St-Hubertus-Schützen feiern neue Majestäten

Von: Günther Sander
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Hahn im Korb: Günter Huppertz fühlte sich inmitten der alten und neuen Majestäten bei der Pfingstkirmes in Roetgen wohl. Foto: Günther Sander

Roetgen. Die Pflicht haben beide bereits am Himmelfahrtstag mit Bravour gemeistert, Thorsten Cosler wurde neuer Schützenkönig, Alexandra Ruth verteidigte ihren Titel als Schülerprinzessin.

Nun galt es, bei der Pfingstkirmes der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Roetgen von 1893 mit der Inthronisation der neuen Majestäten auch noch die Kür glänzend hinzulegen.

Pfingstsamstag wurden die Majestäten in ihrer Residenz abgeholt und mit klingendem Spiel durchs Dorf zur Schießhalle geleitet, wo zahlreiche Besucher, darunter auch befreundete Schützenabordnungen aus Rott, Simmerath, Dedenborn und dem belgischen Petergensfeld, Thorsten Cosler und Alexandra Ruth die Ehre gaben.

Schwerstarbeit hatte derweil Geschäftsführerin Ursula Huppertz zu leisten und durfte hinterher ein positives Resümee ziehen: „Das Wetter und auch die Besucherzahlen stimmten“, bilanzierte sie. Besonders stolz war sie auf das „Nordeifel Entertainment“, das die Gäste musikalisch unterhielt und für den nötigen Schwung sorgte.

Für den erkrankten ersten Brudermeister Karl-Heinz Linzenich sprang Ehrenvorsitzender Günter Huppertz ein, er moderierte unterhaltsam die Verabschiedung der bisherigen Majestäten und dann die Inthronisation des neuen Herrscher-Duos. „Es ist fast zu schade, Euch nun alle zu verabschieden“, bedauerte Günter Huppertz in Richtung Jungschützenprinzessin Carina Birkigt, König Marcus Koerdel (mit Begleitung) und Schülerprinzessin Alexandra Ruth, die allerdings „weiter am Ruder bleibt.“

„Ist das nicht ein herrliches Bild?“, schwärmte der Ehrenvorsitzende, der mit Lob- und Dankesworten nicht geizte, schließlich hätten sie alle ein Jahr lang die Bruderschaft hervorragend vertreten. „Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns, haltet den Schützen auch weiterhin die Treue“, bat Günter Huppertz, denn nicht alle Tage herrsche schönes Wetter, auch nicht bei den Roetgener Schützen.

Die Insignien wurden zurückgegeben, dafür gab es Blumen, Umarmungen, ein herzliches Dankeschön und den obligatorischen Ehrentanz, für den sich Günter Huppertz den Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donaus“ gewünscht hatte. Er strahlte, als die Musik das Stück intonierte und die Paare sich im Takte drehten, gemeinsam mit den Majestäten der Gästeschützen. Ein Hauch von Opernball in der Schießhalle!

Königskette rasch „aktualisiert“

Für Ursula Huppertz indes lief die Zeit, sie verschwand mit der Königskette, um sie für die Inthronisation zu „aktualisieren“. Geschafft: Zufrieden präsentierte sie das kostbare Silber in strahlendem Glanz, das ihr Vater, Günther Huppertz, postwendend den „Neuen“ mit netten Worten überreichte.

Thorsten Cosler, der 114. König der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Roetgen, sei vom Scheitel bis zur Sohle ein „König durch und durch“, meinte Huppertz. Ein „Alleinherrscher“ in diesem Jahr, denn der langjährige Fahnenträger präsentiere sich „ohne Königsdame.“

„Wir müssen uns einen neuen Fahnenträger besorgen“, scherzte Günter Huppertz und wandte sich Schülerprinzessin Alexandra Ruth zu. „Für Dich ist das ja hier nichts Neues, das kennst Du ja alles noch aus dem Vorjahr.“ Immerhin ist es für die junge Prinzessin bereits der zweite Titel in Folge. Der Laudator war stolz auf die neuen Majestäten, die nun für ein Jahr Repräsentationsaufgaben zu erledigen haben. Für den folgenden Ehrentanz hatte sich Günter Huppertz für den „Schneewalzer“ (am 23. Mai) erwärmt – eine fröhliche Stimmung machte sich breit, da wurde in geselliger Schützenrunde noch lange gefeiert.

Pfingstmontag zum Ausklang der Kirmes stand der Frühschoppen auf dem Programm, nachdem Gottesdienst und Festumzug, wie berichtet, durch Versammlungsbeschluss abgesagt worden waren. Ursula Huppertz betonte, man sei laut Satzung „keine katholische Bruderschaft“, sondern eine „christliche“. „Das ist mir im Zeichen der Ökumene schon sehr wichtig“, meinte sie. Ergo bestehe auch keine Verpflichtung, den Gottesdienst zu besuchen. Es sei „nur“ Tradition, die man aber nicht über die Kräfte der Mitglieder aufrecht erhalten könne. „Zu einem christlichen Miteinander verpflichtet mich die Satzung allerdings schon“, sagte die Geschäftsführerin.

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