Staus vermeiden: Lösung für den Ausbau der B258 in Sicht?

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Hier staut sich immer wieder der Verkehr. Die Einmündung zur Pascalstraße ist einer der Knackpunkte auf der B 258. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Seit vielen Jahren beklagen viele Autofahrer (Berufspendler, Touristen, Handel, Handwerk, Gewerbe) den bisher nicht erfolgten Ausbau der Bundestraße 258 von der Eifel nach Aachen. Immer wieder haben sich Politiker verschiedener Parteien bemüht, hier eine Verbesserung zu erzielen – bisher ohne Erfolg.

Dies lag vor allem an unterschiedlichen Erwartungen aus der Eifel, der Stadt Aachen und des Landesbetriebs Straßen.NRW an der für notwendig und machbar gehaltenen Art des Ausbaus. Der Landesbetrieb favorisiert einen vierspurigen Ausbau zwischen der Autobahnanschlussstelle Lichtenbusch bis Pascalstraße, wobei die Stadt Aachen als zuständige Kommune nur einen geringer dimensionierten Umbau für umsetzungsfähig hält.

Nach Jahren der Diskussion hat es jetzt auf erneute Einladung von Axel Wirtz (MdL) und Helmut Brandt (MdB) ein weiteres Gespräch mit den Verantwortlichen der CDU auf der Ebene der Stadt Aachen und der Eifelkommunen unter Mitwirkung der Städteregionstagsfraktion gegeben.

Dabei waren sich Eifeler und Aachener CDU-Verantwortliche einig, dass eine tatsächliche Umsetzung des Ausbaus der B 258 vonnöten ist. Daher haben sich als Ergebnis des Gespräches Harald Baal (Fraktionsvorsitzender CDU Aachen), Ulla Thönnissen (MdL, Fraktionsvorsitzende Städteregion und Vorsitzende der CDU Aachen), Micha Kreitz, Michael Seidel und Christoph Poschen als Fraktionsvorsitzende in den drei Eifelkommunen sowie Helmut Brandt (MdB) und Axel Wirtz (MdL, Kreisvorsitzender CDU Aachen-Land) einvernehmlich auf folgende Vorgehensweise verständigt: Der Bereich von der Kreuzung Pascalstraße bis zur Autobahn soll um eine Spur verbreitert werden.

Aus Aachen kommend will die CDU eine verbesserte Links-Abbiegespur einrichten. Im Ergebnis bedeutet dies zwei Spuren von Kalkhäuschen bis Pascalstraße, drei Spuren von der Pascal- bis zur Kesselstraße und vier Spuren von der Kesselstraße bis zur Autobahn. Damit wären die morgens ab Pascalstraße erforderlichen zwei Spuren stadteinwärts durchgängig vorhanden.

Daneben sei auch das Linksabbiegeproblem aus Aachen kommend in die Pascalstraße beseitigt, schreibt die CDU und verweist auf vergleichbare Gegebenheiten auf der Trierer Straße, wo die Linksabbieger auch zwei Spuren queren müssen.

Nachmittags sehen die CDU-Politiker hinsichtlich der Verkehrsströme in Richtung Eifel zunächst keinen der morgendlichen Situation vergleichbaren Handlungsbedarf. Dabei seien auch die Linksabbieger aus Richtung Eifel kommend in die Ortslage Lichtenbusch berücksichtigt.

Hinsichtlich des Lärmschutzes auf der Lichtenbuscher Seite wird von Passivlösungen ausgegangen, wie sie in Brand auch zum Einsatz gekommen sind. „Durch die Reduzierung der stockenden Verkehre profitieren auch die Anwohner, insoweit besteht ein gemeinsames Interesse“, erklärt die CDU. Wichtig ist den CDU-Politikern aus der Region, dass die morgendlichen, Rückstaus in Richtung Oberzentrum Aachen „endlich gelöst werden, ohne dabei die berechtigten Interessen der Anlieger unberücksichtigt zu lassen“.

Handel, Handwerk und Gewerbe würden auf schnelle Verbesserungen zur Anbindung in Richtung Autobahn und Aachen drängen, zumal vor einigen Jahren die Höherstufung der Straße bei gleichzeitiger Abstufung der Trierer Straße zur Aufnahme der überörtlichen Verkehre erfolgt sei.

Axel Wirtz hierzu: „Wer A sagt, muss auch B sagen, und ein Finanzierungsproblem gibt es nicht, da der Landesbetrieb Straßenbau ohne zusätzliche Beschlusslagen seitens des Bundes bis zu 20 Millionen Bausumme selbst entscheiden kann und die hier erforderliche Investition weit unter dieser Summe liegt.“

Helmut Brandt fügt hinzu, dass Grundlage für die jetzt getroffene Vereinbarung entsprechend der Vorstellungen der regionalen CDU die zuvor von ihm eingeholte Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sei. „Ich werde mich mit Nachdruck dafür verwenden, dass die jetzt in der CDU getroffene Vereinbarung auch umgesetzt wird.“

Die vorgesehenen Veränderungen seien ein erster, wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lage an der B 258. „Wir hoffen, dass wir mit unserem Vorschlag überparteilich auf Zustimmung stoßen“, schreibt die CDU.

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