St. Brigida-Krankenhaus soll nicht verkauft werden

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Anfang des Jahres besuchte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (2. v. li.) das Simmerather Krankenhaus, um über die Zukunft der Einrichtung zu sprechen. Im August suchen die Verantwortlichen des Krankenhauses gemeinsam mit dem Kreis Aachen nun erneut das Gespräch mit dem Minister. In der Bildmitte (hinten) Wolfgang Brauers, der nun als Geschäftsführer von Jülich nach Simmerath wechselte.

Simmerath. Nach dem Verkauf des Jülicher Malteser-Krankenhauses St. Elisabeth an die Caritas-Trägergesellschaft West (CTW) machten Informationen die Runde, wonach auch das Simmerather St. Brigida-Krankenhaus zum Verkauf stehe.

Bei einem Gespräch am Donnerstagabend, an dem unter anderem Kreisdirektor Helmut Etschenberg und die Bürgermeister der drei Nordeifel-Kommunen teilnahmen, wurde, wie bereits Stunden zuvor von Maltesern und CTW, erneut für Klarheit gesorgt. Malteser-Geschäftsführer Prinz Karl zu Löwenstein wird in einer gemeinsamen Presseerklärung mit den Worten zitiert: „Wir Malteser bleiben in Simmerath!”

Besser als Bundesdurchschnitt

Der Umstrukturierungsprozess am Krankenhaus Simmerath ist nach dieser Presseerklärung auf einem guten Weg. Die neuen Qualitätsindikatoren bei der medizinischen Versorgung, von neutraler Seite objektiv ermittelte Ergebnisse, machten bereits heute eine „sehr gute medizinische Qualität des Krankenhauses Simmerath deutlich”.

In den vorgestellten fünf wichtigsten medizinischen Bereichen seien die Ergebnisse im Krankenhaus Simmerath deutlich besser als im Bundesdurchschnitt, heißt es weiter. Die wesentlichen Ergebnisse sollen künftig regelmäßig im Internet veröffentlicht werden und damit auch für die Bevölkerung einsehbar sein.

Alle Gesprächsteilnehmer haben laut Mitteilung nochmal einvernehmlich festgestellt, wie „wichtig und unverzichtbar die ortsnahe Versorgung im Krankenhaus Simmerath für die Bevölkerung in der Region” sei.

„Verbesserte Qualität”

Die Beteiligten konnten sich von der deutlich verbesserten baulichen und medizinischen Qualität überzeugen, die durch eine hundertprozentige Investitionsförderung des Landes in Höhe von 1,6 Millionen Euro ermöglicht worden sei.

Offen sei hingegen derzeit noch der von den Maltesern beantragte Sicherstellungszuschlag, der für die langfristige Absicherung der wirtschaftlichen Entwicklung des Hauses erforderlich ist.

Um das Thema absehbar in trockene Tücher zu bekommen, soll möglichst Anfang August ein weiteres Gespräch zum Thema Krankenhaus Simmerath zwischen Landrat Carl Meulenbergh, Kreisdirektor Helmut Etschenberg und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stattfinden.
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