Höfen - Stadt Monschau zeichnet engagierte Bürger aus

Stadt Monschau zeichnet engagierte Bürger aus

Von: fm
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Mit sichtlichem Stolz nahmen an diesem Abend wieder Ehrenamtler aus allen Stadtteilen die Ehrenplakette entgegen: Ausgezeichnet wurden Rudi Jansen, Franz-Josef Heck, Bernd Weber, Renate Huppertz, Franz Tings ,Franz Müller und Bernd Drevermann (v.l.) Foto: Franz Mertens
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Auch viele stille Helfer in Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen zeichnete die Stadt Monschau mit der Ehrenkarte NRW aus. Foto: Franz Mertens

Höfen. In vielen kommunalen Aufgabenfeldern ist die Stadt Monschau auf ehrenamtliche Mitarbeit ihrer Bürger angewiesen. Ohne diese Mitarbeit bliebe Vieles in den Orten nur Wunschdenken. In erster Linie dem engagierten Mitwirken der Bürger verdankt die Stadt ein intaktes Miteinander in den einzelnen Stadtteilen.

Instandhalten und Pflege der Sportplätze, Turnhallen, Probenräume und vieler anderer öffentlicher Einrichtungen wäre ohne tatkräftige Beteiligung der Bürgerschaft in der bestehenden Form nicht aufrecht zu erhalten. Das wissen Rat und Verwaltung sehr zu schätzen. Äußeres Zeichen dafür ist der jährlich stattfindende Tag des Ehrenamtes.

Die Höfener Vereinshalle war beim diesjährigen Tag des Ehrenamtes voll besetzt. Nicht nur Rat und Verwaltung waren vor Ort, auch starke Abordnungen aus nahezu allen Vereinen und freien Bürgervereinigungen des Stadtgebietes.

Als Hausherr eröffnete der Höfener Ortsvorsteher, Peter Theißen, den Ehrenamtstag. Er dankte den vielen freiwilligen Helfern des Höfener Ortskartells für die schöne Herrichtung der Halle. Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßte die zahlreichen Ehrengäste des Abends, namentlich den Ehrenamtsbeauftragten der Städteregion, Theo Steinröx, Vertreter der Sparkasse und der Raiffeisenbank und Helmut Völl vom Stadtsportbund. Das Sponsoring der beiden Banken hilft immer wieder sehr, diesem Abend einen angemessenen Rahmen zu geben.

Ehe die Ortsvorsteher oder Vorsitzenden der Ortskartelle die Laudatio für die neuen Träger der Ehrenamtsplakette hielten, waren in einem Videoclip mit dem Titel „Happy Monschau“ die Altstadt und Plätze in den Dörfern aus der Sicht junger Menschen zu sehen. Die tanzenden jungen Leute füllten die bekannten Ansichten aus der Stadt und dem Monschauer Land mit Leben.

Sehr lebhaft ging es anschließend auch auf der Bühne zu. Mit der Formation „Unlimited“ stellte sich der Tanzclub Dash vor. In diesem Jahr war er bei den deutschen Meisterschaften wieder in der Spitzengruppe vertreten. Ohne harte Trainingsarbeit wäre dieses Ergebnis nicht erreicht worden.

Die erste Laudatio des Abends hielt Ortsvorsteherin Waltraud Haake aus Rohren für Bernd Drevermann. Sie stellte ihn als den Förster der Stadt Monschau vor. Mit seinem Waldlehrpfad habe er vielen Menschen einen tiefen Einblick in den Lebensraum Wald vermittelt. Die historische Sägemühle im Kluckbachtal hat Bernd Drevermann mit vielen freiwilligen Helfern aufgebaut und immer wieder interessierten Gästen vorgestellt. Die Mühle brannte zweimal aus. Trotzdem gelang es, sie wieder im alten Zustand aufzubauen. Das Köhlerfest und das Waldmuseum gehen auch auf Initiativen von Bernd Drevermann zurück. Mit all diesen Einrichtungen verfügt Rohren über ein hohes touristisches Angebot.

Mit Franz-Josef Heck schlug die Höfener Ortskartellvorsitzende Marlene Ungermann einen Mann vor, der wegen seiner handwerklichen Fähigkeiten in allen Vereinen, den Kindergärten und in der Schule ein gern gesehener Helfer ist. Er hat bei seinen Arbeitseinsätzen für das Dorf schon manches Handwerk ausgeübt. Auf Dächern, beim Fliesenlegen und sanitären Arbeiten hat er kräftig mit angepackt. Wenn man ihn ruft, ist er zur Stelle. Talente wie Franz-Josef Heck braucht die Dorfgemeinschaft, um das Dorfleben weiter gestalten zu können, betonte die Ortskartellvorsitzende. Am meisten profitiert haben von seinem vielseitigen Talent die Schützenbruderschaft und der Turnverein.

Für Imgenbroich schlug Ortsvorsteher Bernd Neuß Franz Tings vor. In Imgenbroich gebe es viele Bürger, die im Stillen wirken und es scheuen, auf der großen Bühne zu stehen. Dazu gehöre Franz Tings. Als gebürtiger Zweifaller, der schon jahrelang in Imgenbroich lebt, ist sein Zweifaller Dialekt immer noch unverkennbar. Ehe Franz Tings zur Tat schritt, hatte Bernd Neuß oft von ihm gehört „moß dat sa siee“ oder „es dat da nuedisch“. Einmal von der Sache überzeugt, war er immer die Zuverlässigkeit in Person. Als Schießmeister sorgte er dafür, dass Schützenheim und Schießstände immer top in Ordnung waren. In diesem Jahr gelang es ihm auch, endlich einmal Schützenkönig zu werden.

Auch Rudi Jansen aus Kalterherberg erhielt die Ehrenplakette. In seiner Laudatio berichtete Ortskartellvorsitzender Karl Krüger von dessen vielfältigen Einsatz im Ort. Rudi Jansen ist vielen Wanderern aus dem Monschauer Land als der Mann bekannt, der sich um alle Belange der Norbertuskapelle kümmert. Die Kapelle hegt und pflegt er schon seit 15 Jahren. Dem Trommler- und Pfeiferkorps Kalterherberg war er viele Jahre als aktives Mitglied und langjähriges Vorstandsmitglied verbunden. Bei den Fußballern spielte er in der Jugendmannschaft und später in der ersten Mannschaft mit. Nach der Aktivenzeit war er ein Jahrzehnt als Schiedsrichter auf den heimischen Sportplätzen unterwegs.

Ortskartellvorsitzender Peter Jung schlug für Konzen Renate Huppertz vor. Sie hat sich im Konzener Dorfleben an vielen Stellen verdient gemacht. Die Ausbildung des Nachwuchses im Mandolinenorchester betreibt sie seit Jahren mit viel Geduld und Einsatz. Beim Musikverein und bei den Landfrauen ist Renate Huppertz seit vielen Jahren immer mit dabei, wenn es gilt, organisatorische Aufgaben zu übernehmen. Gleiches gilt für ihre Arbeit im Jugendfußball des TV Konzen, für ihren Einsatz in der offenen Ganztagsschule, dem Theaterverein Concordia und im kirchlichen Bereich. Diese Auflistung ist nicht abschließend. Dazu kommen noch mehrfache Aktivitäten in Fördervereinen.

Die Ehrenamtsplakette wurde auch an Bernd Weber aus der Altstadt vergeben. Ortsvorsteher Georg Kaulen würdigte seine Verdienste als Musiker und Vorständler bei der Musikvereinigung Montjoie. Hier war Bernd Weber zunächst als aktiver Musiker, später im Vorstand mit viel Organisationstalent als Motor des Vereins aktiv. Neben der Musik gehört er zum Team, das jedes Jahr in der Altstadt die karnevalistische Gemeinschaftsveranstaltung auf die Beine stellt. Sein Fachwissen aus der beruflichen Tätigkeit als Diplomingenieur Versorgungstechnik kam schon manchem Projekt in der Altstadt und auch dem Bürger-Casino in Imgenbroich zugute.

Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz schlug für Mützenich Franz Müller vor. Franz Müller übernahm schon in jungen Jahren Verantwortung im Turnverein. Der Verein befand sich damals in einer kritischen Phase. Ihm gelang es, den Verein wieder nach vorne zu bringen und weiter auszubauen. Heute ist der TV in vielen Sparten erfolgreich. Als Politiker kümmerte er sich um die Sportanlagen im Stadtgebiet. Davon zeugen heute die Reithalle, die Turnhalle und der Sportplatz im Ort. Neben dem Sport lag ihm die Ganztagsschule in Mützenich und auf Stadtebene die Partnerschaft mit Bourg-Saint-Andéol am Herzen. Neben dem Sport war Franz Müller auch im Musikverein und in der Tanzgruppe aktiv.

Im Namen der Geehrten bedankte sich Franz Müller für die Auszeichnung. Er betonte, ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Mitarbeiter wären die Leistungen der Geehrten nicht möglich gewesen.

Nach der letzten Laudatio erhielten zahlreiche Bürger der Stadt die Ehrenamtskarte NRW. Nahezu 80 Vereine und Organisationen erhielten für ihren Einsatz im Ehrenamt Gelder aus einem Spendentopf von 7000 Euro. Den Abschluss des Abends gestaltete die Lyra Höfen musikalisch.

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