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Sportstunde mit zwei „Ladies in Black“

Von: hes
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18 Schülerinnen von St. Ursula erlebten am Freitag in Simmerath eine Volleyball-Trainingsstunde mit den Bundesligaspielerinnen Zoe Liedtke (stehend, 2. v. li.) und Dominika Valachova (stehend, 6. v. li.). Foto: Heiner Schepp
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Zoe Liedtke (li.) zeigte den Mädchen ihrer ehemaligen Schule, wie man baggert, pritscht und zuspielt.

Simmerath/Monschau. „Du musst ein klein wenig eher abspringen, dann erwischst Du das Zuspiel höher und bekommst mehr Druck auf den Ball“, sagt Zoe Liedtke zu der Schülerin, die gerade das Anspiel am Netz kraftvoll in selbiges geschmettert hat.

Zoe weiß wovon sie spricht. Zwar war sie vor einem Jahr noch selber Schülerin der Monschauer Mädchenrealschule, doch gehört sie inzwischen zum Profikader der Ladies in Black, des Aachener Volleyball-Bundesligateams. Die 16-Jährige aus Monschau war am Freitag gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Dominika Valachova zu Gast in der Sporthalle des Berufskollegs in Simmerath, wo eine Sportstunde der besonderen Art auf dem Unterrichtsplan stand.

„Starting Six“ (so nennt man die Anfangsaufstellung beim Volleyball) hat der Hauptsponsor der Aachener Volleyballerinnen, der Energieversorger Stadtwerke Aachen (Stawag), seine Aktion genannt, mit der man die Bundesligaluft in die Region tragen möchte.

Dazu lost die Stawag nun schon im dritten Jahr aus allen Schulen, die sich für die Aktion beworben haben, sieben aus, die dann Besuch von zwei Profispielerinnen erhalten. „Mit unserer Aktion möchten wir den Schulsport noch etwas attraktiver gestalten und für den Mannschaftssport Volleyball begeistern“, sagt Heidi Zimmermann, zuständig für die Schulkooperation bei den Stadtwerken.

Zum ersten Mal hatte dabei nun eine Schule aus der Nordeifel Losglück: Die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula Monschau wurde gezogen und kam so am vergangenen Freitag zu zwei Schulstunden der ganz besonderen Art in der Sporthalle des Berufskollegs in Simmerath: Zoe Liedtke und Dominika Valachova zeigten insgesamt 18 Schülerinnen der Klassen 7 bis 10 an St. Ursula, wie man baggert, pritscht und zuspielt. „Alle heute teilnehmenden Schülerinnen spielen auch Volleyball im Verein“, berichtete Sportlehrerin Anja Jansen, die selbst bis hoch in die dritte Liga Volleyball gespielt hat. Und somit war die Aktion auch ein Stzück weit Vereinssportförderung für die Volleyballvereine in Steckenborn, Mützenich, Höfen, Roetgen, Monschau, Breinig, Stolberg und beim PTSV Aachen, wo auch die „Ladies in Black“ beheimatet sind.

„Ich freue mich sehr, hier heute viele bekannte Gesichter wiederzusehen“, sagte Zoe Liedtke, ehe sie mit ihrer Teamkollegin die Trainingseinheit leitete. Nach dem Aufwärmen ging es zunächst an ein paar Technikübungen und Aufschläge, später dann an praktische Spielsituationen. Am Ende durfte dann natürlich ein Abschlussspielchen nicht fehlen, und da durften die Schülerinnen dann einmal Seite an Seite mit einer Bundesligaspielerin um Punkte kämpfen.

Mit in die Eifel gekommen war auch Bastian Heckert, Geschäftsführer der Ladies in Black, der auf die Nachwuchsförderung des Vereins hinwies: „Besonders in dieser Saison können wir auf einen Kader mit vielen jungen Spielerinnen bauen, die in der Arbeit noch näher am Nachwuchs dran sind als in den Jahren zuvor.“ Laut Heckert möchte der Verein langfristig ein Nachwuchszentrum für talentierte Volleyballerinnen in Aachen einrichten. Und wer weiß: Vielleicht folgt ja irgendwann ein Talent aus der Eifel dem Weg von Zoe Liedtke und darf sich dann Bundesligaspielerin nennen.

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