St.-Hubertus-Schützen: Peter Franzen ist neuer König

Von: M. S.
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Die frisch gekrönte Majestät der Imgenbroicher Hubertus-Schützen, Peter Franzen, ließ sich nach seinem Siegestreffer von fair unterlegenen Konkurrenten und Freunden tüchtig feiern. Foto: Manfred Schmitz

Imgenbroich. Zwei absolute Höhepunkte bescherte das Vereinsjahr 2015 bislang der Imgenbroicher St.-Hubertus-Schützen-Bruderschaft. Nach Krönung der Maikönigin Helga Schreiber und der Abwicklung des Monschauer Stadt-Schützenfestes folgte am Sonntag mit Ermittlung der Vereins-Majestät 2015/16 ein weiterer Höhepunkt.

Bei herrlichem Sommerwetter holte Peter Franzen den Holzvogel mit dem 71. Schuss aus dessen Versteck im Kugelfang. Der Sieger lieferte sich mit Lisa Merkens am frühen Abend auf der Schießbahn „Rahm“ ein spannendes Duell. Ein halbes Dutzend scheinbarer Titelanwärter hatten das zum Schluss des Wettbewerbs allein agierende Duo Merkens/Franzen zunächst beim Waffengang begleitet, waren dann aber klammheimlich auf Distanz zum Kunstadler gegangen, als dieser bleischwer zu torkeln begann.

Drittjüngster in der Geschichte

Peter Franzen ist 24 Jahre und von Beruf Industrie-Mechaniker. Er stammt aus einer traditionsreichen Imgenbroicher Schützenfamilie – Eltern und Geschwister sind allesamt überzeugte Schützen. „Peter ist schon seit seiner Geburt Mitglied der 1963 gegründeten Imgenbroicher Bruderschaft. Er ist der drittjüngste König in ihrer Geschichte“, sagt sein Vater Hubertus-Kaiser Karl. Peter trug die Ehrenzeichen jeder Nachwuchs-Schützengilde; er war Schüler- und Jungschützenprinz.

Mit einem Abschiedsbesuch beim Regentenpaar des Vorjahres, Franz und Gisela Tings, hatte das Schützenfest begonnen. Ein Festzug voller Musik und Abordnungen der Dorfvereine zog nach dem Umtrunk auf die Festwiese. Brudermeister Ralf Schmitz hieß zahlreiche Festgäste willkommen. Er freute sich über die anwesenden Trommler und Pfeifer aus Imgenbroich und stellte anerkennend fest, „dass unseren Umzug auch einige lokale Blasmusikanten bereicherten, die während ihres instrumentalen Spiels auch beim Marschieren eine gute Figur machten“.

Ex- König Tings fungierte jetzt im Gespann mit Heiko Winter wieder als Schießmeister. Brudermeister Schmitz bekräftigte, Franz und Gisela Tings hätten die Belange ihrer Bruderschaft wie des gesamten Schützenwesens übers Jahr würdig vertreten. Ein Orden für den scheidenden Monarchen beendete das offizielle Verabschiedungszeremoniell.

Eva Franzen holt das Zepter

Drei Kandidaten schossen im Vorspiel die Hoheitszeichen der Jungschützentrophäe ab. Das Zepter wurde zur Beute von Eva Franzen (17. Schuss), Dirk Winter erntete den Reichsapfel (34. Schuss), und sein Bruder Marcel machte der Jagd auf den kompletten Greif mit dem 69. Versuch ein Ende.

Mit Ehrensalut für den Schützenbund und die Republik traten Georg Kaulen, Nicolas Lunz und Franz Tings an den Schießstand. Dann hieß das Kommando „Feuer frei!“ Es krachte die Donnerbüchse.

Peter Franzen zeigte früh ernsthafte Ambitionen auf den Sieg; er traf schon mit dem vierten Schuss ins Schwarze und raubte dem Gefiederten die Krone. Maikönigin Helga Schreiber mochte da nicht nachstehen; sie schoss im neunten Anlauf das Zepter ab. Der Reichsapfel gehörte acht Runden später Heiko Winter.

Dann ging es der Trophäe an Rumpf und Flügel. Und der zum guten Schluss triumphierende Peter Franzen demonstrierte, dass die Imgenbroicher Schützendynastie nun neben einem großen Kaiser Karl auch einen Peter in ihren Reihen haben, der sich anschickt, ein großer Tell-Nachfahre zu werden. Nach verhalltem Patronenknall und verwehtem Pulverschmauch waren in der Abendsonne rund um das Schützenheim nur noch Gläserklang und Hochrufe auf Jungkönig Peter zu hören.

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