Sportplatz Simmerath: „Diskussion ist in eine Schieflage geraten”

Von: P. St.
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Zwischen Hauptschule und Schwi
Zwischen Hauptschule und Schwimmhalle sieht die CDU Simmerath (v. l. Sascha Schlepütz, Jens Wunderlich, Bernd Goffart, Christoph Poschen und Stefan Haas) den neuen Sportplatz. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Die Frage, ob Simmerath einen neuen Sportplatz braucht, beherrscht seit Monaten die öffentliche Diskussion. Die Richtungsentscheidung wird der Kultur- und Sportausschuss in seiner Beschlussempfehlung am Dienstag, 15. November, treffen.

„Es geht um eine gute Lösung für Simmerath”, betont Bernd Goffart, Gemeindeverbandsvorsitzender der CDU Simmerath und Mitglied der Ratsfraktion. Er und seine Fraktionskollegen bedauern, dass die Diskussion inzwischen „in eine Schieflage geraten ist.” CDU-Fraktionsvorstand mit Fraktionssprecher Christoph Poschen an der Spitze und Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas halten im Redaktionsgespräch fest, dass es stets außer Frage gestanden habe, für die aktiven Fußballer der Hansa 21 Simmerath „eine zukunftsfähige Lösung zu finden.”

Die Mehrheitsfraktion hat sich dabei auf die aus ihrer Sicht zukunftsfähigste Lösung bereits festgelegt, womit auch schon die Entscheidung in der Sportplatzfrage gefallen sein dürfte, falls sich innerhalb der nächsten zehn Tage nicht noch die Mehrheitsverhältnisse ändern sollten.

Die CDU ist der Auffassung, dass man sowohl den Belangen des Jugendfußballs wie auch des Seniorenfußballs am ehesten mit einem halben Kunstrasenplatz (70x60 Meter) auf dem vorhandenen Kleinspielfeld zwischen Hauptschule und neuer Schwimmhalle gerecht werde. Nach Möglichkeit sollte zusätzlich eine 100 Meter-Laufbahn gebaut werden. In weiteren Schritten könnten der Sportplatz in Huppenbroich (mit Huppenbroich bildet Simmerath eine Spielgemeinschaft) bzw. der Ausweichplatz in Simmerath „ertüchtigt” werden.

Im Gegensatz dazu fordert die Hansa einen komplett neuen Naturrasenplatz als Ersatz für die künftige wegfallende Josef-Jansen-Sportstätte.

Nicht nur in Verbindung mit der künftigen Sekundarschule Simmerath sieht die CDU dem halben Kunstrasenplatz direkt am Schulgebäude als „Ideallösung”, auch für den Trainingsbetrieb der Jugend- und Seniorenmannschaften könnte der wetterunabhängige Platz genutzt werden. Die Jugendteams könnten hier sogar ihre Meisterschaftsspiele austragen. Bei den laufenden Unterhaltungskosten für den Platz könnte man zudem die Gemeinde als Schulträger in die Pflicht nehmen.

Zum Bedarf für einen Sportplatz stellt die CDU-Fraktion fest, dass die Hansa im Seniorenbereich derzeit über nur eine Mannschaft (als Spielgemeinschaft mit Viktoria Huppenbroich) in der Kreisliga C verfüge. Von den 13 Heimspielen werde die Hälfte in Huppenbroich ausgetragen.

Weiterhin seien eine Bambini-, eine F- und E-Jugend-Mannschaft gemeldet, für deren Belange ein Kleinspielfeld bekanntlich ausreiche.

Als „verantwortliche handelnde Ratsvertreter” stehe man bei der Verwendung von Steuergeldern in der Pflicht gegenüber allen Bürgern der Gemeinde Simmerath, abgesehen davon, dass in allen Fußballvereinen der Gemeinde seit vielen Jahren „ein erheblicher Rückgang” an aktiven Fußballern festzustellen sei.

Von „erheblicher Bedeutung” für die CDU-Fraktion sei zudem, betont Christoph Poschen, dass die Hansa letztlich den von ihr geforderten neuen Rasenplatz nicht selbst bauen wolle, sondern eine aus drei Privatleuten bestehende Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). In keinem Falle könne man als gewählte Ratsvertreter aber Steuergelder in die Hand von drei Privatleuten geben.

Bedauerlich findet es die CDU-Fraktion, dass in der Sportplatzfrage die Kooperation mit dem TSV Kesternich gescheitert ist. „Wir hätten es befürwortet, wenn ein gemeinsames Sportzentrum hätte entsehen können.” Dies sei aber „leider am Widerstand der Hansa-Fußballer gescheitert.”

Es habe nie Überlegungen gegeben, hält die CDU anderslautenden Gerüchten entgegen, „den für Simmerath bereitgestellten investiven Zuschuss in Höhe von 400 000 Euro nach Kesternich zu verschieben.” Auch Ortsvorsteher Stefan Haas hält fest: „Das Geld bleibt in Simmerath.”

Abschließend wehrt sich die Fraktion gegen den Vorwurf, dass sie ihr Versprechen nicht gehalten habe. Bis heute gebe es keine Beschlussfassung darüber, in welcher Form genau Ersatz für den Wegfall bisherigen Sportplatzes geschaffen werde.
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