Starker Regen lässt Stege absaufen

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
12348961.jpg
Land unter: Der Fußweg zur Landungsbrücke ist nach den starken Regenfällen der vergangenen Wochen teilweise im Wasser versunken. Besonders ältere Leute hätten hier Probleme und trauten sich nicht aufs Schiff, berichtet der Oberseeleiter bei der Rurseeschifffahrt. Foto: Andreas Gabbert

Nordeifel. Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben auch den Pegel der Rurtalsperre ansteigen lassen. Der Überlauf des Obersees in den Hauptsee in Rurberg ist als solcher kaum noch zu erkennen. Ein Höhenunterschied ist nicht mehr auszumachen, es wirkt wie eine einzige Seefläche. Außerdem haben die Unwetter eine Menge Totholz und Müll in den See gespült.

„Das bereitet uns ganz gewaltige Probleme“, sagt die Geschäftsführerin der Rurseeschifffahrt, Waltraud Heuken. Die Brücken zu den Anlegestellen sind rund um die Rurtalsperre so hoch wie möglich gezogen worden. An der Anlegestelle am Obersee in Rurberg ist der Fußweg zu der Brücke teilweise im Wasser versunken.

Die Mitarbeiter der Rurseeschifffahrt haben deshalb am Dienstag noch weit bis in den Abend hinein gearbeitet, um dort mit Paletten und Steinplatten einen provisorischen Übergang zu schaffen. „Besonders ältere Leute haben hier Probleme und trauen sich nicht aufs Schiff“, sagt Rudolf Baum, Kapitän und Oberseeleiter bei der Rurseeschifffahrt. Weitaus größere Probleme würden aber das Holz und der Müll bereiten, die vom Wind immer wieder auf den See getrieben würden.

„Das schwimmt dann überall rum. Wenn das in die Schraube gerät, kann das Getriebe schnell kaputt gehen. Das wäre nicht das erste Mal“, sagt Baum. Dabei seien die bis zu zehn Meter langen Baumstämme und Balken weniger problematisch. „Die sehen wir, aber nicht, was sich alles unter der Wasseroberfläche befindet“, erklärt der Kapitän. Er hofft, dass es in den nächsten Tagen nicht mehr regnen wird. „Sonst müssten wir die Stege mit Paletten und Steinen noch höher legen. Dann würde es für die älteren Fahrgäste noch schwieriger“, sagt Baum.

Schon in der vergangenen Woche hatte der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) die Wasserabgabe aus der Rurtalsperre am Staubecken in Heimbach auf 25 Kubikmeter pro Sekunde erhöht, um den vorhandenen Stauraum besser bewirtschaften zu können, falls weitere Regenfälle folgen.

Am Dienstag wurde die Abgabe nochmals auf 31 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Wenn Flüsse und Bäche anschwellen, sei es ganz normal, dass sie das Totholz an den Uferböschungen mitreißen würden. „Das dauert eine Zeit, bis sich das weiterspült oder an den Böschungen wieder ablegt“, sagt Marcus Seiler vom WVER.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert