Monschau - Stadt Monschau meldet Schäden auf Vennbahn-Radweg

Stadt Monschau meldet Schäden auf Vennbahn-Radweg

Von: hes
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Über 20 Seiten mit Fotos solcher Stellen auf dem Vennbahn-Radweg sind der Zustandsbewertung des städtischen Bauamts als Beweissicherung beigefügt. Foto: H. Schepp

Monschau. Die zahlreichen Schäden auf dem Monschauer Teilstück des Vennbahn-Radweges sind in erster Linie durch eine mangelhafte Bauausführung und nicht bzw. in geringerem Maße durch Verschleiß oder unberechtigte Nutzung durch schwerere Fahrzeuge entstanden.

Diese Auffassung vertritt zumindest die Stadt Monschau und hat deshalb nun mit einstimmigem Auftrag des Bau- und Planungsausschusses die baulichen Mängel auf dem beliebten deutsch-belgischen Radweg der Wallonischen Region als „übrige Unterhaltung“ gemeldet und um Beseitigung der Schäden gebeten.

Fehlende Tragschicht

Diese Wertung des Schadensbildes durch die Stadt Monschau ist das Ergebnis einer mehr als 30-seitigen Zustandsbewertung der RAVeL-Route für das Stadtgebiet Monschau durch das städtische Tiefbauamt. Die Untersuchung habe eindeutig gezeigt, „dass die Asphaltarbeiten bereits während der Baumaßnahme fachtechnisch nicht korrekt ausgeführt wurden“, heißt es da.

Als Hauptursache für den Großteil der Schäden auf dem 12,9 km langen Monschauer Teilstück der Vennbahn sei das Fehlen der Tragschicht unter der Deckschicht zu nennen. „Ebenso ist die Trag- und Deckschicht in einigen Teilen nicht deckungsgleich, so dass Fahrbahnränder ohne Tragschicht abbrechen (Rissbildung) und Pflanzen mittig durch die Deckschicht hindurchwachsen“, so der Zustandsbericht, der dann zu dem Fazit gelangt: „Es handelt sich nicht um Schäden, die auf eine fehlende Unterhaltung durch die Stadt Monschau zurückzuführen sind, sondern um reine Baumängel, welche durch die ausführende Baufirma zu verantworten sind.“

Insbesondere der Versatz der Trag- zur Deckschicht hätte „bei der Abnahme der Asphaltarbeiten der zuständigen Behörde auffallen und daher bemängelt werden müssen“, sieht die Stadt Monschau auch die Behörde in der Verantwortung und ersucht die bauausführende Firma „zur Vermeidung weiterer Fahrbahnschäden die Mängel zeitnah zu beheben“. Dies wird allerdings schon deshalb schwierig, weil die bauausführende Firma inzwischen pleite ist...

Forstfahrzeuge schuld?

Ungeachtet dessen sieht man bei der Städteregion Aachen die Wahrheit irgendwo in der Mitte – will sagen: „Es liegen sicherlich hier und da Baumängel vor, aber ein Teil der Schäden wurde auch durch unbefugte Nutzung, beispielsweise durch Forstfahrzeuge, verursacht“, gibt Sprecher Detlef Funken die Stellungnahme des Bauamtes wider.

Die Expertise aus Monschau läge auch der Städteregion vor und stütze eigentlich deren Standpunkt, wenn beispielsweise von 29 kleinen Mängeln im Randbereich die Rede sei. „Es bringt uns aber jetzt nicht weiter, den Ball hin und her zu spielen“, sagte Detlef Funken am Mittwoch und kündigte einen gemeinsamen Termin aller beteiligten Parteien – also Stadt Monschau, Städteregion Aachen und die Wallonische Region – für den 3. Dezember in Eupen an.

Bei dieser Dienstbesprechung stünden verschiedene Themen rund um die deutsch-belgische Route wie Verkehrsregelungen und Zuständigkeiten auf der Tagesordnung. In diesem Rahmen werde man dann auch versuchen, eine Regelung für die Beseitigung der Schäden auf dem Radweg zu finden.

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