Sprung an englische Elite-Uni geschafft

Von: P. St./jms
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Eva Zimmermann freut sich auf die bevorstehende Studentenzeit in Cambridge. Aus Oxford stammt nur ihr Wörterbuch. Foto: Schütz

Lemgo/Simmerath. Die University of Cambridge in England gilt als eine der renommiertesten Hochschulen der Welt. Studienplätze dort sind sehr begehrt. Eva Zimmermann hat es geschafft. Die Absolventin des Marianne-Weber-Gymnasiums in Lemgo wird ab Herbst am College Gonvillle and Cains in Cambridge Jura studieren. Das Trimester beginnt am 4. Oktober.

Eva Zimmermann ist 1989 in Aachen geboren, aber sie hat auch direkte Beziehungen in die Eifel, lebte sie doch zeitweise in Rott und auch ein Jahr in Eicherscheid. Während dieser Zeit besuchte sie auch die Grundschule Simmerath. Ihr Großvater war übrigens der frühere Simmerather Amtsdirektor Matthias Zimmermann.

Immer mal wieder besucht die 21-Jährige Simmerath, denn mit dem Eifelort verbindet sie zahlreiche unvergessene Kindheitserinnerungen. Spontan fallen ihr die Spaziergänge entlang der Höckerlinie mit ihrem Opa Günter Wollgarten ein, aber auch viele Mitschülerinnen aus der kurzen Grundschulzeit sind ihr noch in guter Erinnerung.

Nach dem Wegzug der Eltern aus Simmerath besuchte Eva Zimmermann ab dem 2. Schuljahr die Grundschule Brake und ab dem Jahr 2000 das Marianne-Weber-Gymnasium im westfälischen Lemgo. Ihre Leistungskurse sind Geschichte und Englisch. In ihrer Freizeit singt sie im Schulchor und lernt Japanisch. Auch Geige Spielen und Ballett gehören zu ihren Hobbys.

Die mentale Umstellung fiel ihr damals nicht unbedingt leicht, vermisste sie doch den Eifelschnee, aber auch den Karneval, „der im Westfälischen nicht einen so hohen Stellenwert besitzt”, erzählt die Abiturientin im Gespräch mit der Lokalredaktion Nordeifel.

Der Lippischen Landeszeitung in Lemgo beantwortete die zukünftige Cambridge-Studentin einige Fragen zu ihren künftigen Tätigkeit.

Ihre erste Englischnote in der - fünften Klasse war eine Vier. Seitdem scheint sich Ihr Englisch verbessert zu haben?

Eva Zimmermann: Ja, das stimmt. Allerdings war die Vier damals wohl ein Ausrutscher. Später war Englisch eines meiner Lieblingsfächer, und ich hatte im Abitur auch Englisch als Leistungskurs.

Warum möchten Sie lieber in Cambridge als in Deutschland studieren?

Eva Zimmermann: Cambridge hat international einen sehr guten Ruf. Außerdem studieren dort zwei Freunde von mir, die ich während meines Austauschjahres in England kennen gelernt habe. Beide haben mir die Hochschule empfohlen. Ein großer Vorteil von Cambridge sind die kleinen Lerngruppen. Das ist an deutschen Unis leider anders. Ich habe mir auch die Universität in Bristol angesehen, aber Cambridge ist renommierter, und die alten Gebäude sind auch sehr schön.

Wie haben Sie sich beworben?

Eva Zimmermann: Zunächst habe ich mich bei der UCAS, sozusagen der englischen ZVS, beworben. Dazu brauchte ich das Empfehlungsschreiben eines Lehrers und musste einen persönlichen Brief schreiben und darlegen, warum ich Jura studieren möchte. Dann folgte ein Test in Frankfurt, in dem mein Textverständnis geprüft wurde. Schließlich wurde ich nach Cambridge zu einem Interview eingeladen, Die Professoren haben mich nochmals in zwei Gesprächen geprüft. Da haben sie getestet, wie gut ich argumentieren kann. Das ist für das Fach Jura sehr wichtig.

Als Sie 17 Jahre alt waren, haben Sie ein Jahr in England gelebt. Ihr Abitur beenden Sie voraussichtlich mit der Note 1,0. Haben auch durchschnittliche Schüler ohne vorherigen Englandaufenthalt eine Chance, dort zu studieren?

Eva Zimmermann: Um sich zu bewerben, sollte man einen Abischnitt von mindestens 1,3 haben. Außerdem muss man Englisch als Abiturfach haben und mindestens mit einer Zwei abschließen, oder aber man legt einen Sprachtest ab. Ich denke, dass ein vorheriger Aufenthalt im Ausland nicht unbedingt nötig ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Englischunterricht in Deutschland sehr gut ist.

Was werden Sie aus Lemgo vermissen, wenn Sie in Cambridge wohnen?

Eva Zimmermann:Ich weiß, das viel Arbeit auf mich zu kommt. In Cambridge muss ich auch samstags Vorlesungen besuchen, und ich werde weniger Zeit für meine Hobbys haben. Am meisten werde ich wohl meine Familie und meine Freunde vermissen. Außerdem ist das Essen in England nicht immer so gut wie hier.

Was wollen Sie machen, wenn Sie in Cambridge fertig sind?

Eva Zimmermann: Im Moment könnte ich mir gut vorstellen für die UN oder das Auswärtige Amt zu arbeiten. Auf jeden Fall will ich international tätig sein. Allerdings lebt meine Familie hier. Insofern werde ich sicher immer wieder gerne nach Lemgo zurückkommen.
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