Monschau - St. Brigida: „Der Prinz und seine Begleiter müssen sich bewegen”

St. Brigida: „Der Prinz und seine Begleiter müssen sich bewegen”

Von: ess
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Monschau. Die Städteregion Aachen soll am 1. Juli das St. Brigida-Krankenhaus Simmerath von den Maltesern übernehmen. Doch irgendwie ist der Wurm drin in der Sache. Bei der Vertraggestaltung sind die Malteser bisher offensichtlich noch nicht in die Gänge gekommen.

Überaus verärgert reagierten deshalb im Sozialausschuss am Dienstag die Fraktionen und Bürgermeisterin Margareta Ritter. „Wenn das mit der Übernahme zum 1. Juli klappen soll, dann müssen der Prinz und seine Begleiter sich bewegen”, nahm Ritter den Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein persönlich in die Pflicht.

In einem Sachstandsbericht für den Städteregionsausschuss Ende April hatte Sozialdezernent Günter Schabram noch ziemlich vage formuliert: „Der Städteregionstag nimmt das Ergebnis der bisherigen Gespräche zur Kenntnis, wonach eine Übernahme des Krankenhauses Simmerath ... zum 1.7.2010 ... möglich sein wird ...”

Getan hat sich seitdem kaum etwas, was Bürgermeisterin Ritter zu der Kritik veranlasste, die Zusammenarbeit mit den Maltesern sei „unbefriedigend” und von Verhandlungen in „diesen exklusiven Gremien” halte sie ohnehin nichts.

Die Städteregion brauche klare vertragliche Regelungen, um in Simmerath ab 1. Juli einsteigen zu können. Auch andere Krankenhaus-Träger, die sich zusammenschließen wollten und Interesse an der Übernahme des Krankenhauses Simmerath zeigten, „werden irgendwann müde” und wollten nicht länger warten.

SPD-Sprecher Roland Krökel hatte die Bösen rasch entdeckt: „Die Sache ist noch längst nicht in trockenen Tüchern. Die Malteser machen da immer wieder Probleme.”

Auch Bernd Händler von den Grünen wurde deutlich: „Wir müssen den Druck auf die Malteser hoch halten, damit die nicht glauben, sie könnten sich alles erlauben.”
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