Sportlich orientierte Freizeit bietet auch Grenzerfahrungen

Von: hg
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Roetgen. „Immer eine neue Herausforderung, die der Eifelverein bietet”, hat es ein Teilnehmer auf den angestrebten Punkt gebracht: Als sportlich orientierte Freizeit mit Grenzerfahrungen hatte die Jugendgruppe des Eifelvereins Roetgen die deutsch-französische Begegnung im provencalischen Uzès angelegt.

Jeweils 48 Teilnehmer aus beiden Ländern trafen sich auf einem liebevoll restaurierten, zum Gruppenhaus umgebauten Landgut, um in der Umgebung Rad zu fahren, Klettersteige zu erklettern, Abenteuer-Parcours zu bewältigen, mit Kajaks durch den Pont du Gard zu paddeln, von Felsen zu springen oder einfach nur im Fluss zu schwimmen. Das Programm hatte die Roetgener Jugendgruppe mit der Partnergruppe Plein Air Evasion aus dem nordwest-französischen Laval ausgearbeitet.

Vor allem die Via Ferrata, wie der Klettersteig im Französischen heißt, war gleichzeitig Mutprobe und sportliche Herausforderung für die Jugendlichen: In bis zu 60 Metern Höhe galt es, drahtseilgesichert senkrechte, glatte Felswände trittlos nur mit der Armkraft zu durchklettern oder tiefe Spalten per Tyrollienne und Drahtbrücke zu queren.

Auf den Mont Ventoux

Wer neben dem Sportprogramm und zahlreichen kürzeren und längeren Radtouren zum Pont du Gard, nach Nimes, nach Uzès oder zum Badefluss noch Kraft in den Beinen hatte, bekam die Gelegenheit, statt an der Standardwanderung an einem besonderen Ausflug teilzunehmen:.

Über 100 Kilometer ging es am ersten Tag auf dem Rad einmal quer durch die Provence zum knapp 2000 Meter hohen Mont Ventoux, bekannt durch die Tour de France.

3000 Höhenmeter in den Beinen

Am nächsten Morgen radelte die Gruppe zunächst die 21 Kilometer auf den kahlen Gipfel, um dann sich dann wieder auf den hügeligen Rückweg zu machen. Elf Jugendliche schafften die An- und Gipfelfahrt, fünf bewältigten auch die Rückfahrt und hatten am zweiten Tag 140 Kilometer und geschätzte 3000 Höhenmeter in den Beinen.

So wichtig ein attraktives, herausforderndes Programm für die Jugendlichen ist, fast noch wichtiger war der deutsch-französische Charakter der Freizeit. Seit 40 Jahren treffen sich die beiden Gruppen in Frankreich.

Die deutschen Jugendlichen erlebten in Uzès wieder, wie eine französische, staatlich reglementierte „Colonie de Vacances” funktioniert, die französischen, wie es sich während einer privat organisierten Ferienfreizeit lebt.

Und noch etwas Wichtiges stimmte während der zu schnell dahingeeilten Wochen: das Wetter. Mit einer Ausnahme strahlte die Sonne täglich von einem fast makellosen Himmel.
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