Monschau - Stege über die Rur finden „kein echtes Interesse”

Stege über die Rur finden „kein echtes Interesse”

Von: P. St.
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Die Sanierung von Trockenmauern ist eine dauerhafte Aufgabe in der Altstadt Monschau und daher auch Bestandteil des Förderprojektes „Marke Monschau.” Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Mit dem Projekt „Marke Monschau” hat die Stadtverwaltung ein Erfolg versprechendes Konzept auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Euregionale 2008 wurde das Projekt gestartet; nun geht es in die Phase der Umsetzung.

Ziel der Aktion ist es, die Altstadt als ein Platz für Wohnen, Tourismus, Kultur und Arbeiten aufzuwerten. In Abstimmung mit der öffentlichen Hand sollen vor allem die Bürger aktiviert werden, mit finanzieller Unterstützung die Initiative zu ergreifen.

Dieses Vorhaben ist geradezu perfekt gelungen beim Hof- und Fassadenprogramm, wie die Verwaltung jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung für Verkehr berichtete.

Aktuell liegen bereits Anträge in einem Umfang von 30.000 Euro vor; das Gesamtvolumen wurden wegen der intensiven Nachfrage auf 600.000 Euro aufgestockt (ursprünglich waren nur 200.000 Euro dafür vorgesehen). 50000 Euro sind bereits verausgabt worden. Wegen der starken Nachfrage musste auch die Stadt ihren zunächst auf 30.000 Euro festgelegten Zuschuss nun um das Dreifache (90.000 Euro) aufstocken. Zu 70 Prozent wird das Hof- und Fassadenprogramm vom Land finanziert.

Glücklich über diese Entwicklung und das bürgerschaftliche Engagement zeigte sich auch die Beigeordnete Margareta Ritter, was aber nicht alle Vorhaben betrifft. So sei „kein echtes Interesse” dafür erkennbar, ein Stegesystem über die Rur in Richtung Eschbachstraße zu verwirklichen. Dies hätten die ersten Reaktionen der Eigentümer als Ergebnis einer Befragung gezeigt. Auch das Kölner Büro für Stadt- und Regionalplanung Jansen bezeichnet diese auch vom Denkmalschutz her problematische Maßnahme inzwischen als „unrealistisch”, wenngleich die Befragung noch nicht abgeschlossen ist.

Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es zum viel diskutierten Objekt Holzmarkt 5. Das historische Stadthaus und das Nachbargebäude Nummer 3 werden gemeinsam saniert. Nun wird das seit Jahren existierende Gerüst abgebaut, aber nur für kurze Zeit. Dann folgt sogleich ein neues Gerüst, das für die Fassaden- und Dachsanierung benötigt wird.

Die Burg Monschau soll im Zuge einer Neukonzeption als Kulturburg umgestaltet werden. Vorerst dürfte es aber bei den Plänen bleiben, denn unter allen städtebaulichen Baumaßnahmen hat derzeit der Neubau der Schwimmhalle höchste Priorität.

„Sehr erfreut” zeigte sich auch Monschaus Ortsvorsteher Alexander Lenders über den Erfolg des Projektes, insbesondere darüber, dass die Bürgeranträge so zahlreich eingegangen seien. Es sei „eine große Sache”, dass die Marke Monschau „von der gesamten Stadt solidarisch mitgetragen wird.”

Das Objekt Holzmarkt als „Haus der Geschichte” für Monschau werde dank eines schlüssigen Konzeptes umgebaut, wobei die Sanierung der Burg wohl noch warten müsse, „aber nicht vergessen werden darf.
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