St. Lucia Eicherscheid sucht Wege aus der Finanzmisere

Von: M. S.
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Kirchenvorstand und Förderverein rücken zusammen und möchten das Kirchenschiff Sankt Lucia in ruhiges Fahrwasser steuern. Dies beschlossen in einer Bürgerversammlung Pfarrer Michael Stoffels (Zweiter von links), Rolf Baumgarten, Andreas Giebler und Bernd Maßen (von links). Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Die sprichwörtliche Kunst, aus der Not eine Tugend zu machen, ist jetzt, in Zeiten einer anhaltenden Wirtschaftskrise, dringend gefragt. Und: In jeder scheinbar ausweglosen Situation des Lebens steckt auch immer ein Funken Hoffnung, die Chance auf einen positiven Aufbruch und Wende zum Besseren.

Dies ist das Fazit einer Bürgerversammlung, zu der Eicherscheids Kirchenvorstand Sankt Lucia und der Förderverein eben jenes Pfarrheims Sonntag Abend eingeladen hatten.

Es ging um deren zukünftigen Betrieb, Finanzierung und Unterhalt angesichts gravierend veränderter und sich weiter wandelnder Kirchenstrukturen, Schaffung von Gemeinschaft der Gemeinden sowie neu entstehender klerikaler Verwaltungszentren. Im vollauf besetzten Pfarrheim begrüßte Pfarrer Michael Stoffels „erfreut viele Eicherscheider, die durch ihre aktive Mitarbeit unsere Gemeinde seit langem am Leben halten”.

Der Pastor räumte ein, das Bistum stelle im Vergleich zu früheren Jahren weniger Personal und finanzielle Mittel zur Erfüllung pastoraler Aufgaben bereit, doch das könne man „durchaus auch positiv sehen”. Für die inzwischen zum großen, umfassenden Gemeindeverband vereinten elf Simmerather Pfarreien gelte es, Aufgaben erweiterter Dimensionen im Kollektiv und zum Gemeinwohl zu lösen: „Infolge stetig wachsender Gemeinschaft der Gemeinden zu bündelnde, personelle Regelungen erlauben es uns, in gegenseitiger Rücksichtnahme langfristig die Kirchen vor Ort zu erhalten.”

Bernd Maaßen, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstandes, präsentierte die maßgeblichen drei Budgetsäulen Personal, Sachkosten und Verwaltung und sagte, Seelsorger Stoffels habe es „in Eicherscheid schwer und müsse harsche Kritik einstecken für Mängel, die nicht er zu verantworten habe, sondern seine Amtsvorgänger und das Bistum”. Nun gelte es, nach vorn zu blicken und mit vereinten Kräften das Kirchenschiff Sankt Lucia wieder in ruhiges Fahrwasser zu steuern.

Maaßen stellte klar, „dass es zu den uns vom Bistum aufgedrückten Strukturen eines kirchlichen Gemeindeverbandes keine Alternative gibt, bei Weigerung zum Beitritt droht uns die Zwangsfusion”. Das Bistum habe Millionen - Defizite eingefahren, darum würden neue Strukturen eingeführt: „Nur ein Priester Michael Stoffels für elf Pfarreien - der helle Wahnsinn! Da bleibt nur, das Ehrenamt deutlich zu stärken, Kommunikation und vertrauensvolles Miteinander sind gefragt.” Als positives Signal wertete es der Vorstandsvize, „dass nun auch Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand sichtbar näher zusammenrücken”.
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