Städteregion: Drei Experten sollen prima Klima schaffen

Von: Udo Kals und Richard Gatzen
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Wollen für ein gutes Klima so
Wollen für ein gutes Klima sorgen: Mareike Buttstädt (v. l.), Leiterin der neuen städteregionalen Stabsstelle Klimaschutz, mit ihren beiden Mitarbeitern Patrick Lenz und Kerstin Horzowski. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Menschen, die für ein gutes Klima in der Städteregion sorgen, kann Städteregionsrat Helmut Etschenberg gut gebrauchen.

Doch die drei Klimaschutzbeauftragten, die der Verwaltungschef jetzt präsentierte, sind nicht als Mediatoren eingestellt worden, um bei den atmosphärischen Störungen zwischen Stadt und Städteregion Aachen zu vermitteln. Vielmehr soll die neue Stabsstelle Klimaschutz eines belegen: Das formulierte Ziel einer CO2-freien Städteregion mag visionär sein, aber nach der Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes im vergangenen Jahr wird dieses Thema mit Nachdruck verfolgt.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei Stabsstellenleiterin Mareike Buttstädt sowie den beiden Klimamanagern Kerstin Horzowski und Pa-trick Lenz zu. Deren Kernaufgabe wird zunächst sein, die Bürger für den Klimaschutz weiter zu sensibilisieren und die zahlreichen Akteure an einen Tisch zu bringen. „Wir müssen funktionierende Netzwerke aufbauen und zugleich die Bürger motivieren, ihr bereits hohes Engagement beim Einsparen von Energie zu stärken”, gibt Umweltdezernent Uwe Zink vor und appelliert: „Wir müssen mit Augenmaß vorgehen. Es kann nicht nur darum gehen, Häuser zu dämmen. Vielmehr gilt es, genau hinzuschauen und da zu investieren, wo die größte CO2-Minderung pro Quadratmeter zu erzielen ist.”

Ihre Vorstellungen sehen Etschenberg und Zink bei den drei Stabsstellen-Mitarbeitern in guten Händen und flochten den Experten bereits einen dicken Kranz aus Vorschusslorbeeren. In der Tat lesen sich die Biografien so, als dass mit ihnen jede Menge Fachwissen ins Haus der Städteregion eingezogen ist. Dabei sei bei der Zusammensetzung des Teams auf eine große Themenbreite geachtet worden. Stadtklimatologin Buttstädt war bis vor kurzem als Forschungsgruppenleiterin an der RWTH tätig; Energieberaterin Horzowski kommt vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Kassel; Kommunikationsfachmann Lenz wechselt von der TU Dortmund nach Aachen, wo er sich mit der Nutzung erneuerbarer Energien auf kommunaler Ebene beschäftigt hatte.

Klare Positionen einnehmen

Dass der Einsatz von „Erneuerbaren” künftig auch in der Aachener Region nicht ohne Konflikte über die Bühne gehen wird, ist allen Beteiligten klar. Der Bau neuer Windkraftparks oder die Errichtung von Biogasanlagen wird auch immer Gegner haben. „Unser Ziel muss sein, die Betroffenen von Anfang an mitzunehmen und zu informieren”, sagt Buttstädt. Und am Beispiel des aktuellen Streitfalls Windkraftpark Münsterwald an der Grenze zwischen Aachen und Roetgen macht Etschenberg klar: „Die Städteregion muss bei solchen Fragen künftig eine klare Position einnehmen - frei von Emotionen, am Sachverstand orientiert.” Wobei für ihn klar ist: „Wer den Atomausstieg fordert, der darf die erneuerbaren Energien und deren Auswirkungen nicht kritisieren.”
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