„Stirb schneller, Liebling”: Lustspiel im ausverkauften Pfarrheim

Von: ho
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Die Theatergruppe des Heimatve
Die Theatergruppe des Heimatvereins Lammersdorf zeigte im katholischen Pfarrheim am Osterwochenende mit „Stirb schneller, Liebling” ein turbulentes und unterhaltsames Lustspiel. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Ein streitsüchtiges und mordlustiges Ehepaar hat Osterwochenende im Lammersdorfer Pfarrheim für Aufsehen und allgemeine Heiterkeit gesorgt.

Die Theatergruppe des Heimatvereins führte dort vor restlos ausverkauftem Saal das Lustspiel „Stirb schneller, Liebling” auf, bei dem Petra Kahl und Lothar Berger als Ehepaar Kniesebeck im Mittelpunkt standen und brillierten.

In der zerrütteten Ehe von Kurt Kniesebeck, einem Toilettenpapierfabrikanten, kriselt es nicht nur wegen dessen übertriebener Leidenschaft zum Fußball. Auch das Verhältnis mit seiner Sekretärin Susanne (Ute Bartz-Jacobs) spielt eine wesentliche Rolle in den dauernden Streitigkeiten, bei denen die lebenslustige Tochter (Sabine Berger) aufgrund anderer Interessen (Männer) wenig schlichtend eingreifen kann.

Profikiller als Anfänger

Die Gemeinsamkeiten der Eheleute Kniesebeck bestehen schlicht nur noch darin, dass sie am gleichen Tag geheiratet haben. Ehemann Kurt stellt schließlich süffisant fest, er kenne nur zwei Arten von Ehefrauen: Die einen sind die reinsten Engel und die anderen leben noch.

So ist denn der Ehekrieg vorprogrammiert, und das Ehepaar fasst gleichzeitig den Entschluss, den jeweils anderen von einem Profikiller umbringen zu lassen.

Mit Tamara und Carlos (Katharina Hoffmann und Michael Kahl) wählen sie dabei jedoch Berufsanfänger aus dieser Sparte aus, die beinahe versehentlich Tochter und den chaotischen Hausmeister Ali (Horst Steffens) um die Ecke bringen. Hausmeister Ali sorgt mit seinen „fachgerechten” Reparaturen für weitere Turbulenzen, in dem er unter anderem die Stromleitung im Schlafzimmer mit einem Sandhaufen erdet.

Das ganze Chaos wird schließlich noch von Luise Koschnik (Lioba Wynands-Görke), der mannstollen Freundin der Ehefrau komplettiert, die auf der Suche nach dem achten Ehemann ist und mit ihrem fünften Mann die Hochzeitsnacht im Bett eines Möbelhauses (im Schaufenster) verbrachte.

Der einzige ruhende Pol in diesem chaotischen Haushalt ist Butler Jean, glänzend gespielt von Gerd Skropke, der seinen Herrschaften alle Wünsche von den Augen abliest und über eine spitze und vornehme Zunge verfügt. Nicht nur von ihm wurden Örtlichkeiten und Einrichtungen aus der Region geschickt und pfiffig in der Handlung erwähnt.

Dass das Ehepaar Kniesebeck sich schließlich selbst per Stromschlag ins Jenseits befördert, rundet diese schöne Geschichte zum Ende nahezu versöhnlich ab. Zumal die beiden dort als Engelchen auf „Wolke Sieben” liebevoll wieder zueinander finden.
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