Starke Bands beim Rockkonzert im Roetgener Pfarrheim

Von: bab
Letzte Aktualisierung:
bridge-bu
Insgesamt etwa 150 bis 200 Jugendliche waren zum Pfarrheim Roetgen geströmt und ließen das zweite dort stattfindende Rockfestival damit erneut zu einem vollen Erfolg werden. Foto: Barbara Berger

Roetgen. „Rockmusik ist nichts für Mädchen?” Von wegen, wer so etwas behauptet, war am Samstag wohl nicht im katholischen Pfarrheim in Roetgen! Dort bewiesen am Abend die Bands, die im Rahmen des zweiten „Bridgehouse Festivals” auftraten, genau das Gegenteil.

Während bei der Heavy Metal-Band „Suiciety” aus Lammersdorf und Strauch, die als letzte spielten, noch ausschließlich männliche Musiker an der Gitarre, dem Bass und den Drums spielten, punkteten „Unframed Atrophy”, die Schülerband des Monschauer Gymnasiums, nicht nur mit selbstgetexteten harten, aber immer noch melodiösen Rocks Songs, sondern auch mit ihrer charismatischen Sängerin Jennifer Kuhl, die gemeinsam mit „ihren Jungs” auf der Bühne stand und den Konzertbesuchern richtig einheizte.

Dass sie richtig rocken können, zeigten auch „Human Painted”, die Lokalmatadoren aus Roetgen, die Formation, bestehend aus Sängerin Lisa Skellington, Nicole Müller, Fabian Klubert, Stefan Pötter und Erik Rosenkranz, die mit Coverversionen chartserprobter Rock und Popsongs als erste für Stimmung in den Räumlichkeiten des Pfarrheims „Op der Kirchbröck” sorgten.

„Wir haben uns erst im November letzten Jahres gegründet”, erzählte die Gitarristin Nicole, daher sei der Auftritt erst der zweite überhaupt und eine wirklich hervorragende Gelegenheit, um vor einem größeren Publikum spielen zu können. Bei der Auswahl der Musik hatten sich die fünf Bandmitglieder für Lieder wie „I Kissed A Girl” von Katie Perry oder Stücken von den rockigeren „Kings of Leon” entschieden. Nicole versicherte: „Es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei.”

Und diese Mischung schien bei dem jungen Publikum offensichtlich anzukommen. Insgesamt etwa 150 bis 200 Jugendliche waren ab dem frühen Abend zum Pfarrheim geströmt und ließen das zweite dort stattfindende Rockfestival damit erneut zu einem vollen Erfolg werden.

Lob für die jungen Bands

Darüber freuten sich natürlich auch die Veranstalter, darunter auch Heiner und Britta Thissen, die auch für den ursprünglich wöchentlichen Jugendtreff „Bridgehouse” verantwortlich sind. Von dem enormen Zuspruch und der guten Stimmung auf dem Konzert zeigte sich Britta Thissen beeindruckt. Außerdem lobte sie das Engagement der jungen Bands, die rege am Aufbau beteiligt gewesen seien, als „wirklich klasse”.

Weniger glücklich sei sie hingegen darüber, dass der allwöchentliche Jugendtreff auf keine vergleichbare Resonanz gestoßen sei. „Oft saßen nur eine Handvoll Jugendliche in den Räumen”, so Thissen. Daher soll der Treff jetzt nur noch monatlich stattfinden. Dabei wurde das von Julia Clösgen, Marie-Therese und Magdalena Keus, Kathrin Heyll sowie Markus Emonds eigens für diesen Zweck gestaltete Zimmer mit viel Aufwand und kreativen Ideen zu einem Ort umgewandelt, an dem sich junge Leute sofort wohlfühlen können: In warmen Rottönen gehalten und mit einem gemütlich wirkenden Sofa und Hockern ausgestattet wirkt es ausgesprochen einladend. Nebenan steht außer dem Billardtische auch ein Kicker bereit, an dem sich die Jugendlichen die Zeit vertreiben könnten. Wenn sie denn kämenÉ

Woran es liegt, dass kaum Jugendliche den Weg ins „Bridgehouse” finden, darauf weiß Britta Thissen auch keine Antwort. „Ich vermute”, so sagt sie, „dass sich die jungen Leute eher privat treffen oder viel Zeit am Computer verbringen.”

Die Hoffnung aufgegeben hat das Team vom katholischen Pfarrheim aber noch nicht. Bei den nun monatlichen Treffen soll es interessante Aktionen geben, wie Kinoabende oder gemeinsames Kochen, um das Interesse der Jugendlichen zu wecken. „Außerdem planen wir Aushänge in den Schulen der Region”, fügt Thissen hinzu. Dadurch, so hofft sie, könnten noch einmal mehr Jugendliche auf den Treff aufmerksam werden.

Dass es grundsätzlich funktionieren kann, zeigen die Konzerte und Partys, die bisher stattgefunden haben und stets sehr gut besucht waren. „Es wäre einfach toll, wenn auch der Jugendtreff so anlaufen würde”, wünscht sich Britta Thissen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert