Statt Flucht aus Ghana Perspektiven vor Ort aufzeigen

Von: alj
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Die Aba Don Youth Foundation in Ghana soll auch von der Eifel aus Hilfe erhalten. Im evangelischen Gemeindehaus Rott wurde jetzt ein Verein gegründet, der sich weitere Unterstützung wünscht. Foto: Hubert vom Venn

Nordeifel. Entwicklungshilfe im kleinen Rahmen, aber sehr konkret vor Ort, möchte die Stiftung Aba Don Youth Foundation leisten. Das Projekt ist im westafrikanischen Ghana angesiedelt. Das große Ziel lautet, mit Hilfe von Spendern ein kleines Handwerkerdorf aufzubauen, in dem Schulbildung, aber auch berufliche Grundlagen vermittelt werden sollen.

Die Stiftung ist derzeit auf der Suche nach Ansprechpartnern in Deutschland – und in Monschau im Café International bereits auf offene Ohren gestoßen.

Bäckerei und Werkstatt

Die Aba Don Youth Foundation wurde 2014 gegründet und soll Kindern und Jugendlichen vor Ort eine Existenzgrundlage bieten, aber ihnen auch zeigen, dass eine Flucht nach Europa nicht der Ausweg und überdies mit vielen Gefahren verbunden ist.

Das Projekt möchte jungen Menschen vor Ort Perspektiven aufzuzeigen, um im Land zu bleiben. Vorstellbar wäre für die Initiatoren eine Kantine mit Bäckerei für die Eigenversorgung, eine Metallwerkstatt mit Fahrradabteilung, eine Elektrowerkstatt, eine Sattlerei, eine Schreinerei, eine Schneiderei und ein Büro mit eigenen Fuhrpark.

Dass dieses Ziel noch weit weg ist, weiß auch Erich Horst aus Kal-terherberg, der mit seinem Team als Ansprechpartner dient. „Wir brauchen solche Ziele, um uns und hoffentlich weitere Helfer zu motivieren,“ sagt Horst, der hofft, das es gelingt, „junge Menschen in Ghana von Korruption und gefährlicher Flucht nach Europa abzuhalten“.

Immer wieder flüchteten junge Erwachsene aus Ghanas Küstenregionen, da diese durch die Ausdehnung der Fischgründe und Überfischung verarmt seien. Dass die Flucht durch die Sahara und über das Mittelmeer sehr gefährlich sei, zeigten die aktuellen Bilder von flüchtenden Menschen.

Kontakt zum Café International

Kwesi Blessed aus Ghana rief das Projekt 2011 aus Privatmitteln ins Leben. 2014 gründete er die Aba- Don-Organisation und verbrachte fünf Jahre mit Kindern und Jugendlichen in Ghana. 2016 kam er aus Ghana zurück, um in Deutschland Unterstützung für sein Projekt zu finden. Hier lernte er Erich Horst vom Café International Imgenbroich kennen. Mit Erich Horst, der selbst bereits bei Projekten in Marokko und Mauretanien mitwirkte, fand Kwesi einen engagierten Ansprechpartner für sein Projekt.

Die ersten Erfolge konnte das Projekt in Deutschland schon verbuchen. Am 24. August fand die Vereinsgründung im evangelischen Gemeindehaus Lammersdorf statt. Die Organisation kann nun als juristische Person auftreten, eine Satzung verfassen und ein Konto führen, was die Projektarbeit für die Vorsitzenden Erich Horst und Kwesi Blessed erleichtert.

In Ghana hat sich Kwesi in Ampenyi bei Elmina ein Haus mit einem ausreichend großen Grundstück gekauft. In Zukunft soll dieses Haus renoviert und ausgestattet werden, damit dort das Ziel von schulischer und beruflicher Bildung realisiert werden kann. Unterstützt wird das Projekt von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Auch Freiwillige können im Rahmen des Projektes ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und in Ghana mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Mitmachen erwünscht

In naher Zukunft möchte die Organisation Kwesis Haus an der Küste renovieren und die ersten Container mit gesammeltem Material nach Ghana schicken. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet auf der Website www.aba-don-youth-foundation.org alle wesentlichen Informationen.

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