St. Michael-Gymnasium erarbeitet Tourismuskonzept

Von: Andreas Gabbert
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Frederic Johnen (links) und Jil Moeris (rechts) überreichten Kämmerer Franz-Karl Boden stellvertretend für alle Schüler des Erkunde-Leistungkurses das erarbeitete Tourismuskonzept: Boden will der Bürgermeisterin vorschlagen, es im Wirtschaftsausschuss zu beraten. Foto: A. Gabbert

Monschau. Ein nachhaltiges Tourismuskonzept für das Monschauer Land haben Schüler des St.-Michael-Gymnasiums jetzt der Stadt Monschau übergeben. Stellvertretend für alle Schüler des Leistungskurses der Q1 waren Frederic Johnen und Jil Moeris mit ihrer Lehrerin Uta Franzen ins Monschauer Rathaus gekommen, um ihr 29-seitiges Konzept vorzustellen.

Dort wurden sie von Kämmerer Franz-Karl Boden empfangen. Jedes Schuljahr beschäftigen sich die Erkunde-Leistungskurse am St.-Michael-Gymnasium mit regionalen Themen rund um die Stadt Monschau. Für ihr Projekt haben die Schüler zunächst verschiedene Aspekte des Tourismus in Monschau beschrieben und analysiert. Für jeden Ort wurde eine „Tourismus-Analyse“ vorgenommen und das bereits bestehende touristische Potenzial herausgearbeitet. Anschließend wurden Lösungsvorschläge zusammengetragen und in Gruppen detailliert analysiert. Für jeden Aspekt wurde eine Bewertung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken erstellt.

Fehlentwicklung

Eine Fehlentwicklung sehen die Schüler zum Beispiel in der Konzentration auf den Tagestourismus in der Stadt Monschau. Nachholbedarf sehen sie auch beim ÖPNV und der Kinderbetreuung in den Abendstunden. Diese und andere Dinge sollten in Zukunft mit Hilfe eines touristischen Masterplanes behoben werden, schlagen die Schüler vor. Das Ziel solle sein, nachhaltigen Tourismus im Einklang mit der Umwelt und den Bewohnern des Monschauer Landes zu entwickeln. Der Tourismus solle als Lokomotive der Wirtschaft fungieren und Synergieeffekte in die heimische Wirtschaft transferieren.

In ihrem Konzept gehen die Schüler detailliert darauf ein, welche Maßnahmen zum Ziel führen könnten. Dazu gehört zum Beispiel die Einführung einer Monschau-Karte, mit der man nach der Zahlung einer einmaligen Gebühr die touristischen Angebote und den ÖPNV nutzen könnte. Die Schüler schlagen Angebote für Natur- und Aktivurlauber gekoppelt mit Genuss- und Wellness-Angeboten vor. Weitere Bausteine sind eine Kinderbetreuung in den Abendstunden und der Ausbau der Seminar- und Kongressangebote, um in den flauen Zeiten für eine Auslastung des touristischen Basisangebotes zu sorgen.

„Die Analyse der touristischen Strukturen im Monschauer Land ergab in weiten Teilen eine schon sehr gut ausgebaute touristische Struktur. Das Monschauer Land ist eine aufstrebende Tourismusregion in Nordrhein-Westfalen“, schreiben die Schüler in ihrer Abschlussbetrachtung. In einigen Bereichen sei es aber nötig, die Akteure der Tourismusbranche und die Verantwortlichen auf Fehlentwicklungen und Entwicklungspotenziale aufmerksam zu machen und mit Hilfe eines gemeinsamen Masterplanes in die Verantwortung zu nehmen.

Schulungen und Seminare

Die Schüler schlagen vor, durch die Monschau Touristik Schulungen und Seminare in Kooperation mit dem St.-Michael-Gymnasium anzubieten. Der Erkunde-Leistungskurs sei auch in Zukunft bereit, für das Monschauer Land Analysen vorzunehmen, schreiben die Schüler. Sie denken dabei zum Beispiel an eine Gästebefragung, um gezielt die Wünsche und Vorstellungen der Urlauber zu analysieren. „Die Schüler sind echte Spezialisten für den Tourismus geworden“, betonte Lehrerin Uta Franzen bei der Übergabe des Konzeptes. „Das ist nicht schlecht, wenn jemand mal von außen auf die Sache drauf guckt“, sagte Franz-Karl Boden und kündigte an, der Bürgermeisterin vorzuschlagen, das Konzept im Wirtschaftsausschuss zu beraten.

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