Stelen auf dem „Russenfriedhof“ werden gesegnet

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Zehn Stelen mit den Namen sowjetischer Kriegsopfer werden am 19. Juni in Rurberg eingesegnet.

Kesternicht/Rurberg. „Russenfriedhof“ wird der Ehrenfriedhof, zwischen Kesternich und Rurberg gelegen, im Volksmund auch genannt. Hier sind sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus dem 2. Weltkrieg beerdigt.

Die Friedhofsanlage wurde im Jahre 1961 fertiggestellt, da bis zum Herbst 1960 Umbettungen und Exhumierungen von insgesamt 58 Friedhöfen aus der näheren und weiteren Umgebung zur Ehrenstätte vollzogen wurden.

Die Namen der dort Beerdigten waren bis vor einiger Zeit größtenteils nicht bekannt, da gegen Kriegsende alle Namensakten über Umwege im April 1945 von den amerikanischen Befehlshabern an die Sowjetunion übergeben wurden. In den vergangenen Jahren wurden diese Karteiunterlagen eingescannt und auf einer russischen Webseite veröffentlicht. Diese Unterlagen wurden nun von der Dokumentationsstelle Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Simmerath ausgewertet, übersetzt und zugeordnet.

In den vergangenen Monaten wurden insgesamt zehn Granitstelen aufgestellt, auf denen die Namen der Verstorbenen eingraviert wurden. Am Sonntag, 19. Juni, um 11 Uhr, werden die Stelen von Vertretern der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche öffentlich eingesegnet. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat die Bevölkerung zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eingeladen. „Alle, die bei der Einsegnung zugegen sind, geben auch damit ein positives Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Die Teilnehmer werden die Ehrenstätte als eine sehr gepflegte und würdige Gedenkstätte kennenlernen, die eindringlich zum Frieden mahnt, welcher den Verstorbenen nicht vergönnt war“, so Hermanns.

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