Sternsinger trotzen Regen und Kälte

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In 14 Gruppen waren die 45 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 14 Jahren in Konzen unterwegs, um den Menschen den Segen zu bringen und um eine Spende zu bitten. Foto: Privat

Konzen. In der Konzener Pfarrkirche St. Peter und Pankratius sind in der neu gestalteten Vennkrippe, die auch in diesem Jahr wieder von vielen Besuchern bewundert wird, die Heiligen Drei Könige mit Geschenken für das Jesuskind in den Händen angekommen.

Doch am Dienstagmorgen haben sich um 9.30 Uhr noch andere Könige eingefunden. Insgesamt 45 Konzener Mädchen und Jungen – von kleinen Vierjährigen bis zu großen 14-jährigen – waren in mehr oder weniger kostbaren königlichen Gewändern und mit Kronen oder Turbanen in der Kirche angekommen, die meisten von ihren Eltern begleitet.

Eingeteilt wurden sie in 14 Gruppen, die jeweils von einem verantwortlichen Betreuer begleitet wurden. Viele davon waren Jugendliche, die selbst einmal Sternsinger waren, andere Gruppen wurden von Eltern begleitet. In den ihnen zugeteilten Straßen sangen sie ihr Lied, klebten oder schrieben den Segensgruß an die Tür und baten um eine Spende. Natürlich nahmen sie gerne auch die geschenkten Süßigkeiten an. Die manches Mal zu schwer gewordenen Körbe – voll mit Schokolade, Keksen und anderen leckeren Sachen – nahmen ihnen hilfreiche Geister unterwegs ab und deponierten sie im „Pankratiusraum“. Alle geschenkten Gaben wurden zunächst dort abgegeben, um dann gerecht an alle 45 Kinder verteilt zu werden.

Nach der Dankmesse am Mittwoch, dem Fest der Erscheinung des Herrn, durfte die gefüllte Tüte mit nach Hause genommen werden. Doch erst einmal warteten die „Könige“ darauf, als Sternsinger ausgesandt zu werden, um den Menschen in der Gemeinde den Segen des Christkinds zu bringen.

Aber noch eine andere Aufgabe war ihnen wichtig: Sie wollten mit ihrer Aktion notleidenden Kindern in aller Welt helfen. Das erklärte Pastor Dr. Chirayath den Kindern noch einmal in einem kurzen Aussendungsgottesdienst, ehe alle Kinder sowie ihre Kronen, Sterne und die Kreide gesegnet wurden, denn „Segen bringen – Segen sein“ ist ja auch das Motto der diesjährigen Dreikönigsaktion in Deutschland und aller Welt.

Der gesammelte Betrag wird an das Kindermissionswerk in Aachen geschickt, von dort wird er weitergeleitet. Ein Teil für Kinder in Tansania in Afrika bestimmt, wo Bruder Theo Call aus Konzen arbeitet, ein anderer Teil geht an Kinder im Waisenhaus des Konzener Partnerbistums Irinjalakuda in Indien.

Dann zogen sie endlich los, auch wenn es in diesem Jahr ein bisschen nass und ein bisschen kalt war, so dass die Hände klamm und die Beine müde wurden. Dann brauchten besonders die Kleinen oft Trost und Ermutigung von den Betreuern, für die gute Sache dennoch weiterzugehen.

Doch Sternsinger sind tapfer und die nächste „Kakaostation“, wo sich die kleinen und großen Helden aufwärmen und ausruhen konnten, war oft nicht mehr weit. Liebe Familien warteten schon mit einem warmen Getränk und oft sogar mit Kleinigkeiten zum Essen auf sie. Gerne spendeten diese Familien ihren Anteil für die Aktion. So mancher freute sich schon auf den „königlichen Besuch“. Die „Kakaostationen“ sind in Konzen eine gute und wichtige Tradition und sie werden vom Sternsingerteam dankbar und als große Hilfe angenommen.

Nach einigen Stunden kehrten die einzelnen Gruppen müde zurück. Einige Kinder brachen mit ihrer Gruppe gerne noch ein zweites Mal auf. Allerdings stand dann auch ein Auto bereit, um auch die „Außenbezirke“ des Dorfes und die weiter entfernt liegenden Häuser zu besuchen.

Wenn alle ausgesandten Sternsinger wieder heil angekommen waren und voller Stolz ihre Dosen mit dem gesammelten Geld abgegeben hatten, wollten sie nur noch in ihr warmes Zuhause. Doch am Mittwochabend um 18 Uhr waren sie wieder zur Stelle, um bei der feierlichen Dankmesse dabei zu sein. Nach dem gemeinsamen Einzug von allen, gestalten viele Kinder den Gottesdienst mit, der unter dem Thema „Segen bringen – Segen sein – Respekt für dich, für mich, andere – weltweit“ stand. Die Eltern und die versammelte Gemeinde wurden über den Sinn und das Ziel dieser Hilfsaktion informiert.

Als das Ergebnis von 3227,53 Euro verkündet wurde, mit dem so vielen Kindern in Not geholfen werden kann, war die ganze Last des Tages vergessen und die kleinen Könige konnten zu Recht froh und stolz. Am Ende hatte sich für alle – die Sternsinger, das Sternsingerteam, die Betreuer, die Helfer an den Kakaostationen und nicht zuletzt auch die Spender – die Mühe wiedergelohnt.

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