Statt Fichten: Simmerath sammelt Ökopunkte im Schilsbachtal

Von: P. St.
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Hervorragend geeignet zur Steigerung des Ökopunkt-Kontos ist ein hoher Anteil von Totholz im Wald. Foto: P. Stollenwerk

Ortsmarke. Allen Grund zur Zufriedenheit hatte der Simmerather Umwelt-, Forst- und Agrarausschuss beim Blick in den Simmerather Gemeindewald. Im Rahmen der Sitzung des Fachausschusses wurde nicht nur das positive Rechnungsergebnis des Forsthaltes 2009 erfreut zur Kenntnis genommen, auch durfte Gemeindeförster Dietmar Wunderlich allgemeines ob über den guten Zustand der Waldwege entgegennehmen.

Dieses Lob kam nicht von ungefähr,. denn der Ausschuss hatte zuvor drei Stunden lang ausgiebig Teilbereiche des Gemeindewaldes besichtigt.

Im Revier Lammersdorf musste man verstärkt Schälschäden von Rotwild feststellen. Diese Schäden, so die Auffassung von Siegfried Lauscher im Ausschuss, müsse man „in gewissem Umfang akzeptieren”, da man auf der anderen Seite ja auch gute Einnahmen bei der Jagdpacht erziele.

Positiv vom Ausschuss wurden auch ökologische Maßnahmen im Naturschutzgebiet Schilsbachtal gesehen. „Das ist eine absolut sinnvolle Maßnahme, die uns auch noch Ökopunkte bringt”, sah Sascha Schlepütz einen doppelten Gewinn für die Gemeinde.

Geplant ist auf einen 6600 Hektar großen Fläche Totholz zu erhalten, war vier Ökopunkte für Quadratmeter, als insgesamt 26.400 Punkte für die Fläche bringt.

Weiterhin sammelt die Gemeinde Ökopunkte auf einer 11.600 Quadratmeter großen Fläche im Schilsbachtal, wo eine Entfichtung vorsehen und die anschließenden Umwandlung in einer naturnahen Hainsimsenbuchenwald bzw. Erlen-Eschen-Auenwald vorgesehen ist. Da springen 11 Ökopunkte pro Quadratmeter heraus, also insgesamt 127.600. Voraussetzung ist, die Flächen ihrer natürlichen zu überlassen und keine neuen Wege anzulegen.

Auch die Forstverwaltung befürworte die Maßnahme aus waldbaulicher Sicht, da eine Neuanpflanzung von Fichten nach den Bestimmungen des Landschaftsplanes ohnehin nicht möglich ist.

Die Entfichtung des genannten Bereiches soll durch eigene Leute vorgenommen werden. Man erwartet sogar noch einen Holzverkaufserlös in Höhe von 16.000 Euro. So kommt die Gemeinde unter dem Strich zu 154.000 Ökopunkten, die vom Umweltamt der Städteregion gut geschrieben werden und einem Gegenwert von immerhin 7700 Euro (50 Cent pro Punkt) entsprechen.

Ökopunkte sind bedeutsam bei der Bebauungsplanverfahren oder Eingriffen in die Landschaft. Das vorhandene Ökopunkt-Konto kann in solchen Fällen als Ausgleich herangezogen werden.
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