom Venn über das neue Selbstbewusstsein. Vorbei seien die Zeiten, als dem Eifeler seine Herkunft peinlich war und er diese stets zu umschreiben versuchte - wahlweise mit „bei Aachen”, „bei Bonn” oder „bei Köln”. Heute würden sich selbst prominente Vertreter der Region stolz dazu bekennen, aus der Eifel zu kommen.

In Zusammenarbeit mit Eifeler Reiseveranstaltern wird eine attraktive Kurzreise ab 210 Euro zur „Grünen Woche” für interessierte Bürger angeboten mit einem Kontingent an derzeit 500 Plätzen. Menschen aus der NRW-Eifel sollen so gemeinsam mit den Akteuren in der Hauptstadt ein besonderes Eifeler „Wir-Erlebnis” zeigen und selbst erleben: auf der „Grünen Woche”, aber auch während des Regionsabends im Hotel InterContinental in Berlin. Nach dem Motto „Eifel-Blicke in Berlin” sind Buchungen ab sofort über die Firma Schäfer-Reisen aus Mechernich möglich: Tel. 02443/1000, Fax: 989999, E-Mail mlachnit@schaefer-mechernich.de.

Einig sind sich alle Beteiligten darin, auf der Grünen Woche nicht nur bleibende Eindrücke zu hinterlassen, sondern auch in der Region selbst Positives zu bewirken. „Es ist auch eine Möglichkeit, dem Wegzug aus den Dörfern zu begegnen. Die Menschen sollen merken, dass es sich lohnt, hier zu leben und zu arbeiten”, formulierte Nettersheims Bürgermeister Pracht die Botschaft, die in den Dörfern der 15 Kommunen ankommen soll.
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