Starke Bilder aus der Sperrzone Tschernobyl

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Hat zweieinhalb Tage lang Zeit in Tschernobyl zu fotografieren: Bernd Wawer.

Gemünd. Tschernobyl steht für eine Umweltkatastrophe, deren Nachwirkungen zu den längsten und dramatischsten in der Geschichte der Menschheit zählen. Der Gemünder Fotograf Bernd Wawer war im April 2016 in der Sperrzone in Tschernobyl und hatte zweieinhalb Tage lang Zeit, dort zu fotografieren.

Fotos aus der Sperrzone um das Kraftwerk Tschernobyl 30 Jahre nach dem Super-GAU. 30 Jahre nach dem Super-GAU sind die Folgen immer noch spürbar. Würde es 30 Jahre nach einem Störfall in Kernkraftwerk Tihange bei uns auch so aussehen?

Im Gedenken an Tschernobyl halten uns diese Fotos vor Augen, dass Unfälle im Ausmaß von Tschernobyl zum Wesen von Kernkraft gehören und sich überall und jederzeit wiederholen können. Auch hier bei uns! Ein solcher Super-GAU würde große Flächen in Deutschland und Europa kontaminieren und auf Dauer unbewohnbar machen.

Bernd Wawer fotografiert seit seiner Jugendzeit. Menschen, aber auch Landschaften reizen ihn, der lange Zeit die analoge Fotografie der digitalen vorgezogen hat. Die Vielseitigkeit der Motivauswahl, sei es in seinem eigenen Studio oder in der freien Natur, ist groß sowie gut durchdacht und ausgewählt. Seit einiger Zeit hat er den Reiz der sogenannten Lost Places für sich entdeckt und lieben gelernt.

Bei der Lektüre diverser Bildbände über Tschernobyl reifte in ihm der Entschluss, selbst dorthin zu reisen. Die beeindruckende Fotoreise fasziniert ihn genau so stark, wie es ihn frustriert, dass Menschen nach den Vorkommnissen in Tschernobyl aber auch in Fukushima die Gefahren der Kernkraft immer noch ignorieren. Von Sonntag, 10. Juli bis Sonntag, 28. August, findet in der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, in Gemünd die Ausstellung „Tschernobyl - 30 Jahre danach / Tihange - 30 Jahre vorher?“ von Bernd Wawer statt. Zu sehen sind Fotos, die unter die Haut gehen und ganz sicher zum Nachdenken anregen.

Eröffnung am Freitag

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 10. Juli, um 15 Uhr statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt Georg Kaiser. Klaus Ranglack, Vize-Bürgermeister von Schleiden wird die Ausstellung eröffnen. Der Eintritt ist frei. Die Galerie Eifel Kunst ist freitags und sonntags von 14-18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.

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