Sprung auf die professionelle Bühne

Von: Helga Giesen
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Roetgen. Mit vorwiegend selbst geschriebenen Stücken hat sich das Werkstatttheater Roetgen in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der Roetgener Kulturszene gesichert.

Entstanden ist die Gruppe 2004 aus einer Projektarbeit der angehenden Theaterpädagogin Petra Knittel-Bartsch, die sie im Rahmen ihres Studiums durchführen musste.

Dafür hat sie mit interessierten, aber bisher doch theaterunerfahrenen LaiendarstellerInnen aus ihrem Bekanntenkreis das Stück „Nachtgeschichten” inszeniert. Für das Projekt zählte zwar weniger das fertige Produkt als vielmehr der Entwicklungsprozess von der Erarbeitung des Themas bis hin zur Vermittlung von Spiel- und Sprechtechniken.

Aber der Erfolg der Aufführung beim Publikum des Stadttheater Monschau und die Begeisterung der Akteure selbst, ließ aus dem als einmalig geplanten Projekt eine feste Einrichtung werden, die Petra Knittel trotz ihres inzwischen starken beruflichen Engagements, unter anderem bei den Schultheatertagen, als ihr privates Hobby weiterführt.

So entstanden drei weitere, nach eigenen Ideen entwickelte Stücke, zuletzt 2009 „Treibgut”, und die 2008 mit großem Erfolg aufgeführte Szenenfolge nach der literarischen Vorlage von „Alice im Wunderland”. Die Proben finden im Gruppenraum des Eifelvereins statt-dort, wo Petra Knittel als junge Betreuerin die ersten Krippenspiele mit Kindern einstudierte und zu den Mitbegründern der Pantomimengruppe gehörte.

Seinen bsiher letzten Auftritt in Roetgen hatte das Werkstatttheater im Sommer auf dem Handwerkermarkt mit dem Straßentheaterstück „Aus dem wirklichen Leben” von Ernst Jandl. Mit dem gleichen, inzwischen schon sehr erfahrenen Ensemble von Schauspielern hat Petra Knittel nun das neue Stück „Winterschlaf” von Heleen Verburg inszeniert. Auch dieses Projekt wird als Prüfungs-Regiearbeit für ihr Aufbaustudium dienen.

Auch wenn sich das Werkstatttheater jetzt noch einmal einer Vorlage bediente, soll der Name Programm bleiben und Raum für mögliche kreative Experimente bieten. „Dazu gehört demnächst auch wieder die Integration von neuen Interessenten”, freut sich Petra Knittel auf weitere Aufgaben und neue Herausforderungen.

Nachdem die Gruppe in den vergangenen Jahren in privaten Räumen in Roetgen aufgetreten ist, hat sie nun den Sprung auf eine professionelle Bühne gewagt. Am Wochenende 5., 6. und 7. Februar ist „Winterschlaf” im Theater 99, einer Spielstätte für freie Theatergruppen, in Aachen zu sehen. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr. Am Sonntag, den 7. Februar, findet zusätzlich um 11 Uhr eine Matinee statt.

In der Inszenierung von Petra Knittel spielen Janine Olbrich, Maritha Hermanns, Achim Bartsch, Ricarda Sohns und Susa Menzel. Geige: Lars Nellessen, Technik: Julian Janitzek.

In der Buchhandlung Lesezeichen in Roetgen sind Karten im Vorverkauf für 7 und 5 Euro erhältlich.
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