Simmerath - Sportplatzkonzept soll für gesamte Gemeinde aufgestellt werden

Sportplatzkonzept soll für gesamte Gemeinde aufgestellt werden

Von: P. St.
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Die plakative Forderung der Fu
Die plakative Forderung der Fußball-Jugend der Hansa Simmerath dürfte Gehör finden. Wie das Projekt sich aber letztlich entwickelt, werden die anstehenden Gespräche zeigen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. „Wir fordern den Sportplatz”, hatte der Fußball-Nachwuchs der Hansa Simmerath auf ein Plakat geschrieben und war damit in den Sitzungssaal des Simmerather Rathauses eingezogen, wo der Strukturausschuss über einen Fußballplatz im Zentralort Simmerath debattierte, nachdem das alte Sportplatzgelände in Wohngebiet umgewandelt wird.

Die Kinder mussten ihr Plakat nach freundlicher Aufforderung durch den Ausschussvorsitzenden Jens Wunderlich zwar wieder einrollen, weil die Gemeindeordnung Meinungsäußerungen dieser Art nicht zulässt, aber die Problematik war den Entscheidungsträgern sehr wohl bewusst.

Rund 40 Hansa-Mitglieder, darunter auch Vorsitzender Manfred Abel, verfolgten die einstündige Beratung, die mit der Feststellung endete, das zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung über einen Sportplatzneubau in Simmerath getroffen werden kann. Nun soll die Verwaltung mit dem neugegründeten Gemeindesportverband und unter Einbeziehung der Fußballvereine ein Konzept erstellen, das den zukünftig tatsächlich zu erwartenden Bedarf an Sportplätzen definiert.

Bei diesen Überlegungen dürfte dann neben den Wünschen aus Simmerath auch beispielsweise die weitere Planung des Sportzentrums in Kesternich eine Rolle spielen. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises sollen dann die Grundlage für einen Beschluss bilden. Bis dahin muss sich die Hansa-Fußballabteilung also noch gedulden.

Zuvor hatte für die CDU Christoph Poschen ebenfalls festgestellt, dass die Sportplatzfrage für Simmerath „noch nicht entscheidungsreif” sei. Die demografische Entwicklung werde auch beim Fußball spürbar, und die Anzahl der Mannschaften gehe zurück. Die Hansa hat derzeit eine Seniorenmannschaft in der Kreisliga C als Spielgemeinschaft mit Viktoria Huppenbroich gemeldet sowie je eine A-, F- und Bambini-Mannschaft.

Um so mehr, betonte Poschen bedürfe es einer Bedarfsanalyse. „Als Kommunalpolitiker dürfen wir nicht an diesem Bedarf vorbei entscheiden.”

Unbedingt an einem Sportplatz in Simmerath festhalten wollte dagegen die SPD, erst recht nachdem die Hansa einen Alternativvorschlag für einen Sportplatzbau (Naturrasen) eingebracht hat, der 200.000 Euro unter der vorliegenden Berechnung der Verwaltung liegt. Norbert Brewer erinnerte zudem daran, dass der Hansa vor zwei Jahren mit Wegfall der Josef Jansen-Sportstätte ein adäquater Ersatz versprochen worden sei.

Daher wolle man konsequent an einem neuen Sportplatz auf dem Grundstück neben der Leitstelle festhalten. Der Fußballabteilung müsse eine Perspektive für ihre Arbeit eröffnet werden, wolle man ein Auseinderbrechen der Abteilung verhindern.

Für Günter Mießen (Grüne) stand ebenfalls die Bedarfsermittlung im Vordergrund, gelt es doch allen Akteuren gerecht zu werden. Als „nicht entscheidungsreif” sah auch Stephan Weber (UWG) die Sportplatzfrage. Auch die Hansa dürfe sich einer Kooperation nicht verschließen, und bei der zukünftigen Planung sei es auch ganz wichtig, „über den Tellerrand hinauszuschauen.”

Auch für Hermann-Josef Bongard (FDP) galt es, „zusammen mit den Vereinen eine vernünftige Lösung für die gesamte Bevölkerung zu finden.”

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der als Alternativvorschlag die Aufwertung des Kleinspielfeldes an der Hauptschule ins Spiel gebracht hatte, stellte fest, dass man der Hansa nichts wegnehmen wolle. Die Gemeinde müsse aber verantwortlich mit den Finanzmitteln haushalten, und weniger als 100 Geburten im Jahr seien ebenfalls eine Tatsache, die bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen sei. Er strebe eine Lösung an, „mit der die Hansa leben kann.”
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