Stolberg als Knotenpunkt der Euregiobahn

Von: Jürgen Lange
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Symbolischer Start zum Ringschluss: AVV-Geschäftsführer Hans-Joachim Sistenich (v.r.), MdL Axel Wirtz, Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper, EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil und EVS-Beiratsvorsitzende Hildegard Nießen im Stolberger Hauptbahnhof. Foto: J. Lange

Stolberg. Pünktlich zum Ministerwort fährt die Euregiobahn Richtung Düren bzw. Stolberg-Altstadt in den Hauptbahnhof - und untermalt das Lob von Lutz Lienenkämper für die vorbildliche Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit dem privaten Streckenbetreiber EVS beim erfolgreichen Ausbau des schienengebundenen Personennahverkehrs in der Region.

„Stolberg wird zum Knotenpunkt im Streckennetz”, sagt der Landesverkehrsminister, denn mit dem am Montag vollzogenen „Spatenstich” zum Schluss des Schienenringes zwischen der Kupferstadt und Alsdorf hat das vor zehn Jahren begonnene Projekt der Reaktivierung alter Gleistrassen eine entscheidende Etappe erreicht.

21,7 Millionen Euro Förderung

Bis Dezember wird die Verbindung von Alsdorf-Annapark nach Kellersberg, im kommenden Jahr bis Begau und bis Ende 2012 bis Stolberg geschlossen sein. „Dann können die Menschen aus dem Nordkreis über Stolberg mit dem Zug die Rheinschiene erreichen”, verdeutlicht Dr. Dieter Glück, zuständiger Referatsleiter aus dem Bundesverkehrsministerium. Mit 21,7 Millionen Euro unterstützen Bund und Land den rund 30 Millionen Euro kostenden Ringschluss, in dessen Rahmen nicht nur die Haltepunkte St. Jöris und Merzbrück neu entstehen, sondern auch die Trasse zwischen Merkstein und Busch sowie St. Jöris zur Optimierung der Fahrzeiten zweispurig ausgebaut wird. „Eine spürbare Verbesserung der Qualität in der ganzen Region”, sagt MdL Axel Wirtz vom EVS-Beirat.

11.000 Menschen nutzen täglich die Euregiobahn, „mit steigender Tendenz”, verweist Hans-Joachim Sistenich auf weitere Ausbaustufen. Mit der Campus-Bahn in Aachen werde die Vernetzung zwischen internationaler, regionaler und lokaler Strecke optimiert, so der Geschäftsführer von Aachener Verkehrsverbund und Nahverkehr Rheinland zu dem „Meilenstein auf dem Weg zum Mobilitätskonzept 2020”, das Städteregionsrat Helmut Etschenberg jüngst vorgestellt hat und das unter anderem die Verknüpfung mit dem Individualverkehr mittels Elektrofahrzeugen vorsieht.

Entscheidend für den weiteren Ausbau der Euregiobahn ist auch der Ankauf des historischen Stolberger Bahnhofsgebäudes durch die EVS, die dort ihren Betriebssitz und das zentrale elektrische Stellwerk für die gesamte Strecke einrichten will. „Die Verträge stehen kurz vor dem Abschluss”, sagt EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil. Die vorbereitenden Arbeiten zur Trennung von Oberleitungs- und Sicherungsnetz von Deutscher Bahn und EVS laufen bereits. Erst mit dem Stellwerk wird der komplette Fahrbetrieb auf dem ganzen Euregiobahn-Ring ermöglicht. Passend zum Thema verzichteten die prominenten Besucher auf die obligatorischen Spaten und vollzogen symbolhaft den Beginn des Ausbaus per Bolzenschneider an einem eigens aufgespannten Oberleitungsbogen.
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