Stars der Fotografie in Monschau vereint

Von: peo
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Sie hoffen auf einen vollen Erfolg der exklusiven und einmaligen Ausstellung „The Photographers“: Hubert Herpers (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen), Anita Beckers (Galeristin), Dr. Ulrich Pohlmann (Leiter Sammlungen Fotografie des Stadtmuseums München), Hilaneh von Kories (Galeristin), Dr. Nina Mika-Helfmeier (Leiterin des KuK) und Helmut Etschenberg (Städteregionsrat) (v.l.). Foto: Peter Offermann

Monschau. An die 130 Fotografien von namhaften Künstlern wie Helmut Newton, Anton Corbijn, Jim Rakete, Stephan Vanfleteren und Annegret Soltau, um stellvertretend nur einige zu nennen, zieren nun die Wände des Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion in Monschau. Die Ausstellung „The Photographers“ wurde am Sonntag eröffnet.

Im Zeitalter der Selfies und Handykameras werde die Kunst der Fotografie oft despektierlich bedacht und mancher denke: „Auf den Auslöser drücken, das kann doch jeder“, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der die Ausstellung eröffnete.

„Das macht auch jeder. Ständig. Überall. Wo ist da die Herausforderung? Die Herausforderung, den einen Moment abzupassen, die eine Perspektive und das eine Detail zu finden, das ist der Unterschied! Dieser Sekundenbruchteil, um Emotionen festzuhalten, der vielleicht niemals wiederkehrt und auch nicht wiederholbar ist – das ist Kunst“, erläuterte Etschenberg.

Das, was jetzt in Monschau zu sehen ist, seien keine Selfies, keine Schnappschüsse, keine Zufallsprodukte, das seien Zeugnisse von Bildkompositionen mit der Kamera. Das verlange nicht weniger Geschick und Kreativität als ein Gemälde zu malen oder eine Skulptur zu schaffen, erklärte Etschenberg.

Besonders betonte er die Bedeutung des Kunst- und Kulturzentrums für die Städteregion und hofft, dass dieses exklusive Konzept, das in dieser Form nur in Monschau zu sehen sein wird und dessen Vorbereitung und Realisierung zwei Jahre Vorbereitungszeit in Anspruch genommen haben, den Erfolg der vorangegangenen Ausstellung der Fotografin Vivian Maier mit über 13.000 Besuchern innerhalb von sechs Wochen noch übertreffen wird.

An dieser Stelle bedankte er sich bei allen Unterstützern und Kooperationspartnern, insbesondere bei Dr. Ulrich Pohlmann vom Stadtmuseum München, den Galerien von Hilaneh von Kories und Anita Beckers, der Magnum Agentur Paris und den Sammlern, darunter Dr. Günther Beckers, Jane Tichy-Wullens und Wilfried Schiefer, für die Bereitstellung der Werke.

Einblick in das Seelenleben

„Kunst und Kultur hat es schwer, insbesondere in finanziell nicht rosigen Zeiten. Dann ist es wichtig, dass man sich auf Partner verlassen kann“, sagte Etschenberg an den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Aachen, Hubert Herpers, gewandt und bedankte sich für die Unterstützung. Abschließend lobte er besonders „seine“ Leiterin des Kulturamtes, Dr. Nina Mika-Helfmeier, ohne deren konsequentes Engagement die Ausstellung nicht möglich gewesen wäre. „Ich bin stolz und froh Sie an meiner Seite zu wissen.“

Sichtlich gerührt hieß auch Dr. Nina Mika-Helfmeier die Gäste willkommen und zeigte sich äußerst zufrieden mit der großen Resonanz der Vernissage und verwies auf die anstehenden Vorträge von Dr. Ulrich Pohlmann, Anita Beckers und Hilaneh von Kories. Sie betonte die Bedeutung der Fotografie für sie selbst, insbesondere der Werke von Anton Corbijn. Bilder, die nicht einfach nur Stars porträtieren, sondern einen Einblick in deren Seelenleben aufzeigen. Ihr oblag es auch, die in den Ausstellungsräumen gezeigten Genres und Künstler vorzustellen.

Es folgten die Fachvorträge der Galeristinnen Anita Beckers und Hilaneh von Kories sowie Dr. Ulrich Pohlmann als Vertreter des Stadtmuseums München. Dem interessierten Publikum wurden hierbei neben wichtigen Informationen zu den ausgestellten Bildern auch die Emotionalität und die Bedeutung der Fotografie in der Kunstgeschichte nähergebracht.

In lockeren Rezitationen erhielten die Zuhörer viel Hintergrundwissen zu den Entstehungsgeschichten der Bilder. Ebenso wurde auf Ressentiments, mit denen viele Ausstellungen und Künstler in früheren Zeiten zu kämpfen hatten hingewiesen. Die Stilrichtungen und persönlichen Empfindungen der Künstler waren ebenso ein Thema.

Abschließend ergriff nochmals Dr. Nina Mika-Helfmeier das Wort und dankte allen ehrenamtlichen Helfern für die tatkräftige, intensive Hintergrundarbeit, stellvertretend Henning Schmitz, der die Ausstellung ein Jahr begleitet hat und sich nun seinem Schauspielstudium in Frankfurt widmet. Nach intensiven Vorträgen, gespickt mit Wissenswertem zu den ausgestellten Bildern, konnten die Besucher im Anschluss die Werke begutachten.

Wer selbst eine Reise in die Geschichte der Fotografie erleben und diese exklusive, einmalige und sehenswerte Ausstellung mit Exponaten aus den Bereichen Akt, Mode, Reportage, Porträts und inszenierter Fotografie besuchen möchte kann dies noch bis zum 19. September tun.

Das Kunst- und Kulturzentrum an der Austraße in Monschau hält seine Pforten wochentags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr und an Wochenenden von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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