Monschau - Stadtwald bleibt auch 2016 Balsam für die gebeutelte Kasse

Stadtwald bleibt auch 2016 Balsam für die gebeutelte Kasse

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
11093464.jpg
Stadtförster Klaus-Jürgen Schmitz und die Forstabteilung der Stadt Monschau haben auch für das kommende Jahr einen Wirtschaftsplan aufgestellt, der satten Gewinn bringt und doch nachhaltig ist. Foto: H. Schepp

Monschau. Seit Jahren schon gehört die Vorstellung des Forstwirtschaftsplans der Stadt Monschau zu den angenehmeren Aufgaben im Vorfeld der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr. Das ist auch in diesem Jahr so.

Nach der nun vorgelegten Planung von Stadtförster Klaus-Jürgen Schmitz und seiner Abteilung wird der Monschauer Stadtwald auch im Jahr 2016 einen Gewinn von annähernd 200.000 Euro abwerfen. Da der städtische Forst seit 2007 laut Rechnungsergebnis bzw. Ansatz in Gewinnhöhen zwischen 158.000 (schlechtestes Ergebnis im Jahr 2008) und 346.000 Euro (bestes Ergebnis im Jahr 2012) bewegt, wird sich die Höhe des Gesamtgewinns in der Zehn-Jahres-Betrachtung Ende 2016 auf rund 2,5 Millionen Euro summieren.

Für die viel gelobte Forstabteilung, die mit ihrer Arbeit die Vorgaben des Forsteinrichtungswerks umsetzt, zählt mehr noch als der erfreuliche finanzielle Gewinn die Tatsache, dass man bei alledem den Wald auch weiterhin nachhaltig bewirtschaftet. 9380 Festmeter sollen nach den Hiebsätzen der Forsteinrichtung im Wirtschaftsjahr 2016 eingeschlagen werden, doch aktuell beträgt der Zuwachs rund 15.200 Festmeter pro Jahr, wie die Vertreter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW bei der Vorstellung der neuen Forsteinrichtung berichteten. Damit wächst der Holzvorrat weiter an und könnte auch einmal ein schlechteres Wirtschaftsjahr oder größere Sturmschäden auffangen.

Die Sturmtiefs „Christian“ und „Niclas“ Ende März 2015 hatten dagegen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf den regionalen Holzmarkt, wie es im Vorbericht zum Forstwirtschaftsplan 2016 heißt. Im Gegenteil: Der angestrebte Gesamterlös aus Holzverkäufen, der mit 545.000 Euro angesetzt war, wird bis Ende dieses Jahres auf 590.000 Euro steigen, teilte Kämmerer Franz-Karl Boden mit.

Letztlich weniger Auswirkungen als befürchtet hatte 2015 auch die sich bereits im Winter ankündigende Mäuseplage, die zwar in den vergrasten Kulturen zu einigen Ausfällen bei Buche, Esche und Roteiche geführt habe, jedoch keine großen Maßnahmen nach sich gezogen habe. „Zwischenzeitlich hat sich die Mäusepopulation wieder normalisiert“, heißt es im Vorbericht.

Im Forstwirtschaftsjahr 2016 wird der Monschauer Stadtwald auch weiterhin „nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und den ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen aus der PEFC-Zertifizierung“ – einer Art Gütesiegel für die Produkte des Waldes – aufgestellt. Hierzu gehören beispielsweise auch schonende Ernteverfahren.

Da diese nicht immer ganz so schonend sind, steht für 2016 auch eine größere Wegebaumaßnahme in der Rohrener Wolfskuhl mit 45.000 Euro auf der Agenda. Der Kulturplan sieht 13.000 neue Forstpflänzchen – überwiegend Douglasie, Weißtanne und Rotbuche – als Bestandesbegründung und -ergänzung vor, Waldschutz wird 2016 auf einer Fläche von 34 Hektar im Spritzverfahren und mit Schafwolle betrieben. Der Forstwirtschaftsplan wurde im Monschauer Umweltausschuss einstimmig verabschiedet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert