Rurberg - Stawag-Thementag: Die E-Mobilität nimmt am Rursee Fahrt auf

Stawag-Thementag: Die E-Mobilität nimmt am Rursee Fahrt auf

Von: Peter Stollenwerk
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TV-Wetterexperte Sven Plöger, der in einem elektrisch umgerüsteten Oldtimer mitfuhr, war gefragt beim Publikum während des E-Mobil-Tages im Rurseezentrum. Foto: Peter Stollenwerk
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Damit das Publikum beim Stawag-Mobilitätstag bei Laune blieb, wurde es von Moderator David Lulley auch selbst mobil gemacht. Foto: Peter Stollenwerk

Rurberg. Ein großes Aufgebot hatte die Stawag am Sonntag in Rurberg aufgefahren. Der regionale Energieversorger aus Aachen hatte ins Rurseezentrum zu einem Thementag rund um die Elektromobilität eingeladen. Eine Vielzahl von farblich auffälligen E-Autos in leuchtendem Orange fielen ins Auge, aber auch das Bühnenprogramm konnte sich sehen lassen.

Die Stawag, die in der Nordeifel seit einigen Jahren neues Terrain erschlossen hat, hat sich das hohe Ziel gesetzt, Aachen zur Modellregion für E-Mobilität zu machen und damit auch den Wunsch der Bundesregierung zu unterstützen, dass bis zum Jahr 2020 rund eine Million Elektroautos auf den Straßen lautlos und umweltfreundlich unterwegs sind.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein E-Auto anzuschaffen, war am Rursee genau richtig. Hier standen acht Fahrzeuge für eine kurze, begleitete Probefahrt einmal rund ums Rurseezentrum bereit. Das Angebot wurde rege genutzt. Bei rund 200 Testfahrten konnten sich die Interessenten ein erstes Urteil bilden. Besonders gefragt war der schicke E-Mercedes, der mit rund 45.000 Euro Anschaffungskosten nicht billig ist, aber auch der VW Polo hat mit 25.000 Euro trotz staatlicher E-Mobil-Förderung von 4000 Euro seinen Preis.

„Für unsere Zwecke wäre ein E-Auto passend“, sagt Andreas Haas aus Imgenbroich. Der Inhaber eines Zweiradgeschäftes zeigte sich angetan nach der Probefahrt: „Das Auto ist extrem leise, sehr sportlich und richtig alltagstauglich.“

Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Stawag in landschaftlich reizvoller und strukturell idealer Umgebung am Rursee einen Tag der Elektromobilität. Stawag-Vorstand Wilfried Ullrich weiß, warum sein Unternehmen ausgerechnet im ländlichen Gebiet so groß auftrumpft. Hier hat das Unternehmen in zwei neue Windparks (Lammersdorf und Höfen) mächtig investiert.

„Diese Projekte harmonieren wunderbar mit dem Thema erneuerbare Energien.“ Auch die aktuelle Diesel-Krise trage sicherlich dazu bei, „dass Elektromobilität sich langsam heranrobbt“, sagte Ullrich. Da aber Probefahrten und Flyer allein nicht ausreichen, um Besucher anzulocken, hatte die Stawag auch keine Kosten und Mühen gescheut, um neben dem lautlosen Fahrspaß auch beim Unterhaltungsprogramm mobil zu machen, das von Stawag-Mitarbeiter David Lulley routiniert moderiert wurde.

Rurberg war in diesem Jahr Schluss-Etappe der viertägigen „Rallye e-cross Germany 2017“. Die 60 Teilnehmer schlossen ihre E-Mobile nach der Ankunft am Antoinushof zunächst einmal an die mobilen Ladestationen an. Der hohe und auf einen Schlag erforderliche Strombedarf konnte dank der vorhandenen technischen Infrastruktur für das Rurseefest locker bedient werden. Von der Bühne aus begrüßte auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns rund 600 Besucher auf der grünen Wiese und lobte das partnerschaftlich funktionierende Verhältnis der Gemeinde zur Stawag, die sich auch in der Vereinsförderung engagiere.

TV-Moderator und Meteorologe Sven Plöger wurde als offizieller Botschafter der Rallye ebenso von Rallye-Organisator Jens Ohlemeyer („Früher wurden wir ausgelacht, wenn wir mit zwei E-Autos auf einem Marktplatz standen, das ist heute anders.“) auf der Bühne begrüßt wie auch Jutta Kleinschmidt, eine der weltweit erfolgreichsten Frauen im Motorsport. Der prominente Wetterfrosch fuhr zwar in einem Lory-Oldtimer vor und die Rallye-Sportlerin in einem blauen VW-Käfer, aber beide Kult-Autos waren selbstverständlich zu 100 Prozent elektrisch umgerüstet.

Dass Wettermacher Sven Plöger dafür verantwortlich war, dass der E-Mobiltag regenfrei über die Bühne ging, wurde ihm angedichtet, und ob es nun daran gelegen hat oder nicht, sei dahingestellt. Zuschauer und Mitwirkende freute es jedenfalls beim anschließenden musikalischen Ausklang, bei dem der Besucherandrang noch einmal deutlich zulegte und die E-Mobilität in den Hintergrund drängte.

Sarah Schiffer aus Herzogenrath brachte die Gäste mit eingängigen Schlagern in Stimmung, und die Spetzboove aus Aachen griffen sicherheitshalber zum Teil auf Kölner Liedgut zurück. Den „Räubern“ aus Köln war das Finale vorbehalten, die mit einer bewährten Setlist mobil machten und das Publikum noch einmal kräftig unter Strom setzten.

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