Stehende Ovationen für Kirchenchor nach dem „Ave Maria der Berge“

Von: js
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Das Akkordeonorchester unter Leitung von Willi Mertgens und Solist Markus Berzborn (re.) boten Mozarts Klarinettenkonzert in hervorragender Weise Foto: Josef Schreier

Imgenbroich. Zum 20. Male schon lud am Sonntag der Kirchenchor St. Josef Imgenbroich zum Konzert in der Osterzeit ein. Und das besondere Konzept dieser Veranstaltung hatte auch diesmal Erfolg.

Der Kirchenchor lädt abwechselnd einen der musiktreibenden Vereine des Ortes ein, das Konzert mitzugestalten – diesmal war es das Akkordeonorchester Monschauer Land. Und die zweite Besonderheit liegt in der bewusst spirituellen Programmgestaltung, die durch thematische Betrachtungen zwischen den Musikstücken unterstützt wird.

Der Imgenbroicher Chorsänger Bruno Welter versteht es dabei immer wieder, die musikalischen Beiträge in einen thematischen, und zwar sehr tiefgehenden geistlichen Zusammenhang zu stellen, der mit der Osterzeit und der christlichen Botschaft von der Auferstehung verbunden ist.

„Menschen helfen Menschen“

Als Drittes ist schließlich zu nennen, dass der Erlös der Veranstaltung meist einem bestimmten wohltätigen Zweck zugutekommt. Diesmal sollte die Aktion „Menschen helfen Menschen“ des Zeitungsverlages Aachen unterstützt werden, wie der Vorsitzende des Kirchenchores, Günter Michaux, einleitend mitteilte. Der sehr gute Besuch der musikalischen Stunde – die Imgenbroicher Kirche war fast bis auf den letzten Platz gefüllt – brachte zum Schluss das Ergebnis, dass für die Hilfsaktion der Zeitungen 500 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.

Chor und Akkordeonorchester

Freilich war die große Anzahl der Besucher auch mit dem Gebotenen sehr zufrieden, was dem stürmischen Applaus zu entnehmen war. Beide Klangkörper, Kirchenchor wie Akkordeonorchester, standen unter der bewährten Leitung von Willi Mertgens – wahrlich dem musikalischen Imgenbroicher „Urgestein“, das schon seit vielen Jahrzehnten das musikalische Geschehen im Ort maßgeblich prägt. Auch diesmal wieder hatte es Mertgens verstanden, seine Ensembles zu Höchstleistungen zu motivieren.

Dabei ist es insbesondere immer wieder erstaunlich, welche Klangfülle und Präzision der über eine immer geringer werdende Mitgliederzahl klagende Kirchenchor dennoch erreicht. Der Zuhörer vermag sich lebhaft vorzustellen, welche Disziplin und welcher Probeneifer hinter einer solchen Leistung nun schon über Jahre und Jahrzehnte stecken.

Auch diesmal beeindruckte der Chor (mit Unterstützung des Solisten Herbert Wilden) mit einer Anzahl gut ausgewählter und hervorragend dargebotener Stücke, bei denen vor allem der an ein Thema aus einer Beethoven-Sonate angelehnte Chor „Herr, hab Dank“ auffiel.

Ebenfalls klassische Anleihen nahm das Akkordeonorchester auf mit einem Arrangement einer berühmten Arie aus Puccinis „Turandot“ und mit dem Adagio aus Mozarts Klarinettenkonzert. Hier profilierte sich Markus Berzborn als Solist, der darüber hinaus auch den Chor vom E-Piano aus unterstützte. Beim Akkordeonorchester traten als Solisten ferner Claudia Blumensath (Saxofon) und Daniel Schmitz (Trompete) auf.

Herbert Wilden war als Gast der bewährte Gesangssolist bei dem berühmten Halleluja aus Taizé wie auch bei der Zugabe.

Nachdem die Vorsitzende des Akkordeonorchesters, Andrea Krämer, dankende Schlussworte gesprochen und vor allem auf die Doppelfunktion des Dirigenten Willi Mertgens abgehoben hatte, gab es als – sogar doppelte – Zugabe, von beiden Ensembles gemeinsam vorgetragen, das „Ave Maria der Berge“, das die Zuhörer zu stehenden Ovationen veranlasste und einem beeindruckenden Musiknachmittag ein beglückendes Ende bescherte.

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