Roetgen - Statt Grabenkämpfen: Roetgen soll sich besser verkaufen

Statt Grabenkämpfen: Roetgen soll sich besser verkaufen

Von: P. St.
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Im Kreise der Parteifreunde: Björn Schmitz (vorne) möchte als Bürgermeister-Kandidat der CDU Roetgen in der Gemeinde Gräben überbrücken. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. „Roetgen kann mehr!“, behauptet Björn Schmitz, der bei der Wahl im September neuer Bürgermeister der Gemeinde Roetgen werden möchte. Der 44-Jährige Kommunalbeamte aus der Nachbarkommune Monschau und bei der dortigen Stadtverwaltung als Diplom-Verwaltungswirt beschäftigt, wurde vor einem Monat als Kandidat der Roetgener Christdemokraten nominiert.

Nun wechselt er so langsam in den Wahlkampfmodus und arbeitet daran, sein Profil als möglicher Nachfolger von Manfred Eis zu schärfen. „Ganz unvoreingenommen“ möchte Björn Schmitz den Themen und Menschen in Roetgen begegnen, und für seine Arbeit will er die Tatsache, „dass ich aktuell nicht aus Roetgen heraus agiere“, zum Vorteil für sich wenden. Auch wenn er das tagespolitische Geschehen von außen betrachtet, ist ihm nicht entgangen, dass in der Selbstwahrnehmung nach innen „Grabenkämpfe“ dominieren.

In wesentlichen Themenfeldern aber sei es notwendig, „dass Rat und Verwaltung mit einer Stimme sprechen.“ Nur so seien echte Erfolge möglich, verweist er auf das Vorgehen der umliegenden Kommunen, „die in ihrer Außendarstellung über Parteigrenzen hinweg Einigkeit demonstrieren“.

Als Fachmann für Wirtschaftsförderung und Dorfentwicklung möchte Björn Schmitz seine funktionierenden Netzwerke auch in den Dienst der Gemeinde Roetgen stellen.

Dorfentwicklungsplanung, die Ausweisung von Gewerbeflächen oder auch die Schaffung eines Bushofes „bedürften keiner Insellösung“ und könnten nicht rein lokal betrachtet werden, denn die Kommunen seien eingebunden in ein Netzwerk aus Fördertöpfen und Vorschriften. „Wenn man hier nicht frühzeitig die richtigen Stellschrauben anzieht, laufen die Ideen in die falsche Richtung.“ Am Ende stünden dann Frust und Unverständnis bei Bürgern und Beteiligten. Hier sieht er Nachholbedarf in Roetgen, sei doch letztmalig bei der Erschließung des Gewerbegebietes ein Förderantrag aus Roetgen gestellt worden.

So möchte sich Björn Schmitz auch nicht im Vorfeld auf bestimmte Lösungswege (Ampel oder Kreisverkehr) festlegen lassen, sagt er beispielsweise mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Optimierung des Verkehrsknotenpunktes B 258/Rosentalstraße. Er glaube allerdings, „dass in den nächsten Wochen Bewegung in die Sache kommt“.

Dass die Gemeinde Roetgen im Rahmen der Offenlage Bedenken zum Bebauungsplan Imgenbroich Nord-West der Nachbarkommune Monschau eingebracht hat, sieht Björn Schmitz ganz gelassen. Aktuell gehe es nur um die Wertung von gutachterlichen Stellungnahmen. Die Mitbewerber in Roetgen brauchten im Übrigen nichts zu befürchten, lobt er die gute Infrastruktur und Vielfalt des Einzelhandels in Roetgen. Im Wahlkampf will der CDU-Kandidat verstärkt Kontakt zu Handel und Gewerbe aufnehmen und die Gründung eines Gewerbevereins auf den Weg bringen.

Die Roetgener Parteifreunde sind überzeugt davon, mit Björn Schmitz die Idealbesetzung für das Bürgermeisteramt gefunden zu haben. Fraktionsvorsitzender Michael Seidel: Da es im Roetgener Rat keine klaren Mehrheiten gebe, könne Björn Schmitz die Chance nutzen, „in moderierender Position über die Parteigrenzen hinweg“ zu agieren, und Ronald Borning, der die Eifeler CDU im Städteregionstag vertritt, schätzt nicht nur die Erfahrung des Kandidaten auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung und dessen Verwurzelung in der Region, sondern sieht es auch als Vorteil, dass Björn Schmitz mit „dem Blick von außen“ auf die Gemeinde punkten kann.

Und auch Parteivorsitzender Stephan Speitkamp ist überzeugt davon, dass die CDU Roetgen die richtige Wahl getroffen hat: „Björn Schmitz wird frischen Wind in die Roetgener Kommunalpolitik bringen.“

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